29.12.2010

Wölfe desolat - 1:5 Niederlage gegen Bietigheim

(wo) Die Wölfe Freiburg finden weiterhin keinen Weg aus ihrer Krise: Am Dienstagabend musste man sich dem direkten Konkurrenten Bietigheim mit 1:5 geschlagen geben. Die bittere Erkenntnis: Diese Niederlage war nach einem desolaten Auftritt absolut verdient. Während die Steelers in der Tabelle an den Wölfen vorbeigezogen sind, lastet auf den Freiburger Schultern die Negativbilanz von nunmehr 13 Niederlagen aus 14 Spielen.

Es war ein klassisches Kellerduell auf niedrigem Niveau - mit der Ausnahme, dass die Wölfe zu wenig kämpferischen Einsatz in die Waagschale warfen, um die spielerischen Probleme aufzuwiegen. Die Fehlerquote im Spiel der Hausherren war eklatant hoch gewesen, einfache Pässe kamen nicht an und die Verantwortung wurde immer wieder weitergeschoben. Einerseits zeigten die Wölfe in einigen Situationen den nötigen Körpereinsatz, andererseits fehlte dann wieder zu oft der nötige Biss in den Zweikämpfen.

Bereits nach 83 Sekunden fingen sich die Hausherren überflüssig den ersten Gegentreffer ein. Und als Artjom Kostyrev in der achten Minute seinen ersten Treffer für Freiburg erzielen konnte, brachten sich die Wölfe mit schwachem Abwehrverhalten sogleich wieder um den ausgeglichenen Spielstand. Nur 39 Sekunden nach dem 1:1 waren die Steelers wieder in Führung gegangen. Das Freiburger Powerplay kam praktisch nicht zur Geltung. Fand man einmal in die Formation, mangelte es am schnellen Pass- und Laufspiel, stattdessen wurde die Scheibe zu lange gehalten.

Besser machten es die Gäste aus dem Ellental im zweiten Abschnitt, als Pascal Schoofs nach 31 Minuten den Bietigheimer Vorsprung ausbauen konnte. Ein Schuss Tragik begleitete diesen Treffer: Die Wölfe hatten in Unterzahl einen Angriff gefahren, vergaben ihre Chance - und rannten dadurch in einen Konter, welchen die Steelers problemlos verwerteten. Als kurz vor der Pause auch noch das 1:4 folgte, war die Vorentscheidung gefallen. Die Steelers brauchten im Schlussdrittel ein Powerplay und zweieinhalb Minuten, um mit dem 1:5 die letzten Zweifel am Sieg im "Sechs-Punkte-Spiel" zu beseitigen. Ein Aufbäumen der Wölfe war kaum zu vernehmen - die badischen Puckjäger hatten den Kampf an diesem Abend schlichtweg nicht entschieden angenommen.

So bleibt als Lichtblick der Einsatz der vierten Reihe: Die Nachwuchsformation um Nikolas Linsenmaier, Steven Billich und Mike Soccio lieferte eine gute Leistung ab und konnte sogar ein paar kleine Chancen sowie zwei Strafen herausholen. Daher wurde das junge Trio auch von der Kritik von Interimstrainer Peter Salmik verschont, während er deutliche Worte an die Leistungsträger fand. Am Donnerstag steht bereits das nächste Spiel auf dem Plan: Das Derby in Schwenningen. Dabei geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um die Ehre der Freiburger Eishockeyseele ...


Statistik

Wölfe Freiburg - Bietigheim Steelers 1:5 (1:2, 0:2, 0:1)

0:1 (01:23) Herm (Wittfoth, Schrimpf)
1:1 (07:04) Kostyrev (Danner, Billich)
1:2 (07:43) R.Schoofs
1:3 (30:56) P.Schoofs (Latendresse, Kaufmann) 5-4
1:4 (38:07) Herm (Wittfoth, Calovi)
1:5 (42:34) Serikow (Geipel, R.Schoofs) 5-4

Strafen: Freiburg 12 + 10 (Gogulla) - Bietigheim 12
Schiedsrichter: Florian Zehetleitner (EC Oberstdorf)
Zuschauer: 1307

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