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23.02.2020

Sieg gegen Bad Nauheim sichert Viertelfinal-Heimrecht

Die Wölfen siegen vor heimischer Kulisse mit 6-3

Der EHC Freiburg hat sein Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim mit 6:3 gewonnen. Nachdem die Gäste spät im zweiten Drittel eine Drei-Tore-Führung des EHC auf 3:2 verkürzt hatten, gelangen den Wölfen in den ersten zehn Minuten des Schlussabschnitts drei Tore. Mit diesem Sieg hat sich der EHC nun das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale gesichert.

So lief das Spiel
Der EHC erhielt bereits in der 5. Spielminute ein Powerplay, was für das erste Drittel tonangebend sein sollte – denn während Bad Nauheim den etwas besseren Start gehabt hatte, spielte ab nun fast nur noch der EHC nach vorne. Mit Ende dieser ersten von drei Überzahlspielen im ersten Drittel konnten die Wölfe ihr Forechecking gut etablieren. Während Bad Nauheim lediglich in der 14. Minute noch einmal gefährlich vor Ben Meisner (der heute nach seiner Pause am Freitag wieder das Wölfe-Tor hütete) auftauchte, kamen alle EHC-Sturmreihen und aber auch Nick Pageau und Alexander Brückmann zu Torchancen. Letzterer brachte dann im zweiten Powerplay durch einen satten Schlagschuss den EHC in Führung (1:0, 18.), was wahrhaftig den sprichwörtlichen Knoten platzen ließ – denn nur 24 Sekunden später konnte Scott Allen am langen Pfosten lauernd ein bravouröses Solo von Brett Bulmer (der heute sein zweites Spiel im Wölfe-Dress bestritt) in eine Zwei-Tore-Führung umwandeln (2:0, 18.).

Auch in das zweite Drittel startete Bad Nauheim etwas besser – so musste Ben Meisner eine Kombination der Gäste, die jenseits der Torlinie ihren Anfang nahm, parieren (23.). Doch erneut spielten sich die nächsten Spielminuten vermehrt auf der anderen Seite des Eises ab. Im Gegensatz zum ersten Drittel konnte der EHC nun jedoch zeitnahe zu zählbarem Erfolg kommen: Das 3:0 war dabei das Resultat einer Teamleistung nach Maß: Nach einer Puckeroberung in Kombination von Billich und Spornberger hinter dem eigenen Tor und dem Spielaufbau von Scott Allen setzte Brett Bulmer dann Jake Ustorf in Szene, dessen Treffer der Überprüfung durch den Videobeweis standhielt (26.).

Nach Überzahlspiel Nummer vier für Freiburg, das ohne Treffer ausblieb, kämpfte sich Bad Nauheim jedoch wieder ins Spiel zurück – ab der 30. Minute gehörte das Spiel nun nicht mehr vermehrt dem EHC, sondern auch die Gäste kamen zu Torchancen. Der für ihre Spielmoral wichtige Anschlusstreffer gelang den Hessen in der 33. Spielminute durch einen Alleingang von Mick Köhler (3:1) – und 44 Sekunden vor Drittelende konnten sie dann ihr erstes Powerplay des Abends direkt in zählbaren Erfolg umwandeln (3:2, 40.). Somit ging die Partie mit der knappsten aller Führungen für den EHC in ihre zweite Pause, was in Anbetracht der ersten 30 dieser 40 gespielten Minuten durchaus überraschend wirkte.

Statt nun aber eine Kehrtwende in diesem Spiel zuzulassen, konnte sich der EHC im Schlussabschnitt diese Treffer zurückerobern: Einem frühen Tor von Tobias Kunz (4:2, 42.) folgte ein Powerplay-Treffer (dem dritten dieser Art für den EHC am heutigen Abend) durch Scott Allen (5:2, 50.). Nachdem somit der alte Drei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt war, vergingen lediglich 46 Sekunden bis der EHC das Tüpfelchen auf das I des heutigen Sieges setzen konnte – nämlich in Form einer Traumvorlage von Simon Danner, der hinter das gegnerische Tor laufend per Rückhand auf Nikolas Linsenmaier ablegte (6:2, 50.).

Auch ein weiterer Anschlusstreffer der Gäste (6:3, 56.) änderte nichts an dem Umstand, dass auch im vierten Duell dieser beiden Teams die Heimmannschaft siegreich sein würde.

So geht‘s weiter
Mit dem heutigen Sieg können die aktuell drittplatzierten Wölfe Freiburg rechnerisch höchstens noch auf den vierten Platz der Tabelle abrutschen. Somit steht fest, dass die Playoff-Viertelfinalserie, die der EHC in diesem Jahr bestreiten wird, am Freitag, 13. März in der Echte-Helden-Arena beginnen wird – und auch ein mögliches entscheidendes 7. Spiel würde somit in Freiburg stattfinden.

In nur wenigen Tagen, am Freitag, 28. Februar, bestreitet der EHC Freiburg sein letztes Heimspiel der Hauptrunde. Gegner werden die Kassel Huskies sein, die sich nach ihrer heutigen Niederlage mit nur einem Punkt Vorsprung auf den EHC auf Platz 2 der Tabelle befinden – das Rennen um die bestmöglichen Playoffplätze erreicht dann also seinen Höhepunkt.


Tore:
1:0 (18:15) Alexander Brückmann (Nikolas Linsenmaier, Simon Danner) – PP1
2:0 (18:39) Scott Allen (Brett Bulmer)
3:0 (25:07) Jake Ustorf (Brett Bulmer, Scott Allen)
3:1 (32:47) Mick Köhler
3:2 (39:16) Jesper Kokkila (Huba Sekesi, Andreas Pauli) – PP1
4:2 (41:48) Tobias Kunz (Garret Pruden)
5:2 (49:09) Scott Allen (Brett Bulmer) – PP1
6:2 (49:55) Nikolas Linsenmaier (Simon Danner)
6:3 (55:39) Jesper Kokkila (Marc El-Sayed, Andreas Pauli)

Strafminuten: Freiburg 8, Bad Nauheim 18
Schiedsrichter: Martin Holzer, Andreas Koch / Christian Höck, Alexander Pletzer
Zuschauer: 2.633

Die Aufstellung des EHC Freiburg:
Meisner (Benzing)
Allen, Ustorf, Bulmer / Spornberger, Pageau
Spiro, Linsenmaier, Billich / Brückmann, Pruden
Wittfoth, Kolb, Saakyan / Rießle, Christmann
Danner, Betzold, Kunz

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