17.02.2007

Heimfluch hält an - auch gegen Füssen kein Sieg

Die fünfte Heimniederlage in Folge bringt die Wölfe im Kampf um einen Playoff-Platz in arge Bedrängnis. Gegen den EV Füssen holte der EHC zwar einen 1:4 Rückstand noch auf, musste sich aber im Penaltyschießen geschlagen geben und konnte somit nur einen Punkt holen. EHC-Verteidiger Thomas Gaus feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback, als überzähliger Ausländer musste diesmal Verteidiger Aleksandrs Siskovics auf der Tribüne Platz nehmen.

Die ersten zehn Minuten dominierten die Gastgeber die Partie und lagen auch in Führung, nach vier Minuten hatte Rajnoha in Unterzahl seinen Mannschaftskollegen Petr Mares auf die Reise geschickt und dieser überwand Füssens Schlussmann Irrgang zum 1:0. Dann jedoch brachten sich die Wölfe selbst aus dem Spiel und gerieten bis zur Pause mit 1:3 in Rückstand. Der Ausgleichstreffer war zugleich die erste Chance der Gäste, die Wölfe-Abwehr nahm eine kollektive Auszeit und Rusch durfte im Nachsetzen das 1:1 markieren. Nicht anders präsentierte sich Freiburg auch bei den beiden folgenden Treffern, defensiv agierten die Gastgeber auf einmal chaotisch, ungeordnet, nachlässig. Fehler, welche die Gäste aus dem Allgäu eiskalt ausnutzten und dank weiterer Tore von Rusch und Nadeau mit einer Führung in die Pause gehen durften.

Im Mittelabschnitt stellte EHC-Trainer Svetlov zunächst die Reihen um, beorderte Kapitän Henkel wieder in den Sturm und Gaus kam zu seinem Comeback. Freiburg bot sich alsbald die Gelegenheit auf den Anschlusstreffer, mehr als eine Minute doppelte Überzahl durften die Wölfe spielen. Zwar gab es ein paar gute Chancen, doch das Powerplay war nicht zwingend genug. Dafür wurden die Wölfe bestraft, in der 31.Minute durfte Varionov im Slot genügend Freiraum genießen, um auf 1:4 zu erhöhen. Die Gäste belohnten sich damit für ihr cleveres Spiel, die Allgäuer agierten taktisch diszipliniert und hatten die Partie unter Kontrolle. Der Gegentreffer bestärkte die Gastgeber indes in ihren Offensivbemühungen und drei Minuten später kämpften sie die Scheibe förmlich über die Torlinie, Mares war der Schütze. Im Anschluss an ein Powerplay schloss Samendinger eine schöne und schnelle Kombination über Bartosch und Mares mustergültig ab. Trotz der beiden Treffer hatten die Wölfe aber weiterhin Probleme, zu ihrem Spiel zurückzufinden.

Der Wölfe-Motor lief erst im Schlussdrittel wieder auf Hochtouren. Freiburg erspielte sich mehrere teils erstklassige Chancen, doch der Ausgleich wollte noch nicht fallen. Auf der Gegenseite hätte Bezshchasnyy das 3:5 erzielen können, aber Wölfe-Goalie Tim Knudsen hielt sein Team im Spiel. Zwischenzeitlich musste Füssens Troy Stephens frühzeitig unter die Dusche, nachdem er seine zweite Disziplinarstrafe der Partie erhalten hatte. Alle drei Blöcke des EHC erhöten nun den Druck auf das gegnerische Tor und in der 51.Minute sollten sich die Anstrengungen gelohnt haben: Karhula traf zum 4:4!

Die Wölfe ließen weitere Chancen folgen und waren dem Führungstreffer nahe. Gestoppt wurde der EHC drei Minuten vor Drittelsende, als Rajnoha mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis geschickt wurde. Der tschechische Verteidiger hatte EV-Kapitän Nadeau mit einem Check gegen den Kopf gefoult. Kurze Zeit später musste Bezshchasnyy bei Füssen auf die Strafbank und es blieb beim 4:4 nach regulärer Spielzeit. In der Verlängerung überstanden die Wölfe zuerst noch knapp zwei Minuten Unterzahl, ehe sie dank Tim Knudsen einer starken Druckphase der Gäste standhielten. Im Penaltyschießen entschieden Jeff White und Kevin Gardner die Partie zugunsten des EV Füssen, während beim EHC kein Schütze erfolgreich war.

EVF-Trainer Alexej Sulak: "Hätte man mir vor der Partie gesagt, dass wir hier zwei Punkte holen, wäre ich zufrieden gewesen. Nach dem Spiel muss ich nun sagen, dass wir einen Punkt verschenkt haben. 50 Minuten haben wir gut gespielt, aber die zweiten zehn Minuten im 2.Drittel verschlafen." Weniger zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich EHC-Coach Sergej Svetlov: "Ich kann heute nicht zufrieden sein. Wieder einmal haben wir durch dumme Fehler dem Gegner die Tore geschenkt. Zu Hause spielen wir momentan bei weitem nicht so gut wie auswärts, woran das liegt ist nur schwer zu erklären. Die Mannschaft hat sich nach dem Rückstand aber wieder herangekämpft und Moral bewiesen."

Der EHC Freiburg rangiert trotz der Niederlage weiter auf dem siebten Tabellenplatz, jedoch hat sich der Vorsprung auf einen Nicht-Playoffplatz auf zwei Punkte verringert. Für die Wölfe geht die Reise am Sonntag zum Tabellendritten aus Bad Tölz (Spielbeginn 18 Uhr), Pavel Rajnoha wird dann gesperrt fehlen. Zur Partie bieten wir wie gewohnt einen SMS-Liveticker an. Das nächste Heimspiel findet am kommenden Dienstag, 20.Februar 2007 um 20 Uhr gegen den EHC Klostersee statt.


Statistik:

EHC Freiburg - EV Füssen 4:5 n.P. (1:3, 2:1, 1:0)

1:0 (03:05) Mares (Rajnoha, Karhula) 4-5
1:1 (10:19) Rusch (Stephens, Bezshchasnyy)
1:2 (15:48) Rusch
1:3 (18:50) Nadeau (Varionov)
1:4 (30:33) Varionov (Gardner, Nadeau)
2:4 (33:06) Mares (Samendinger, Bartosch)
3:4 (35:51) Samendinger (Mares, Bartosch)
4:4 (50:24) Karhula (Kotasek)
4:5 (65:00) White PEN

Strafen: Freiburg 11 plus Spieldauer Rajnoha - Füssen 12 plus Diszi und Spieldauer Stephens
Schiedsrichter: Maximilian Plitz (Ottobrunn)
Zuschauer: 1011
Spieler des Abends: Mares (Freiburg) - Rusch (Füssen)


Alle Ergebnisse:

TEV Miesbach - Blue Devils Weiden 1:3 (1:2, 0:0, 0:1)
Eisbären Juniors Berlin - EC Peiting 2:4 (0:1, 2:1, 0:2)
Hannover Indians - EV Ravensburg 2:3 n.P. (1:0, 1:1, 0:1)
SC Riessersee - Tölzer Löwen 5:4 (3:1, 1:2, 1:1)
EHC Freiburg - EV Füssen 4:5 n.P. (1:3, 2:1, 1:0)
EHC Klostersee - Starbulls Rosenheim 6:5 (2:1, 2:2, 2:2)
spielfrei: Heilbronner Falken

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