EHC Freiburg - Dresdner Eislöwen 3-5

Beim EHC Freiburg kehrte nach rund zweiwöchiger Verletzungspause Michi Frank zurück in den EHC-Kader - der Verteidiger spielte an der Seite von Adam Schusser in der dritten Verteidigung, somit konnte Leos Sulak wieder auf Ondrej Svanhal im Angriff setzen. Michi Frank wurde dann auch gleich zum Freiburger Hauptdarsteller in Abschnitt 1: Beide Teams hatten sich während der ersten Spielminuten weitgehend neutralisiert, in Minute 9 stürzten sich dann gleich drei Eislöwen auf Petr Haluza, der auf Philip Rießle ablegen konnte - Dresdens Keeper Brett Jaeger konnte den Schuss des Freiburger Kapitäns nur nach vorne abwehren, dort stand der aufgerückte Michi Frank und bugsierte die Scheibe zum 1-0 für den EHC über die Linie. Leider gab die Führung dem EHC jedoch nicht mehr Sicherheit, sie stachelte vielmehr die Gäste an. Der Ausgleich fiel dann aber ausgerechnet bei einem Freiburger Powerplay: Dresden riskierte viel, griff mit zwei Spielern in der Vorwärtsbewegung den Freiburger Spielaufbau an, und wurde für das Risiko belohnt. Arturs Kruminsch eroberte die Scheibe, tanzte Jonathan Boutin aus und erzielte so den 1-1 Ausgleich. Nur eine Minute später besorgte der Ex-Freiburger Jeffrey Szwez die Führung für die Sachsen, sein Schuss von außen fand genau die Lücke zwischen vier Spielern vor dem Freiburger Gehäuse, Jonathan Boutin hatte keine Abwehrmöglichkeit. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause, der EHC hatte sich nach einem guten Auftakt den Schneid abkaufen lassen, Dresden war unterm Strich vorm Tor gefährlicher, zielstrebiger.

Zu Beginn des zweiten Drittels dominierten die Gäste, Freiburg wurde ins eigene Drittel gedrängt, gegen hoch stehende Eislöwen kam nur selten der erste Pass aus der Abwehr bei den EHC-Angreifern an. Die Folge war das 1-3 durch Michael Endraß, der Jonathan Boutin mit einem flachen Schuss in die rechte Ecke bezwingen konnte. Im Anschluss wackelte der EHC, das Selbstvertrauen war für zwei, drei Minuten spürbar erschüttert - Dresden konnte diese Freiburger Schwächephase jedoch nicht weiter ausnutzen. In der 26. Spielminute fiel dann bei Freiburger Überzahl der Anschlusstreffer, Tobi Kunz hatte den perfekten Pass in die Mitte gesucht, geschaut, gewartet und am Ende perfekt für Niko Linsenmaier aufgelegt, der mit einer Direktabnahme zum 2-3 vollenden konnte. Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels entwickelte sich kein technisch brillantes Spiel - aber beide Mannschaften kämpften, spielten einfach, erlaubten sich keine weiteren Fehler und stellten sich zunehmend besser auf die Taktik des jeweiligen Gegners ein.

Im Schlussabschnitt stellte Dresden bei einer Überzahlgelegenheit in der 45. Minute den alten Abstand wieder. Mark Cullen erzielte das 4-2 und sorgte für einige Zeit für gedrückte Stille in der Franz-Siegel-Halle. Erst in der 52. Minute wurde es wieder lauter, richtig laut. Zunächst arbeitete Sebastian Zauner mit dem Stock gegen Jannik Herm, so dass dieser relativ ungebremst in die Bande schlitterte - Alexander Karachun stellte Zauner hinter dem Tor, es entwickelte sich ein Faustkampf, bei dem Karachun dank einer freien Hand einige Treffer landen konnte. Neben dem eigentlichen Geschehen versuchte Jeffrey Szwez mit Adam Schusser anzubandeln, aber der EHC-Crack ließ sich nicht auf ein Scharmützel ein. Doch auch nach dieser Szene und einer Freiburger Überzahl (zweitweise mit zwei Mann mehr auf dem Eis) gelang der Anschlusstreffer nicht - stattdessen sorgte Dominik Grafenthin mit dem 5-2 für die Entscheidung zugunsten der Gäste. Auch wenn Alexander Karachun mit einem Konter noch auf 3-5 verkürzen konnte, Dresden ließ in den letzten Minuten keine weiteren Chancen, keine EHC-Aufholjagd mehr zu und entführte unterm Strich verdiente drei Punkte aus der FSH. Der EHC hat zwar gut gekämpft, hielt mit Leidenschaft und Einsatz dagegen, läuferisch zeigten die Eislöwen jedoch die bessere Leistung - und waren vor dem Tor zwingender, zielstrebiger. Für den EHC geht es aufgrund der Niederlage mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Playdowns (zunächst auswärts) gegen den ESV Kaufbeuren - aber noch sind zwei Partien zu absolvieren, beide auswärts: am Sonntag spielt der EHC in Bremerhaven, Dienstag muss Freiburg in Crimmitschau antreten.

Tore:
1-0 (08:30) Michael Frank (Petr Haluza/Philip Rießle)
1-1 (15:41) Arturs Kruminsch (4:5)
1-2 (16:49) Jeffrey Szwez (Tomas Schmidt/Sebastian Zauner) 
1-3 (23:03) Michael Endraß (Steven Rupprich/Mirko Sacher) 
2-3 (25:54) Niko Linsenmaier (Tobi Kunz/David Vrbata - 5:4)
2-4 (44:57) Mark Cullen (Jeffrey Szwez/Harrison Reed - 5:4)
2-5 (56:32) Dominik Grafenthin (Tomas Schmidt/Feodor Boiarchinov)
3-5 (57:45) Alexander Karachun (Michael Frank)

Zuschauer: 2.394
Schiedsrichter: Maximilian Plitz
Strafminuten: Freiburg 16; Dresden 16 

Die Freiburger Aufstellung:
Boutin
Rießle, Brückmann / Kunz, Linsenmaier, Vrbata
Meyer, Kästle / Wittfoth, Bräuner, Haluza
Schusser, Frank / Herm, Svanhal, Karachun
Henry, Rupp, Hynes

Dresdner Eislöwen:
Jaeger
Macholda, Baum / Filin, Kruminsch, Rodman 
Kramer, Sacher / Reed, Cullen, Rinkinen 
Wissmann, Zauner / Boiarchinov, Garten, Szwez 
Grafenthin, Rupprich, Endraß 

EHC Freiburg vs. Dresdner Eislöwen
Franz-Siegel-Halle, Freitag 26. Februar 2016, 19h30 
Tickets: https://tickets.ehcf.de/tickets

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