29.09.2007

Zwei Punkte für die Wölfe in Nauheim

Die Wölfe Freiburg haben beim EC Bad Nauheim ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Mit 5:4 nach Penaltyschießen behielten sie die Oberhand und sicherten sich glückliche zwei Punkte. Nach einem sehr guten Beginn ließen die Wölfe ebenso stark nach, konnten eine Niederlage im letzten Drittel aber noch einmal abwenden.

Vielversprechend verliefen die ersten 16 Minuten der Partie. Freiburg war spielbestimmend und dominierte den Aufsteiger aus Hessen. Benjamin Wildgruber und Petr Mares sorgten mit Treffern in Überzahl für eine verdiente 2:0 Führung der Wölfe. Als Knackpunkt erwies sich dann jedoch das dritte Powerplay der Gäste. Anstatt das dritte Tor nachzulegen, spielte Freiburg unvorsichtig und fing sich den Anschlusstreffer ein. Nauheim war im Spiel und die Wölfe hatten ihre Linie verloren.

Logische Folge war der Ausgleich der Gastgeber bei doppelter Überzahl. Weil sich Freiburg vermehrt auf der Strafbank wiederfand und zudem die Ordnung im Spiel verloren hatte, konnte Nauheim in der 35.Minute erstmals in Führung gehen. Die Roten Teufel hatten längst die Spielkontrolle übernommen und setzten direkt nach Beginn des letzten Drittels noch das 4:2 oben drauf. Völlig verdient befanden sich die Hessen auf sicherem Siegeskurs. Als die Wölfe endlich wieder einen gelungen Angriff vortrugen, schlug sich dies auch gleich im Ergebnis nieder - Virta vollendete zum 3:4. Freiburg spielte zwar nicht überragend, legte nun aber die richtige Einstellung an den Tag und kämpfte sich in die Partie zurück. In der 54.Minute glich Billich nach einer tollen Einzelleistung zum 4:4 aus.

Wie schon zum Saisonauftakt in Halle brachten sich die Wölfe beinahe selbst die Niederlage bei. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit kassierten sie eine Strafe und überstanden mit viel Fortune nicht nur das dritte Drittel, sondern auch die erste Minute der Verlängerung. Da diese ohne den entscheidenden Treffer blieb, ging es ins Penaltyschießen. Während auf Nauheimer Seite nur Golby traf - Ronny Glaser parierte mit einer sensationellen Parade den dritten Versuch der Gastgeber- waren für Freiburg Karhula und Herman erfolgreich. Die Wölfe sicherten sich damit einen glücklichen Zusatzpunkt.

Trainerstimmen
Sergej Svetlov: "Ich war mit dem Beginn meiner Mannschaft sehr zufrieden, wir haben die ersten zehn Minuten gut gespielt und lagen mit 2:0 in Führung. Wir hatten das Spiel kontrolliert, aber durch Fehler bei eigener Überzahl und dem darauf folgenden Gegentreffer haben wir den Gegner aufgebaut. Bad Nauheim hat sich dann Chancen erarbeitet und viel Druck gemacht. Im zweiten Drittel haben wir wegen Undiszipliniertheiten viel Unterzahl gespielt, was uns viel Kraft gekostet hat. Im letzten Drittel wollten wir das Spiel drehen, mussten aber zunächst das 2:4 hinnehmen. Wir haben dann gekämpft bis zur letzten Minute und sind doch noch verdient zum 4:4 gekommen. Wir hatten auch noch Chancen, die Partien nach 60 Minuten für uns zu entscheiden, aber das Unentschieden war nach dem heutigen Spiel ein gutes Ergebnis für uns. Penaltyschießen ist immer Glücksache und wir hatten heute eben das Glück auf unserer Seite."

Michael Eckert: "Das Spiel fing ganz schlecht an, zwei Strafen, zwei Gegentore. Das war genau das, was wir vermeiden wollten. Die Mannschaft hat gekämpft, im zweiten Drittel den Ausgleich geschafft und ist dann in Führung gegangen. Wir haben im letzten Drittel zwei Tore kassiert, die eigentlich unglücklich waren. Das erste darf nicht passieren, da wird der Mann nicht gedeckt und das zweite war von hinter dem Tor erzielt, ein Glückstreffer. Von den Chancen her hätten wir im letzten Drittel das Spiel gewinnen können, weil Chancen hatten für drei Spiele. Im Großen und Ganzen muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie hat den Sieg normalerweise verdient gehabt, im Penaltyschießen dann zwar verloren, aber das ist Glückssache. Wir können darauf aufbauen, wir sind einen Schritt weiter und haben einen Punkt geholt. Letzte Woche haben wir gut gespielt und keinen Punkt geholt. Heute hätten wir drei Punkte holen können, wenn nicht gar müssen."

Kurvengeflüster
Mit etwas Verspätung kamen die Wölfe in der hessischen Kurstadt an. Obwohl der Mannschaftsbus Freiburg überpünktlich verlassen hatte, brachte ein Stau bei Frankfurt den Terminplan durcheinander. Das gleiche galt auch für einige der über 150 mitgereisten Wölfe-Fans. Die Partie in Bad Nauheim, eigentlich für 19:30 Uhr angesetzt, konnte somit erst kurz vor 20 Uhr angepfiffen werden.

Personal
Die Wölfe traten ohne ihren Kapitän Patrick Vozar (Schulterverletzung) und Verteidiger Michael Frank an. Dennoch konnte Freiburg mit drei Verteidigerpärchen und vier Angriffsreihen antreten. Die vierte Sturmformation um Christian Böcherer, Marcel Koch und Timo Preuß erhielt im ersten Drittel einige Wechsel und wusste dabei zu überzeugen. Nach dem 1:2 der Gastgeber und dem kritischen Spielstand mussten die Talente jedoch auf der Bank bleiben.


Statistik:

EC Bad Nauheim - Wölfe Freiburg 4:5 n.P. (1:2, 2:0, 1:2)

0:1 (03:30) Wildgruber (Zappe, Kottmair) 5-4
0:2 (06:17) Mares (Karhula, Herman) 5-4
1:2 (16:10) Baldys (Barta) 4-5
2:2 (20:34) Deleurme (Barta) 5-3
3:2 (34:10) Ponto (Gall) 4-4
4:2 (40:46) Lehmann (Bernhardt)
4:3 (44:25) Virta (Karhula, Mares)
4:4 (53:30) Billich (Zappe, Wildgruber)
4:5 Herman (Pen)

Strafen: Bad Nauheim 12 - Freiburg 16
Schiedsrichter: Carsten Lenhart
Zuschauer: 1280

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