22.12.2005

Wölfe besiegen Wolfsburg bei Khaidarov-Jubiläum

Die Wölfe Freiburg haben in einer über weite Strecken offenen Partie den Tabellennachbar aus Wolfsburg mit 5:2 besiegt. Wölfe-Coach Peter Obresa musste zwar weiterhin auf Weixler und S.Schröder verzichten, dafür standen Rautert und S.Danner wieder im Wölfe-Kader, zudem absolvierte David Danner sein erstes Saisonspiel für Freiburg. Alle drei Akteure waren tags zuvor noch in der DEL aktiv.

Ehe die Partie angepfiffen wurde, stand ein verdienter Spieler der aktuellen Wölfe-Mannschaft im Mittelpunkt: Ravil Khaidarov absolvierte heute abend sein 500.Pflichtspiel für Freiburg und wurde hierfür unter Standing Ovations vom Verein geehrt, auch die Wölfe-Fans huldigten dem Jubilar mit einer Choreographie. Darüber hinaus lief er im ersten Drittel mit einem eigens angefertigen Trikot mit der Nummer 500 auf.

Die Partie begann mit guten Offensivaktionen auf beiden Seiten, das erste Tor konnten die Gastgeber erzielen. In Überzahl marschierte Rautert über den Flügel auf das Wolfsburger Tor zu, scheiterte zwar an Gäste-Keeper Rogles, jedoch stand Tim Smith goldrichtig und verwertete den Nachschuss. In der Folgezeit hatten die Wölfe die besseren Chancen, gerade im Überzahlspiel wussten die Gastgeber zu gefallen. Einen weiteren Treffer allerdings konnten sie nicht mehr erzielen und so ging es mit einem 1:0 in die erste Pause.

Freiburg startete mit einem Mann mehr in den Mittelabschnitt, Profit daraus schlagen konnten jedoch die Gäste. Einen Unterzahl-Konter schloss Delisle zielgenau ab und erzielte den Ausgleich. Die Wölfe kamen auch in den nächsten Minuten nur schwer in Fahrt, das im ersten Drittel noch gute Powerplay gestaltete sich nun dürftig. Als zum zweiten Mal ein Wölfe-Spieler auf der Strafbank Platz nehmen musste, schlug der DEL-Absteiger zu. Einen verunglückten Schuss von Fibiger lenkte Zurek an den Innenpfosten ab und die Gäste lagen in Führung. Die Antwort der Wölfe kam postwendend. Der Wolfsburger Kurtz sass auf der Strafbank und diesmal wurde die Überzahlsituation genutzt. Tim Smith spielte einen feinen Querpass zu Rudolf Wolf, welcher ungehindert zum 2:2 einnetzen konnte. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die zweite Drittelpause.

Zu Beginn des Schlussabschnitts hatte Freiburg die Möglichkeit, bei doppelter Überzahl in Führung zu gehen, die Wolfsburger Kosick und Simon hatten sich kurz vor der Pause noch Strafen eingehandelt. Anders als noch im zweiten Drittel verwerteten die Wölfe die sich ihnen bietende Chance: St.Croix gelang mit einer Direktabnahme die erneute Führung für die Gastgeber. Eine Viertelstunde vor Ende der Partie hätte Bartosch nach einem tollen Solo beinahe für die Vorentscheidung gesorgt, allerdings verfehlte er das Tor nur um Haaresbreite. So hatten die Wölfe einem Ansturm der Gäste Stand zu halten, dank guter Paraden von Bronsard und resoluter Abwehrarbeit bewahrte Freiburg seinen Vorsprung. Diesen bauten die Mannen von Trainer Obresa sieben Minuten vor Spielende auf zwei Tore aus. In Überzahl blieb ein Schuss von Descoteaux im Slot hängen, Markus Schröder reagierte blitzschnell und brachte die Scheibe im gegnerischen Gehäuse unter. Abermals setzte Wolfsburg zu einem Sturmlauf an und erneut war es Wölfe-Goalie Christian Bronsard, der die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung brachte. Als die Freiburger Strafbank drei Minuten vor Ende besetzt war, unternahmen die Gäste den letzten Anlauf, das Spiel noch zu auszugleichen. Knapp 120 Sekunden waren noch zu spielen, als Gäste-Trainer Leslie seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, 50 Sekunden später markierte Neville Rautert mit einem Empty-Net-Goal den 5:2 Endstand und krönte damit seine einmal mehr überzeugende Leistung.

Freiburg war in der Chancenverwertung effektiver, nutzte die sich bietenden Überzahlmöglichkeiten und spielte diszipliniert, während sich Wolfsburg mit einigen unnötigen Fouls selbst schwächte. Wolfsburgs Coach Bob Leslie sah in Christian Bronsard, der mehrere Glanzparaden zeigte, einen Garanten für den Wölfe-Sieg. Für Wölfe-Trainer Peter Obresa war auch der Einsatz der Danner-Brüder ein wichtiger Faktor, da diese dem zuletzt kleinen Wölfe-Kader wieder die nötige Tiefe gaben. Zudem zeigte er sich mit dem Überzahlspiel seiner Akteure zufrieden, allen voran die Qualität der Schüsse von der blauen Linie sei ein entscheidender Faktor für die gute Powerplayquote gewesen, so Obresa nach dem Spiel. Mit Weihnachtsgrüssen an Fans, Helfer und Sponsoren liess der Wölfe-Trainer die Pressekonferenz dann enden.

Verteidiger David Danner wird dem EHC voraussichtlich auch in den weiteren Dezember-Spielen zur Verfügung stehen. Von den Frankfurter Förderlizenzspielern Simon Danner und Neville Rautert wird auf jeden Fall stets einer der beiden für Freiburg auflaufen.

Die Wölfe rangieren weiterhin auf dem 9.Platz, können aber am Freitag in der Auswärtspartie beim Tabellenachten, dem ESV Kaufbeuren, wieder den Sprung in die Playoff-Plätze schaffen. Am 2.Weihnachtsfeiertag gastieren die Wölfe in Bietigheim, am 28.12. empfangen sie dann den REV Bremerhaven in der Franz-Siegel-Halle (Spielbeginn: 20 Uhr).


Statistik:

Wölfe Freiburg - Grizzly Adams Wolfsburg 5:2 (1:0, 1:2, 3:0)

1:0 (09:28) T.Smith (Rautert) 5-4
1:1 (20:55) Delisle (Brüggemann, Simon) 4-5
1:2 (32:01) Zurek (Fibiger, A.Geisberger) 5-4
2:2 (33:19) Wolf (T.Smith, Fox) 5-4
3:2 (41:05) St.Croix (Descoteaux, T.Smith) 5-3
4:2 (53:53) M.Schröder (T.Smith, Descoteaux) 5-4
5:2 (58:54) Rautert 4-6

Zuschauer: 1241
Strafen: Freiburg 8 - Wolfsburg 18
Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen)

Spieler des Abends: Tim Smith

Alle Ergebnisse:

Tölzer Löwen - Schwenninger Wild Wings 3:6
Landshut Cannibals - Dresdner Eislöwen 4:5
Moskitos Essen - REV Bremerhaven 2:4
Eisbären Regensburg - SC Bietigheim-Bissingen 3:4 n.V.
Straubing Tigers - EHC München 0:1
Lausitzer Füchse - ESV Kaufbeuren 1:5
Wölfe Freiburg - Grizzly Adams Wolfsburg 5:2

Zurück

Nächstes Heimspiel:

13.08.2024 -
EHC Freiburg Logo
VS
unbekannt Logo