27.11.2007

Siegesserie geht weiter - Wölfe schlagen Dresden 6:3

Die Wölfe Freiburg haben ihren vierten Sieg in Folge eingefahren und Zweitliga-Absteiger Dresden mit 6:3 besiegt. Vor 1.200 Zuschauern in der Franz-Siegel-Halle schossen die Wölfe bereits nach 21 Minuten einen 4:0-Vorsprung gegen den Tabellenführer der Gruppe Nord heraus. Zwar kamen die Eislöwen noch einmal auf 4:3 heran, doch dann machte Freiburg alles klar und sicherte sich verdiente drei Punkte. Durch den Erfolg rückten die Wölfe auf den vierten Platz in der Süd-Gruppe vor.

Es war eine Partie auf hohem Niveau, in der beide Teams weitestgehend auf Augenhöhe agierten. Dresden überzeugte immer wieder durch schöne Kombinationen und stellte unter Beweis, warum die Mannschaft als Top-Favorit auf den Aufstieg gilt. Freiburg wiederum konnte mit den Sachsen problemlos mithalten und war unterm Strich auch die etwas bessere Mannschaft an diesem Abend.

In den ersten fünf Minuten hatten die Gäste drei hochkarätige Chancen, die jedoch allesamt von Wölfe-Goalie Ronny Glaser zunichte gemacht wurden. Auf der Gegenseite kratzten die Eislöwen einen Schuss von Tom Herman gerade noch von der Linie. Als sich für die Wölfe in der 8.Minute eine doppelte Überzahl ergab, fackelten sie nicht lange. Ganze fünf Sekunden dauerte es, bis Jeff White die Scheibe in den Winkel hämmerte und seine Mannschaft somit in Führung schoss. Es entwickelte sich eine offen Partie mit vielen Torchancen auf beiden Seiten.

In der 12.Minute schickte Jeff White mit einem Traumpass Petr Mares, der allein auf Eislöwen-Schlussmann Michal Marik zusteuern konnte. Und der Wölfe-Torjäger verwandelte eiskalt, indem er die Scheibe sehenswert in den Winkel hob. Drei Minuten später sorgte Milan Liebsch für das 3:0 für Freiburg und die Gastgeber verpassten gar noch den einen oder anderen weiteren Treffer. Den zweiten Abschnitt begannen die Wölfe mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Nach 38 Sekunden - kaum waren die Eislöwen wieder zu viert - versenkte Petr Mares einen Abpraller zum 4:0. Weiterhin bekamen die Zuschauer ein rasantes Spiel zu sehen und die etwa zehn mitgereisten Dresdner Fans durften in der 26.Minute erstmals jubeln. Die Wölfe hatten die Scheibe im eigenen Drittel verloren und Kevin Gardner überwand Glaser aus kurzer Distanz.

In der Folgezeit verlor die Partie zwar etwas an Niveau, dennoch hatten beide Torhüter ausreichend Beschäftigung. Ein Treffer sollte im zweiten Drittel allerdings nicht mehr fallen. Die letzten zwanzig Minuten sollten den Fans noch einmal reichlich Spannung und Tore bescheren. In der 50.Minute kamen die Eislöwen durch eine traumhafte Kombination auf 2:4 heran. Sikora hattte Gardner im Slot bedient und der Kanadier legte die Scheibe blind in seinen Rücken für Musial auf. Dieser hatte keine Probleme, diesen sehenswerten Spielzug erfolgreich ins leere Tor abzuschließen. Die Gäste verzeichneten kurz darauf einen Lattentreffer und kamen in der 53.Minute zum Anschlusstreffer. Michael Schmerda war geschickt worden und das Freiburger Eigengewächs ließ Glaser keine Chance.

Wölfe-Trainer Peter Salmik nahm umgehend eine Auszeit und die Wölfe versuchten, wieder das Kommando zu übernehmen. Freiburg ließ sich durch das Comeback der Gäste nicht beirren und setzte seinerseits zum entscheidenden Schlag an. In der 55.Minute erzwangen die Gastgeber das 5:3 und sorgten für die Vorentscheidung. Kucharcik hatte die Scheibe volley ins Eislöwen-Tor bugsiert. 71 Sekunden vor dem Ende setzte der tschechische Angreifer den Schlusspunkt in der tollen Partie. Mit einem Schlagschuss von der blauen Linie erzielte er das 6:3.

Auch wenn es eine über weite Strecken ausgeglichene Partie war, so gewann Freiburg verdient gegen das Spitzenteam von der Elbe. Die Wölfe zeigten sich vor dem Tor kaltschnäuziger und waren den entscheidenden Tick hungriger auf den Sieg. Einmal mehr waren auch die Special Teams hervorragend. So zählt das Dresdner Powerplay zu den besten der Liga, aber die Wölfe agierten in Unterzahl stark und ließen keinen Gegentreffer zu. Im Gegenzug gelang Freiburg gegen das effektivste Penalty Killing der Oberliga zweimal ein Überzahltreffer.

Der 6:3 Erfolg über Dresden war zugleich der sechste Heimsieg in Folge für die Wölfe, die unter Peter Salmik zu Hause noch ungeschlagen sind. Am Freitag steht bereits das nächste Heimspiel an. Zu Gast in der Franz-Siegel-Halle wird dann der EHC Thüringen sein, Spielbeginn ist um 20 Uhr.


Trainerstimmen

Marian Hurtik: "In den ersten zehn Minuten hatten wir sehr viele Chancen, die haben wir nicht genutzt und meist nur den Torhüter angeschossen. Dann wurden uns zwei doppelte Unterzahlsituationen beschert und dann war das Spiel praktisch entschieden. Wir sind dem Rückstand nachgelaufen und konnten bis auf 3:4 herankommen. Doch dann war es unser eigenes Unvermögen, durch das wir das Spiel verloren haben. Wir hätten vielleicht noch den Ausgleich machen können, aber von der Strafbank aus geht das eben nicht. Wir haben heute nicht so gut gespielt, Freiburg war besser und hat verdient gewonnen. Gratulation an die Wölfe und ich glaube, wir werden uns revanchieren, wenn Freiburg zu uns kommt."

Peter Salmik: "Wir haben heute unser bestes erstes Drittel gespielt und es 3:0 gewonnen. Natürlich muss ich meinem Kollegen Recht geben, dass Dresden in den ersten fünf Minuten zwei bis drei tausendprozentige Torchancen gehabt hat. Gleichzeitig möchte ich sagen, dass Ronny Glaser einen Sahnetag erwischt hat, ansonsten wäre das wahrscheinlich in die Hose gegangen. Im zweiten Drittel wollten wir das Ergebnis halten, haben aufgehört zu laufen und uns nicht mehr richtig bewegt. Das hat sich gerächt und die Eislöwen sind bis auf 4:3 herangekommen. Aber dann war Fortuna wieder auf unserer Seite und wir haben noch zwei Tore erzielt. Ich denke wir haben heute verdient gewonnen."

Personal
Da die 2.Bundesliga heute spielfrei hatte, konnte Förderlizenz-Verteidiger Markus Koch für Freiburg auflaufen. Während der Partie musste derweil Antti Karhula verletzt ausscheiden. Der finnische Spielmacher zog sich eine Adduktorenverletzung zu und konnte im letzten Drittel nicht mehr mitwirken.

Kurvengeflüster
Für Eislöwen-Coach Marian Hurtik ("Es ist schön, mal wieder zu Hause zu sein.") war es die Rückkehr zu seiner letzten Profi-Station. 1982/83 stürmte er für den ERC Freiburg und feierte den Aufstieg in die 1.Bundesliga. Danach hängte er seine Schlittschuhe an den Nagel und widmete sich seiner Trainerlaufbahn. Ebenfalls eine Rückkehr nach Freiburg gab es für Horst und Tomas Valasek, die der Breisgau-Metropole einen Besuch abstatteten. So kam es für viele zu einem freudigen Wiedersehen mit Vater Horst, einst in der DEL bei den Wölfen hinter der Bande, und Sohn Tomas, der als Spieler und als Nachwuchstrainer beim EHC aktiv war.


Statistik:

Wölfe Freiburg - Dresdner Eislöwen 6:3 (3:0, 1:1, 2:2)

1:0 (07:50) White (Kottmair, Kucharcik) 5-3
2:0 (11:03) Mares (White, Kottmair)
3:0 (14:05) Liebsch (Zappe, Wittfoth)
4:0 (20:38) Mares (Kottmair, Kucharcik) 5-4
4:1 (25:47) Gardner (Sikora, Lundmark)
4:2 (45:03) Musial (Gardner, Sikora)
4:3 (52:08) Schmerda (Linke, Cermak) 4-4
5:3 (54:38) Kucharcik (Mares, Kottmair)
6:3 (58:49) Kucharcik (Mares, Kottmair) 6-4


Strafen: Freiburg 12 - Dresden 20
Schiedsrichter: Roland Seckler (Geretsried)
Zuschauer: 1202

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