16.09.2012

Pokal-Aus in Schweinfurt

Der EHC Freiburg ist am Sonntag in der ersten Runde des DEB-Pokals an den Mighty Dogs Schweinfurt gescheitert. Beim Oberliga-Konkurrenten unterlagen die Südbadener mit 1:4 und verpassten somit den Einzug in die nächste Runde. Beide Trainer waren weit davon entfernt, ihre Bestsetzung in das Pokalduell schicken zu können. Bei den Franken fehlten unter anderem Verteidiger Markus Koch, die beiden Angreifer Mikhail Nemirovsky und Vitali Stähle sowie US-Stürmer Bryce Hollweg. EHC-Coach Thomas Dolak musste auf seine Offensivkräfte Maritn Jenacek, Nikolas Linsenmaier und Philip Rießle verzichten, zudem gingen einige Akteure angeschlagen in das Gastspiel. Womöglich lag es an den zahlreichen Ausfällen auf beiden Seiten, dass sich im Schweinfurter Icedome ein Pokalmatch auf nur dürftigem Niveau entwickelte.

Allerdings erwischten die Freiburger dabei den schlechteren Tag, allen voran im ersten Drittel war die Fehlerquoute bei den Gästen viel zu hoch, als dass sich ein geordnetes Spiel hätte entwickeln können. Nur wenige nennenswerte Offensivaktion sprangen für den EHC folglich heraus, während sich Schweinfurt im Angriff gefährlicher präsentierte und zur verdienten Führung durch Jens Feuerfeil kam. Erst ab dem zweiten Drittel konnte Freiburg sich etwas steigern, doch dem eigenen Spiel konnte man weiterhin keine durchgängige Struktur verleihen. Oftmals waren es Einzelaktionen, die für Gefahr sorgten - doch eine der wenigen Kombinationen führte prompt zum ersten Treffer. Hatte Ex-Wolf Alexander Funk gerade auf 2:0 für die Migthy Dogs erhöht, stellten die Gäste dank Jonas Falb den Anschluss her.

Die Hausherren konnten aber dennoch mit einem 2-Tore-Vorsprung ins Schlussdrittel gehen, weil Josef Eckmair in Überzahl erfolgreich war. Auch hier machte sich ein Unterschied entscheidend bemerkbar, denn Schweinfurt konnte seinem Powerplay mehr Durchschlagskraft verleihen, während das Freiburger Pendant zu ungefährlich bleib. Zu seinem Spiel fand der EHC zwar auch im letzten Drittel nicht, doch stimmte zumindest der Einsatz. Ein Fehlpass im eigenen Drittel brachte die Südbadener jedoch um die Chance auf eine Schlussoffensive - Dmitrij Litesov sorgte zehn Minuten vor dem Ende mit dem 4:1 für die Entscheidung.

Ein verdienter Erfolg für die Mighty Dogs Schweinfurt, die sich über den Einzug in die zweite Pokalrunde freuen dürfen. Der letztjährige Bayernliga-Meister präsentierte sich in einem zähen Spiel offensiv gefährlicher und defensiv stabiler. Der EHC Freiburg hingegen konnte die guten Leistungen der vergangenen Testspiele an diesem Abend nicht wiederholen. Schon im Spielaufbau leisteten sich die Gäste zu viele Fehler und verbauten sich damit die Chance auf eine geordnete Offensive, wodurch auch keine Ruhe in das eigene Spiel kommen konnte. Mit einfachen Fehlern im Pass- und Stellungsspiel machte man sich das Leben selbst schwer, zudem waren die Freiburger in der Defensive immer wieder den entscheidenden Tick zu spät. Darüber hinaus zahlte die junge Truppe in einigen Situationen auch Lehrgeld.

Unterm Strich kein guter Tag für die EHC-Cracks, die am kommenden Wochenende ihre beiden letzten Vorbereitungsspiele auf dem Programm stehen haben. Am Freitag gastiert Freiburg beim West-Oberligisten EC Bad Nauheim, ehe am Sonntag der Bayernligist EV Lindau in der Franz-Siegel-Halle gastiert.


Statistik

Mighty Dogs Schweinfurt - EHC Freiburg 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)

1:0 (11:03) Feuerfeil (Schäfer)
2:0 (23:59) Funk (J. Knaup, Eckmair)
2:1 (25:05) Falb (Soccio, Kunz)
3:1 (37:49) Eckmair (Filobok, Funk) 5-4
4:1 (50:06) Litesov (S. Knaup, Feuerfeil)

Strafen: Schweinfurt 14 - Freiburg 12
Schiedsrichter: Marc Müller (Düsseldorf)
Zuschauer: 369

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