28.10.2007

Wölfe-Pflichtsieg über Miesbach

Die Wölfe Freiburg haben das Schlusslicht der Süd-Gruppe, den TEV Miesbach, mit 7:3 besiegt. Vor 1205 Zuschauern in der Franz-Siegel-Halle konnte der neue Wölfe-Trainer Peter Salmik somit eine erfolgreiche Heimpremiere feiern.

Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste aus Oberbayern. Gleich das erste Überzahlspiel nutzte Patrick Neundorfer zur Führung für Miesbach nach gerade mal 57 Sekunden. Die Antwort der Wölfe ließ jedoch nicht lange auf sich warten, 47 Sekunden später schloss Petr Mares das erste Wölfe-Powerplay erfolgreich zum 1:1 ab. In der siebten und achten Spielminute schaffte Mares mit seinen Treffern zum 2:1 und 3:1 sogar einen "natural hattrick"! Dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Gäste durch einen Alleingang von TEV-Verteidiger Max Cousins folgte in der 19.Minute das 4:2 durch Jeff White.

Ging es im ersten Drittel noch munter hin und her, flachte die Partie im Mittelabschnitt ab. Freiburg hatte das Spiel zwar im Griff, allerdings lief auch bei den Gastgebern noch nicht alles rund. Unterhaltsam wurde es wieder in der 33. und 36.Minute. Zunächst erhöhte Jeff White auf 5:2 - dabei hatte der kanadische Wölfe-Verteidiger genügend Zeit, um mit TEV-Goalie Marc-Anthony Franco Katz und Maus zu spielen und die Scheibe letzten Endes cool mit der Rückhand einzuschieben. Und als Freiburg wenig später in Unterzahl agieren musste, waren sich Franco und sein Verteidiger Ronny Martin hinter dem eigenen Tor uneins über die Scheibenkontrolle und Josef Kottmair bedankte sich mit dem 6:2.

Die Partie war somit längst entschieden und für die Gastgeber traf Milan Liebsch in der 48.Minute noch zum 7:2. Der letzte Treffer der Partie war schließlich Miesbach vorbehalten. Einen Fehler im Aufbau der Wölfe nutzte Florian Curth zum 7:3 Endstand. In den letzten 7:35 Minuten durfte bei Freiburg Backup-Goalie Christoph Mathis zwischen den Pfosten ran. Die Wölfe Freiburg haben sich verdientermaßen drei Punkte gesichert, die unter der Kategorie "Pflichtsieg" zu verbuchen sind. Das nächste Heimspiel steht für Freiburg bereits am Mittwoch gegen die Eisbären Juniors Berlin auf dem Programm (Spielbeginn 20 Uhr).


Trainerstimmen

Ludvik Kopecky: "Ich habe zum Spiel eigentlich nicht so viel zu sagen. Wir haben das erste Tor geschossen, das passiert nicht allzu oft bei uns. Ich bin erst vierzehn Tage bei der Mannschaft und wenn man in den letzten Spielen immer in den ersten Minuten gleich 0:1 hinten liegt, ist das schwierig. Die Mannschaft ist eigentlich nicht so schlecht, wie es die Tabelle derzeit aussagt. Wenn wir an einem Wochenende 14 Tore kassieren, bedeutet das viel Arbeit für uns im defensiven Bereich. Drei Spieler - praktisch eine ganze Sturmreihe - ist verletzt und der Druck für die Spieler, die spielen, ist nicht da. Ich kann Freiburg nur zum Sieg und den drei Punkten gratulieren. Wir müssen weiter arbeiten."

Peter Salmik: "Das war unser wichtigstes Heimspiel, wie ich finde. Die Jungs haben sehr nervös angefangen, lagen gleich 0:1 zurück. Wir sind ins Spiel zurückgekommen und haben ein paar Tore geschossen. Unterm Strich muss man sagen, es war einfach ein Arbeitssieg. Es gibt noch viel zu tun, das sieht jeder, der sich ein bißchen mit Eishockey auskennt. Das Wichtigste war, dass wir heute einige Tore geschossen haben, dass die Jungs das Tor wieder gefunden haben. Wir müssen jetzt einfach mal schauen, was nächste Woche passiert."

Personal
Im Lazarett der Wölfe befinden sich derzeit noch Torhüter Benjamin Dirksen (Zerrung), der von Christoph Mathis vertreten wurde, und Chris Billich (Handverletzung). Förderlizenz-Verteidiger Markus Koch wird derzeit bei seinem Stammverein Schwenningen benötigt, da den Zweitligisten Verletzungssorgen in der Defensive plagen. Insgesamt standen 18 Spieler bei Freiburg auf dem Spielberichtsbogen - die Nachwuchsspieler konnten nicht mitwirken, da sie am Sonntagmittag bereits die Partie gegen Bad Tölz in der Junioren-Bundesliga zu absolvieren hatten (5:3 Erfolg des EHC über die "kleinen" Löwen).

Kurvengeflüster
Für TEV-Stürmer Philip Rießle war die Partie in Freiburg eine Rückkehr in seine Heimat. Bis zum Sommer spielte der 19jährige für den EHC, ehe er sich dem Ligakonkurrenten aus Miesbach anschloss. In der vergangenen Spielzeit durfte Rießle dreimal in die Oberliga hineinschnuppern, beim TEV schaffte er es inzwischen in die erste Reihe zu den beiden Nordamerikanern Neundorfer und di Ubaldo.


Statistik:

Wölfe Freiburg - TEV Miesbach 7:3 (4:2, 2:0, 1:1)

0:1 (00:57) Neundorfer (di Ubaldo, Cousins) 5-4
1:1 (01:44) Mares (Herman, White) 5-4
2:1 (06:13) Mares (Karhula)
3:1 (07:58) Mares (Karhula, Wittfoth)
3:2 (16:22) Cousins
4:2 (18:30) White (Karhula, Mares)
5:2 (32:15) White (Mares, Kottmair)
6:2 (35:33) Kottmair 4-5
7:2 (47:27) Liebsch (Mares, Karhula)
7:3 (56:35) Curth (Veicht)

Strafen: Freiburg 8 - Miesbach 12
Schiedsrichter: Maximilian Plitz (Ottobrunn)
Zuschauer: 1205

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