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04.01.2021

Überzeugender Auswärtssieg in Dresden

Die Wölfe besiegten die Dresdner Eislöwen am Gründonnerstagabend völlig verdient und ungefährdet mit 4:1

Zum Auftakt der Eishockey-Oster-Festspiele traten die Wölfe am Donnerstag zum Auswärtsspiel in Sachsen bei den Dresdner Eislöwen an. In die Mannschaft zurückgekehrt ist Goalie Ben Meisner, welcher von Beginn an spielte, sowie Jung-Verteidiger Maxim Rausch.

Das erste Drittel: Das Powerplay macht den Unterschied
Im Gegensatz zum Spiel am vergangenen Sonntag in Bad Tölz waren die Wölfe diesmal von Beginn an voll da. Sie erspielten sich in den ersten Minuten ein deutliches Übergewicht und verbrachten deutlich mehr Zeit im gegnerischen Angriffsdrittel als im eigenen Verteidigungsdrittel. Allerdings kamen sie nicht zu nenneswerten Torchancen, da es den Eislöwen gleichzeitig gelang, die Wölfe aus der gefährlichen Zone fernzuhalten. Die erste Strafe des Spiel gegen Freiburgs Hagen Kaisler (2+2 wegen hohem Stock in der 5. Spielminute) ermöglichte es den Hausherren schlußendlich in der Partie anzukommen und Ihrerseits gefährlich zu werden. Mehr als ein Pfostenschuss durch Heard und ein, zwei gute Aktionen sprangen dabei aber nicht heraus. Was Dresden nicht gelang machte die zweite Powerplayformation der Wölfe angeführt von Simon Danner gut eine Minute vor Drittelende besser: Sie trafen in ihrem ersten Powerplay des Spiels. Cam Spiro schoss von der blauen Linie aufs lange Eck, Eislöwen-Goalie Vieregge konnte nur mit der Schiene zur Seite abwehren. Die Scheibe landete genau auf dem Schläger des bestens postierten Chad Bassen, der keine Mühe hatte sein bereits zwanzigstes Saisontor zu erzielen. In Summe eine nicht unverdiente Freiburger Führung nach zwanzig Minuten.

Das zweite Drittel: Ausgeglicheneres Spiel aber Freiburg trifft zwei Mal zur Vorentscheidung
Diesmal kamen Die Dresdner Eislöwen mit reichlich Dampf aus der Kabine und konnten die Partie nun offener gestalten. In der 22. Spielminute schlugen die Hausherren in Person von Toni Ritter eiskalt zurück und glichen aus. Ritter kam mit viel Geschwindigkeit in die Freiburger Zone, hielt Ausschau nach einem mitgelaufenen Dresdner, schloss aber selbst blitzschnell mit einem „no-look“-Schuss ab. Die Scheibe schlug durch die Beine von Ben Meisner ein. Nach 27. Minuten bot sich den Wölfen eine gute Gelegenheit wieder in Führung zu gehen, da Arne Uplegger zwei Minuten wegen Haken auf die Sünderbank musste. Der Dresdner Verteidiger zog eine laut Eishockey-Jargon „gute Strafe“, da er Cam Spiro in allerletzter Sekunde am Abschluss gehindert und damit das 1-2 aus Dresdner Sicht verhindert hatte. Anders als im ersten Drittel bestraften die Wölfe die Eislöwen dieses Mal nicht in Überzahl. Durchaus glücklich, wenn auch hart erarbeitet, kam dann doch die Freiburger Führung in der 32. Spielminute zu Stande. Dresdens Goalie Vieregge hatte einen Pass von George in den Slot bereits geklärt, fälschte die Scheibe aber ausgerechnet auf die Kelle von Kiefersauer ab, der im Drehen aus spitzem Winkel per Kullerschuss vollendete. Kurz vor Drittelende legten die Wölfe sogar noch das 1-3 nach. Eine schnelle Angriffsauslösung und Überbrückung der neutralen Zone führte zu einem 3 auf 2 Angriff. Hult passte präzise auf Allen, der humorlos per Handgelenkschuss in die kurze Ecke traf.

Das dritte Drittel: Freiburg verwaltet souverän
Die ersten Minuten des ersten Drittels dominierte Freiburg, die Anfangsphase des zweiten Abschnitts Dresden. Nun war wieder der EHC an der Reihe: Scott Allen traf in der 41. Minute nach tollem Querpass von Andrée Hult mit einem präzisen Schuss in den Winkel und stellte somit mit seinem zweiten Tor an diesem Abend schon früh den Endstand her, wie sich herausstellen sollte. In der Folge verwalteten die Wölfe diese Führung souverän und hatten ihrerseits noch die eine oder andere gute Torchance. So scheiterten beispielsweise George mit einem Bauerntrick knapp – die Scheibe rutschte parallel zur Torlinie bis Goalie Vieregge sie unter sich begraben konnte - und auch Scott Allen hätte in der 57. Minute einen Hattrick schnüren können. Die endgültige Entscheidung fiel wohl in der 58. Minute. Nicht, daß die Freiburger einen weiteren Treffer erzielten. Quasi das Gegenteil war der Fall: Ben Meisner packte seinen besten Save des Abends aus. Aus der Nahdistanz zog Scharfschütze Roope Ranta per Direktabnahme ab, Meisner wehrte mit der rechten Schiene sehr sehenswert ab. Die Eislöwen ergaben sich nun ihrem Schicksal. So liefen die letzten Minuten recht ereignislos herunter.

Fazit:
Eine äußerst kompakte, konzentrierte, disziplinierte, aggressive und konstante Defensivleistung aller Spieler über 60 Minuten war die Basis für diesen souveränen, nie gefährdeten Auswärtssieg. In der Offensive überzeugten die Wölfe mit ihrer Effizienz. Es war freilich kein spekatuläres Spiel, aber ein Spiel, das von Freiburg jederzeit kontrolliert und somit vollauf verdient gewonnen wurde.

Strafminuten: Dresden 4, Freiburg 4
Überzahl-Effizienz: Dresden 0-2, Freiburg 1-2
Schüsse: Dresden 26 (9/8/9), Freiburg 25 (6/10/9),
Schiedsrichter: Stephan Bauer, Daniel Ratz / Kenneth Englisch, Jan-Christian Müller
Zuschauer: 0

Aufstellung:
Meisner (Salvarani)
Allen, Hult, Billich / Spornberger, Pageau
George, Tschwanow, Spiro / Brückmann, Kurz
Kiefersauer, Bassen, Saakyan / Neher, Kaisler
Ustorf, Danner, Wittfoth / Rausch

Foto: Claudia Bergs

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