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15.11.2020

Wölfe gewinnen in Bietigheim

Der EHC Freiburg gewinnt am 4. Spieltag bei den Bietigheim Steelers mit 3-4 Toren im Penaltyschießen

Head-to-Head
Im direkten Vergleich zwischen dem EHC Freiburg und den Bietigheim Steelers gibt es keinen klaren Favoriten. In bisher 21 Aufeinandertreffen in der DEL2 ging jede Mannschaft mit 10 Siegen nach 60 Minuten vom Eis. Die bis heute einzige Partie, die erst in der Overtime entschieden wurde, gewannen die Wölfe mit 4-5 am 26.12.2017 im Ellental. In der vergangenen Saison konnten die Wölfe drei von vier Spielen für sich entscheiden.

Das Personal
Peter Russell fehlten weiterhin die angeschlagenen Cam Spiro und der verletzte Christoph Kiefersauer. Die einzige Veränderung lag in der nominellen Reihenfolge der Sturmreihen: Die bislang sehr auffällige Sturmreihe um Wittfoth, Ustorf und Danner bildete die nominell zweite Sturmreihe; während Allen, Hult und Billich „nur“ in der dritten Reihe zu finden waren.

Der Spielverlauf
Knapp 5 Minuten waren gespielt, da sorgte ein satter Bietigheimer Schuss für eine Schrecksekunde: Ben Meisner hatte beim Abwehrversuch den Schläger verloren, blieb in der anschließenden Druckphase der Steelers ruhig und konnte den nächsten Schuss auch ohne Schläger sicher fangen. Nachdem diese erste Phase überstanden war, sollten die Wölfe das Momentum auf ihrer Seite haben. In der 10. Spielminute traf Chris Billich nach Vorarbeit von Alexander Brückmann und Andreé Hult für die Freiburger Führung.  Nur knapp drei Minuten später sorgte eine Strafzeit für Unterzahl der Wölfe, die in dieser Zeit gewohnt bissig das eigene Tor verteidigten, bis Riley Sheen 5 Sekunden vor Ablauf der Strafzeit zum Ausgleich traf.

Der zweite Spielabschnitt begann für die Wölfe mit einem frühen Powerplay in der 22. Minute. Nach Bullygewinn hat man schnell in die Aufstellung gefunden und nach nur 21 Sekunden sorgte Nick Pageau mit einem gezielten Schlagschuss aus halblinker Position für die erneute Führung der Wölfe. Ein Spiegelbild dieser Szene bot sich jedoch nur wenige Augenblicke später, als Bietigheims Max Renner aus ähnlicher Position den Puck im Tor von Ben Meisner unterbringen konnte. Das Spiel nahm nun noch mehr an Geschwindigkeit zu, die Chancen häuften sich. Nach gut 18 Minuten sorgte Andreé Hult mit einem Schuss nach sehenswerter Vorarbeit von Alexander Brückmann für die bis dato verdiente 3-2 Pausenführung.

Im Schlussabschnitt lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Ex-Freiburger Jimmy Hertel im Kasten der Steelers und Ben Meisner auf Freiburger Seite hatten alle Hände voll zu tun und brachten ihre Gegenüber immer wieder zur Verzweiflung. Die größte Chance für den EHC hatte Scott Allen, der zunächst einen Bietigheimer Aufbaupass abfangen konnte, dann aber an Hertel scheiterte. Auf der Gegenseite fand Matt McKnight in der 57. Minute ein Mittel gegen Meisner um den dreimaligen Ausgleich herzustellen. Nur wenige Augenblicke später hielt Meisner mit einer Glanztat gegen Yannick Wenzel das Unentschieden in der regulären Spielzeit fest.
In der Overtime waren die Bietigheimer zwar dem Entscheidungstreffer näher, die Entscheidung folgte dennoch erst im Penaltyschießen. Hier parierte Ben Meisner beide Versuche der Steelers, während bei den Wölfen Skyler McKenzie und Simon Danner mit ihren Toren dafür sorgten, dass der Zusatzpunkt in den Breisgau wandert.

Stimmen zum Spiel
Peter Russel: „Wir haben gut gespielt und ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Mannschaftsleistung. Bietigheim hat viel Druck gemacht, aber wir haben gut dagegen anhalten können. Das Powerplay war heute genauso gut wie unser Forechecking und das Unterzahlspiel. Ich bin mit der heutigen Leistung zufrieden und hoffe, dass wir diese Leistung noch öfter abrufen können.“

Daniel Naud: „Ich glaube das erste Drittel war das einzige ausgeglichene Drittel, die anderen 40 Minuten haben wir besser gespielt und ein klares Chancenplus gehabt. Freiburg ist eine Mannschaft, die Defensiv sehr gut steht und man nicht leicht durchkommt. Freiburg spielt Clever und braucht nicht viele Chancen, am Ende haben wir zwei entscheidende Fehler zu viel gemacht.“

So geht’s weiter
Am kommenden Freitag, den 20. November 2020, um 19:30 Uhr empfangen die Wölfe Freiburg den ESV Kaufbeuren. Die Allgäuer mussten ihr Spiel bei den Heilbronner Falken aufgrund eines positiven SARS-CoV2-Befunds im Schnelltest absagen. Auch dieses Spiel wird aufgrund der aktuellen Situation ohne Zuschauer stattfinden, die Live-Übertragung gibt es wie gewohnt bei SpradeTV


Tore:
0-1 (09:51) Chris Billich (Andreé Hult, Alexander Brückmann)
1-1 (14:45) Riley Sheen (Tim Schüle) – PP1
1-2 (21:35) Nick Pageau (Chris Billich) – PP1
2-2 (25:44) Max Renner (Benjamin Zientek, René Schoofs)
2-3 (28:03) Andreé Hult
3-3 (56:20) Matt McKnight (Riley Sheen, Max Renner)
3-4 (65:00) Skyler McKenzie GWS

Strafminuten: Freiburg  3-6, Bietigheim 4-8
Überzahl: Freiburg 1-3, Bietigheim 1-2
Schiedsrichter: Robert Paule, Daniel Kannengießer / Christoph Jürgens, Soeren Kriebel

Aufstellung EHC Freiburg:
Meisner (Benzing)
Linsenmaier, McKenzie, George / Brückmann, Kurz
Wittfoth, Ustorf, Danner / Neher, Kaisler
Billich, Allen, Hult / Spornberger, Pageau
Saakyan, Ludin, Del Monte

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