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01.12.2021

Revanche gegen Tölz geglückt

Freiburg besiegt Bad Tölz nach Verlängerung

Der EHC Freiburg gewinnt das „Rückspiel“ im Rahmen des nachgeholten 7. Spieltages gegen die Bad Tölzer Löwen mit 4-3 (0-1/1-2/2-0/1-0) Toren in Overtime. Zum Spieler des Abends wurde Andreé Hult gewählt, der allen vier Freiburger Toren beteiligt war. Die Löwen machen sich damit mit einer Niederlage im Gepäck zurück auf den langen Weg in den Isarwinkel.

Das Personal
Beim EHC Freiburg fehlen weiterhin die Verletzten Christoph Kiefersauer, Jake Ustorf, Alexander Brückmann und Luca Trinkberger; zurück im Kader (im Vergleich zum Spiel am Freitag) sind Cedric Schiemenz und Scott Allen. Die Tölzer Löwen müssen auf die Verletzten Johannes Sedlmayr, Thomas Merl, Andrej Bires, Tyler McNeely und Marcus Eberhardt verzichten, Neuzugang Mario Lamoureux, der als Ersatz für Tyler McNeely nachverpflichtet wurde, gab sein Debüt.

1. Drittel – Chancen über Chancen
In Erinnerung an die müden Busbeine aus dem Hinspiel versuchten die Wölfe diesmal den Spieß umzudrehen und die Gäste aus Bad Tölz nach der langen Auswärtsfahrt von Beginn an unter Druck zu setzen. Keine drei Minuten waren gespielt, als Scott Allen zum ersten Mal den Tölzer Torhüter Maximilian Franzreb prüfte. Nach dieser ersten Druckphase kamen aber auch die Gäste ins Spiel und kombinierten sich auch immer wieder gefährlich vor das EHC-Tor. In der 13. Spielminute fand der Puck dann irgendwie den Weg ins Tor, obwohl die vorherige Situation eigentlich schon geklärt schien. Leider nicht zu gunsten des EHC – Nachdem Ben Meisner zunächst einen Schuss von Max French parieren konnte, kam der Puck zu Reid Gardiner, der den Rebound zur Führung der Löwen im Netz unterbrachte. Die Wölfe schüttelten sich einmal kurz und erhöhten dann ihrerseits die Schlagzahl, die größten Chancen hatten Simon Danner (17. Minute) und nur wenige Augenblicke später Andreé Hult. Zählbares sprang leider nicht dabei raus.

2. Drittel – psychologisch wichtige Tore
Der Mittelabschnitt startete hitzig: Die Löwen kamen gefährlich vor das Freiburger Tor, Nikolas Linsenmaier konnte die Situation nur mit einem Foulspiel vereiteln. Sein Gegenüber, Luca Tosto, ließ das nicht auf sich sitzen und so kam es zu einer kurzen Meinungsverschiedenheit, nach der sich beide in der Kühlbox ausruhen durften. Die Wölfe überstanden ihre Unterzahl nach aggressivem Boxplay unbeschadet und machten weiter Druck. Allein in der 28. Spielminute kam Patrick Kurz aus aussichtsreicher Position zweimal zum Abschluss, nur die Scheibe fand noch nicht den Weg ins Tor. Auf der Gegenseite schlug wieder einmal die Effizienz der Löwen zu: Niklas Heinzinger kam frei zur Direktabnahme und bestrafte die schlechte Chancenverwertung der Wölfe mit dem 0-2 für Bad Tölz. Aber erneut hieß die Devise der Wölfe sich unbeeindruckt zu zeigen und weiterhin auf den ersten eigenen Treffer am Abend hinzuarbeiten. Nur 66 Sekunden brauchten die Wölfe für den Anschlusstreffer – begünstigt durch ein Überzahlspiel – bot sich viel Platz auf dem Eis und Andreé Hult hatte das Auge für Chris Billich, der den Puck im Slot nur noch ins Tor abfälschen musste. Wieder war man dem Ausgleich näher gekommen – Cedric Schiemenz (13.) und Maxim Rauch (16.) hatten ihrerseits gute Möglichkeiten – aber wieder waren die Gäste kaltschnäuziger. Der 20-Jährige Luca Tosto brachte die Scheibe aus halbrechter Position einfach mal aufs Tor … und schon lag sie hinter der Linie.

3. Drittel – Wilde Aufholjagd der Wölfe
Wie auch schon am Freitag in Bad Tölz schafften es die Gäste einen späten, aber psychologisch wichtigen Treffer vor der Pause zu erzielen. Dass dieser diesmal keine Wirkung haben sollte, demonstrierten erneut Chris Billich und Andreé Hult. Nur 11 Sekunden hat das Stürmerduo gebraucht um den erneuten Anschlusstreffer zu erzielen. Die Wölfe spielten nun geduldiger und auch in einer anschließenden Unterzahlsituation hielt man gegen ein starkes Powerplay der Gäste. Mit Ablauf der Strafzeit gelang sogar die Befreiung, sodass Rückkehrer Andreé Hult in den Angriff miteingebunden werden konnte. Peter Spornberger, der heute sehr viele Offensivakzente setzen konnte, leitete den Angriff über die rechte Seite zu Scott Allen ein, der den Puck an den langen Pfosten zu Andreé Hult spielte – Ausgleich! Tölz schien in dieser Phase des Spiels sichtlich geschockt, schließlich hatten die Wölfe das Spiel in nur gut fünf Minuten gedreht. Das Spiel sollte nun den Torhütern gehören, die im weiteren Verlauf über sich hinausgewachsen sind und die Entscheidung in die Overtime vertagten.

Overtime – Hult als Vollstrecker
Die anschließende Overtime ist kurz erzählt: Scott Allen gewinnt das Bully gegen Max French, Andreé Hult spielt den Puck zu Nick Pageau, der den Freiburger Angriff tief aus der eigenen Zone einleitet. Scott Allen bekommt den Pass, fährt über die rechte Seite ins Angriffsdrittel, lässt den Puck für Andreé Hult liegen, der weiter Richtung Tor zieht, einen kurzen Moment verzögert und den Puck dann Zentimeter genau zwischen Maximilian Franzreb und dem Torpfosten im Tor unterbringt.

Pete’s Stimme zum Spiel
„Ich habe heute ein sehr gutes Spiel gesehen indem beide Mannschaften gutes Eishockey auf hohem Niveau und Tempo gezeigt haben. Besonders beeindruckend war das Tölzer Offensivspiel, die sehr viel Druck auf uns ausgeübt haben. Bis zum 1-3 mussten wieder kämpfen, dann haben wir geduldig gespielt und sind durch unsere starke charakterliche Leistung zurück ins Spiel gekommen. Zu diesem Zeitpunkt schien Tölz ein wenig müde geworden zu sein, wodurch wir auch einfach besser ins Spiel gefunden haben. Der Charakter der Mannschaft, gegenseitiges aufmuntern und pushen, hat heute den Unterschied gemacht. Besonders hervorheben möchte ich heute Andreé Hult, der sich heute mit zwei Toren und zwei Vorlagen als „Gamechanger“ bewiesen hat.“  

So geht’s weiter
Am kommenden Sonntag empfängt der EHC Freiburg die Eispiraten Crimmitschau. Das Team von Mario Richer konnte nur zwei der letzten fünf Begegnungen gewinnen, in der Ferne gerieten sie vor allen in Bad Tölz mi 8-1 unter die Räder. Spielbeginn in der Echte Helden Arena ist am kommenden Sonntag, dem 17. Januar 2021 um 17.00 Uhr, die Partie wird selbstverständlich auf SpradeTV übertragen.

Tore:
0-1 (12:25) Reid Gardiner (Max French, Marco Pflüger)
0-2 (31:05) Niklas Heinzinger (Max French, Manuel Edfelder)
1-2 (32:11) Chris Billich (Andreé Hult, Nick Pageau) – PP1
1-3 (37:27) Luca Tosto (Kenney Morrison)
2-3 (40:11) Chris Billich (Andreé Hult, Nick Pageau)
3-3 (45:48) Andreé Hult (Scott Allen, Peter Spornberger)
4-3 (60:15) Andreé Hult (Scott Allen, Nick Pageau) – OT

Strafminuten: Freiburg  8, Bad Tölz  4
Überzahl-Effizienz: Freiburg 1-1, Bad Tölz 0-3
Schüsse: Freiburg 32 (12/10/9/1), Bad Tölz 30 (10/7/13/0)
Schiedsrichter: #17 Brill Marcus, #5 Westrich Sascha / #61 Kalnik Thomas, #68 Pfeifer Dominik
Zuschauer: 0

Die Freiburger Aufstellung:
Meisner (Salvarani)
Hult, Allen, Billich / Spornberger, Pageau
Spiro, Linsenmaier, George / Neher, Kurz
Wittfoth, Bassen, Saakyan / Rausch, Kaisler
Schiemenz, Ludin, Danner / Tschwanow

Foto: Achim Keller

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