spielbericht kas
29.09.2022

Niederlage in Nordhessen

Der EHC Freiburg hat sein vorverlegtes Aufeinandertreffen des 5. Spieltags mit den Kassel Huskies mit 0:4 verloren

Das durch die krankheitsbedingten Ausfälle von Luca Trinkberger, Martin Reway, Calvin Pokorny und Nikolas Linsenmaier heute noch stärker als in den vier Spielen zuvor dezimierte Rudel musste an diesem unüblichen Spieltag an einem Mittwochabend bereits mit einem 0:3-Rückstand in die erste Drittelpause gehen und konnte auch im weiteren Verlauf der Partie – von einzelnen punktuellen Phasen abgesehen – nicht entscheidend ins Spiel finden.

Einen guten Start in die Partie erwischte hingegen Luis Benzing, der in seinem Debüt im Freiburger Tor in dieser Saison dafür sorgte, dass dieser frühe Rückstand nicht noch höher ausfiel. Nachdem er sich in der 9. Spielminute einem drei-auf-zwei Angriff der dritten Kasseler Sturmreihe geschlagen geben musste, sorgte er mit gleich drei Fanghand-Saves binnen weniger Sekunden dafür, dass das Rudel zunächst eine drei-gegen-fünf-Unterzahl überstand, sich dann jedoch in den verbleibenden Sekunden der zweiten der beiden Strafen einem Abstauber zum 0:2 aus Freiburger Sicht geschlagen geben musste.

Freiburger Chancen wurden von Tor Immo und Shawn O’Donnell kreiert, die heute wie in jedem bisherigen Saisonspiel Seite an Seite stürmten oder entstanden nach einem Bullygewinn, aus dem Kevin Orendorz eine Direktabnahme in Richtung Kasseler Machen beförderte. Nachdem dann jedoch auch Philip Feist mit einem Schuss an den Außenpfosten und einer verpassten Chance auf das vermeintlich verwaiste Tor der Gastgeber leer ausgegangen war, war zu erahnen, dass der heutige Abend für das südbadische Eishockeygemüt einen ernüchternden Verlauf nehmen sollte.

Das auf beiden Seiten torlose zweite Drittel sah fünf Minuten nach Wiederbeginn und fünf Minuten vor Ende den EHC beherzt nach Vorne agieren, ließ die Mannen von Robert Hoffmann aber auch nach einem Abpraller als Resultat eines Schusses von Hagen Kaisler ohne Torerfolg dastehen. Ein strenger Strafpfiff gegen Immo in dessen Duell mit Ex-Wolf Oleg Tschwanow leitete dabei nicht nur ein Powerplay, sondern gleichwohl auch eine Druckphase der Huskies ein, die die mittlere Phase des Spiels prägte. In dieser musste Benzing gleich zweimal gegen Schlenker und McGauley retten – doch auch Jackson Cressey, der dann doch plötzlich den Freiburger Anschlusstreffer auf dem Schläger hatte, konnte nichts an dem Stand von 0:3 ändern.

Nachdem Kassel zu Beginn des letzten Drittels die Scheibe ein viertes Mal an Luis Benzing vorbeibefördert hatte, diesem Treffer jedoch aufgrund von Torraumabseits nicht stattgegeben wurde, entwickelte sich ein zähes Spiel mit vielen Unterbrechungen. Dieser Spielphase verlieh Robert Hoffmann sechs Minuten vor Ende ein wenig frischen Schwung, als er Luis Benzing vom Eis nahm und die Wölfe mit sechs Feldspielern gegen den 0:3-Rückstand ankämpfen ließ. Tore waren in dieser Phase zunächst allerdings Mangelware – erst 51 Sekunden vor Ende des Spiels sollte Kassel dann der finale Treffer zum 0:4 aus Freiburger Sicht auf eben jenes leere Tor gelingen.

Mit ein paar Tagen Pause mehr als gewöhnlich tritt der EHC Freiburg nun am Sonntag in Regensburg an und will dort gegen den Aufsteiger seine torlose Phase von nunmehr 143 Spielminuten beenden und wieder drei Tabellenpunkte einfahren.


Tore:
1:0 (08:50) Lowry (McGauley, Seigo)
2:0 (12:17) Tramm (McGauley, Keussen) – PP1
3:0 (16:58) Mieszkowski (Detsch, Shevyrin)
4:0 (59:09) Shevyrin (Spitzner, Weidner) – EN

Schüsse: Kassel 40 (21/15/4), Freiburg 18 (7/5/6)
Strafen/Strafminuten: Kassel 1/2, Freiburg 3/6
Überzahleffizienz: Kassel 1-3, Freiburg 0-1
Schiedsrichter: Ratz, Steinecke / Six, Milling
Zuschauer: 2009

Aufstellung:
Benzing (Cerveny)
Immo, O’Donnell, Billich /Sonnenburg, Neher
Cressey, Wittfoth Kiefersauer / Kaisler, Hochreither
Otten, Feist, Orendorz / Zernikel, De Los Rios
Hon

(Foto: Jan-Malte Diekmann)

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