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26.03.2021

Heimsieg gegen Weißwasser

Der EHC Freiburg hat sein Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse mit 5:4 gewonnen

Es war an manchen Stellen ein etwas kurioses Spiel, mit dem sich die Wölfe heute nach zuletzt zwei Niederlagen auf der Siegerstraße zurückmeldeten: Freiburg startete als die bessere Mannschaft ins Spiel, musste aber einen 0:2-Rückstand hinnehmen – wobei der erste Gegentreffer obendrein noch ausgerechnet bei eigener Überzahl fiel. Doch schon zum Ende des ersten Drittel hatte man das Spielgeschehen gedreht und lag nun mit 3:2 in Führung. Die Gäste, die die wenigsten Tore und schwächste Powerplayquote der DEL 2 vorzuweisen haben, verübten aber bis zum Ende des Spiels Druck in Richtung Wölfe-Tor, weshalb sich der EHC seinen 5:4-Sieg gegen Ende hart erkämpfen musste. Somit gelang dem EHC, der heute erneut ohne Ben Meisner und Nikolas Linsenmaier auflaufen musste, der vierte Sieg im vierten Anlauf gegen Weißwasser.
 
Der Reihe nach…
Von einem Offensivfeuerwerk würde man beim heutigen Auftaktdrittel wohl nicht sprechen – dennoch fielen aber sage und schreibe fünf Tore in den ersten 20 Minuten. Freiburg erwischte zwar den besseren Start, musste dann jedoch kurioserweise ausgerechnet in eigener Überzahl einen Treffer der Gäste hinnehmen (0:1, 3.). Doch auch danach wurden die Wölfe wieder zur spielbestimmenden Mannschaft – Luca Trinkberger nach einem Schuss von Nick Pageau, kurz darauf Marc Wittfoth und dann auch noch Jordan George waren die Akteure, die dafür sorgten, dass der erste Treffer des EHC in den ersten zehn Minuten deutlich in der Luft lag. Dieser zählbare Erfolg gehörte jedoch erneut wieder den Gästen, als Thomas Reichel durch einen Schlenzer aus der Halbdistanz das 0:2 erzielte (9.).
 
Doch in der zweiten Hälfte des Eröffnungsdrittels war das Glück – und das dem zuvorgehende Können – auf Freiburger Seite: Durch drei Treffer in genau acht Minuten erspielten sich die Wölfe die Führung. Zwei dieser Tore ereigneten sich durch geschickte Moves am gegnerischen Torraum, als Nick Pageau (1:2, 12.) und Scott Allen (2:2, 17.) einnetzten – und 39 Sekunden vor Ende dieses Drittels brachte dann Christian Billich den EHC durch einen Abpraller erstmals in Führung (3:2, 20.)
 
Zu Beginn des Mittelabschnitts ließ der EHC zunächst sein zweites (später im Drittel auch sein drittes) Powerplay ohne Torerfolg verstreichen und musste in der 25. Minute den Ausgleich der Füchse zum 3:3 hinnehmen. Diesen erspielten sich die Gäste durch eine schöne Passstafette ihrer ersten Sturmreihe, die sich aus der Bandenrundung zu Enrico Salvaranis Linken auf – und in – das Freiburger Tor kombinierte.
 
Nachdem etwas mehr als die Hälfte des Spiels gespielt war, kratzten die Gäste an der erneuten Führung, als sie ein gefährliches Powerplay aufs Eis legten, dem das Wolfsrudel jedoch standhielt (32.-34.). Diese zwei Minuten mögen in gewisser Weise die entscheidende Phase des Spiels dargestellt haben – denn an deren Ende gelang dem EHC ein Konter über Chad Bassen, der gerade von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrt war und nun statt den Füchsen die Wölfe in Führung brachte (4:3, 34.).
 
Das Spiel bot in dieser Phase Chancen für beide Teams. Auf der einen Seite des Eises ist aus Freiburger Sicht dabei einmal das Backchecking von Simon Danner hervorzuheben, das eine weitere Chance der Gäste vereitelte (und das Freiburger Tor aus seiner Verankerung beförderte) – und auf der anderen Seite ein kurioser Treffer zur erstmaligen Zwei-Tore-Führung für den EHC: Knapp 38 Minuten waren gespielt, als in einer Unterbrechung der Videobeweis konsultiert wurde, der rückwirkend einen Schuss von Scott Allen aus der 35. Minute zu einem Tor machte. Das Spiel war zwischenzeitlich einige Minuten ohne Unterbrechung ausgekommen, weshalb die Schiedsrichter – nachdem sie zunächst nicht auf Tor entschieden hatten – erst mit dieser zeitlichen Verzögerung die Szene überprüfen konnten.
 
Diese Zwei-Tore-Führung sollte bis zur 8. Minute des Schlussdrittels Bestand haben – doch dann schlug Weißwasser erneut als Resultat eines druckvollen Powerplays zu. Fünf Sekunden nachdem die vierte – von insgesamt sechs – Strafzeiten gegen den EHC abgelaufen war, konnte Rylan Schwartz zum Anschlusstreffer aus Gästesicht einnetzen (5:4, 48.).
 
Die vielleicht beste Chance für den EHC in einem nun äußerst munteren Schlussabschnitt ereignete sich in der 54. Minute in Form eines tiefen Passes von Chad Bassen auf Georgiy Saakyan, der dann jedoch in seinem Alleingang zum Tor an Gäste-Keeper Mac Carruth scheiterte.
 
Die Lausitzer Füchse legten dann eine beherzte Schlussoffensive aus Eis, die mitunter auch durch Strafen gegen den EHC in der 56. Minute und 19 Sekunden vor Ende verstärkt wurde. Zwischenzeitlich trafen die Gäste einmal den Pfosten und feuerten bis zur letzten Sekunde Schüsse in Richtung von Enrico Salvarani – die Wölfe hielten diesem Druck jedoch stand und gingen mit 5:4 als Sieger vom Eis.
 
Tore:
0:1 (02:08) Bennet Roßmy (Stephane Döring) – SH1
0:2 (08:16) Thomas Reichel (Tomas Andres, Nick Walters)
1:2 (11:21) Nick Pageau (Cam Spiro, Marc Wittfoth)
2:2 (16:35) Scott Allen (Christian Billich, Andreé Hult)
3:2 (19:21) Christian Billich (Andreé Hult, Scott Allen)
3:3 (24:30) Jonathon Martin (Andrew Clark, Brad Ross)
4:3 (33:53) Chad Bassen (Simon Danner, Jake Ustorf)
5:3 (34:47) Scott Allen (Christian Billich, Andreé Hult)
5:4 (47:44) Rylan Schwartz (Jonathon Martin, Ondrej Pozivil)
 
Strafminuten: Freiburg 16, Weißwasser 10
Überzahl: Freiburg 0-3, Weißwasser 0-6
Schüsse: Freiburg 43 (16/13/14), Weißwasser 30 (7/15/8)
Schiedsrichter: Ruben Kapzan, Michael Klein / Michael Sauer, Thomas Weger
 
Die Freiburger Aufstellung:
Salvarani (Benzing)
Hult, Billich, Allen / Spornberger, Pageau
Saakyan, George, Bassen / Brückmann, Kurz
Danner, Spiro, Wittfoth / Neher, Kaisler
Ustorf, Tschwanow, Trinkberger / Rausch

Foto: Achim Keller

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