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01.04.2023

Verdienter Heimsieg gegen starke Krefelder Pinguine

Am Dienstagabend traf der EHC auf die Krefelder Pinguine und siegte im ersten Spiel des Jahres 2023 nach 1-2 Rückstand verdient mit 4-2 vor 2302 Zuschauern

Im Vorfeld der Partie gegen den letztjährigen PENNY DEL-Absteiger kommunizierte der EHC zwei wichtige Personalien: So hat Martin Réway die Wölfe am vergangenen Sonntag gen Slowakei verlassen. Hingegen hat Verteidiger Calvin Pokorny – wie kürzlich Shawn O’Donnell (bis 2024/25) – seinen Vertrag für die kommende Spielzeit wenige Stunden vor Spielbeginn erfreulicherweise vorzeitig verlängert. Im Spiel gegen die Pinguine musste das Wölfe-Rudel ohne die angeschlagenen Luca Trinkberger, Hagen Kaisler, Marc Wittfoth und Kyle Sonnenburg auskommen.

1. Drittel: EHC trifft im Powerplay, Krefeld kommt spät zum Ausgleich
Robert Hoffmann hatte vor der Partie angekündigt, daß es gelte, „vor dem eigenen Haus“ besser aufzuräumen. Und seine Mannschaft befolgte die Forderung in den ersten zwanzig Minuten nahezu perfekt. Da die EHC-Defensive die Krefelder Angreifer entweder in der Peripherie halten konnte oder Angriffsansätze umgehend unterband und zum Gegenangriff startete, gelang es dem hoch gehandelten DEL-Absteiger (fast) nicht, nennenswerte Druckphasen zu kreieren. Bis 30 Sekunden vor Drittelende Goldhelm Marcel Müller seine individuelle Klasse zeigte und einen feinen Querpass auf Tom-Eric Bappert spielte, der ins leere Tor vollenden konnte. Vorangegangen war eine gute halbe Minute Krefelder Dauerdruck auf das von Patrik Cerveny erneut gehütete Tor. In den ersten 19 Spielminuten waren aber die Wölfe Herr im Hause. Zahlreiche Chancen erspielte sich das Team durch großen läuferischen Aufwand und Einsatz entweder im Powerplay – Kael Mouillierat fand sich gleich zwei Mal auf der Strafbank wieder – oder durch Turnover oder dank schnellem Umschaltspiel. Die Führung erzielte das statistisch drittbeste Powerplay der Liga in Person von Niko Linsenmaier in der 8. Spielminute. Sein präziser Handgelenkschuss fand den Weg ins Krefelder Tor, welches vom starken, 18-jährigen Nachwuchsgoalie Matthias Bittner gehütet wurde. Selbiger hatte keine Chance, da ihm die Sicht durch Krefelder Verteidiger sowie Christoph Kiefersauer und Kevin Orendorz verstellt war.

2. Drittel: Krefeld überlegen und geht in Führung, Makuzki gleicht aus
Weiterhin laufintensiv aber eher chancenarm startete das zweite Drittel. Beide Teams neutralisierten sich großteils in der Offensive. Nach etwa fünf Minuten erkämpften sich die Gäste vom Niederrhein ein optisches Übergewicht und beschäftigten die Wölfe nun mehr in der Defensive. Dies verstärkte sich dank der ersten Freiburger Strafe des Matchs. Um ein Haar wäre dem EHC in Unterzahl gar die Führung geglückt. Bittner war nach einer Freiburger Befreiung aus dem Tor geeilt und spielte einen Querpass vor das eigene Tor, den Shawn O’Donnell mittels Hechtsprung zu erreichen versuchte. Dies gelang auch, allerdings brachte er nicht genug Druck hinter die Scheibe um selbige ins Krefelder Tor abzulenken. Äußerst unglücklich gelang den Gästen dann aber doch der Führungstreffer mit Ablauf der Strafe. Ein abgefälschter Schuss von Lewandowski überraschte Patrik Cerveny (31.). In der Folge berappelte sich der EHC und es entwickelte sich nun ein munterer Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Bei angezeigter Krefelder Strafe war es schließlich David Makuzki, dem mit seinem zweiten Saisontreffer der Ausgleich gelang. Michael-James Parapvessis täuschte einen Torschuss an, legte quer und Makuzki vollendete per Direktschuss humorlos und sehenswert (34.). 27 Sekunden vor Drittelende bekamen sich noch Borzecki und Calvin Pokorny in die Haare und bekamen jeweils zwei Strafminuten aufgebrummt.

3. Drittel: Immo bricht den Bann im Powerplay
Die ersten zehn Minuten des letzten Drittels schlossen dort an, wo die ersten vierzig Minuten geendet hatten: Mit intensivem, laufstarkem und kämpferischem Eishockey. Chancen auf beiden Seiten brachten zunächst nichts ein. In der 51. Spielminute zog Krefeld eine weitere Strafzeit. Und der EHC nutzte die Gunst der Stunde spielentscheidend. Ein schnell und schnörkellos vorgetragener Angriff nutzte Tor Immo nach Traumpass von Shawn O’Donnell im Slot zum „Game Winning Goal“ in der 52 Spielminute. Entscheidend beteilgt war Youngster Lennart Otten: Erst gewann er das Bully, dann setzte er O’Donnell in Szene, der Immo final bediente. Zwar versuchte Krefeld nochmals eine Schippe draufzulegen, allerdings ließen die Wölfe-Cracks nicht mehr viel zu. Im Gegenteil: 98 Sekunden vor Schluss nahm Pinguine-Trainer Boris Blank Matthias Bittner zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Nur 18 Sekunden später entschied Kevin Orendorz die Partie mittels Empty-Net-Tor.
Fazit: Defensiv stabil, in Überzahl bissig
Ein intensives, überwiegend ausgeglichenes Eishockeyspiel entschied der EHC dank großem läuferischem Aufwand, Einsatzbereitschaft und zweier Powerplaytore für sich. Eine solide Defensivleistung bereitete den Weg, im letzten Drittel in Überzahl entscheidend zuzuschlagen.

Tore:
1:0 (07:50) Linsemaier (Cressey) – PP1
1:1 (19:30) Bappert (Müller, Mouillierat)
1:2 (30:12) Lewandowski (Niederberger, Söll) – PP1
2:2 (24:18) Makuzki (Prapavessis, Cressey)
3:2 (51:21) Immo (De Los Rios, O‘Donnell) – PP1
4:2 (58:40) Orendorz (Pokorny) - EN

Schüsse: Freiburg 30 (10/9/11), Krefeld 28 (10/10/8)
Strafen/Strafminuten: Freiburg 2-4, Krefeld 6-12
Überzahleffizienz: Freiburg 2-4, Krefeld 1-1
Schiedsrichter: Sascha Westrich, Bastian Haupt / Norbert van der Heyd, Michael SAuer
Zuschauer: 2.302

Aufstellung:
Cerveny (Salmik)
Immo, Linsenmaier, Billich / De Los Rios, Pokorny
Orendorz, Cressey, Makuzki / Danner, Neher
Kiefersauer, O’Donnell, Hon / Prapavessis, Hochreither
Feist, Otten, Bongers

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