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12.12.2022

Niederlage in Dresden

Vor 2009 Zuschauern unterlag der EHC bei den Dresdner Eislöwen am dritten Adventssonntag sehr unglücklich mit 3-5

Schaffte der EHC an den ersten beiden Adventssonntagen jeweils einen Auswärts-Dreier, so riss diese Serie am dritten Adventssonntag in Dresden. Ohne Simon Danner, Tor Immo, Marvin Neher und Mick Hochreither hatten sich die Wölfe bereits am Samstag auf den Weg in die sächsische Landeshauptstadt gemacht.

1. Drittel: Dresden geht im Powerplay in Führung
Was erhofft wurde, trat auch tatsächlich ein: Busbeine waren bei den Wölfen ab dem Eröffnungsbully nicht auszumachen. Der EHC setzte die Gastgeber sofort konsequent in deren Verteidigungsdrittel mit zwei aggressiv forecheckenden Angreifern unter Druck. Diese deutliche läuferische Überlegenheit führte sogleich in der ersten Spielminute zu einer guten Gelegenheit für Captain Chris Billich. Was bei fünf-gegen-fünf noch nicht gelang, klappte in der 5. Spielminute: Im Powerplay traf Shawn O’Donnell zunächst nur die Latte, wenige Sekunden später dann aber doch zur verdienten Führung. Hatten die Hausherren in der Anfangsphase mit der kompakten Spielweise des EHC große Probleme – die Abstände zwischen den forecheckenden Angreifern und der Verteidigung waren immer optimal austariert, sodaß Dresden kaum klare erste Pässe aus der Verteidigung spielen konnte – so legten sie nun ihrerseits läuferisch eine Schippe drauf. Nach wie vor tat sich Dresden zwar schwer, Angriffe zu lancieren, da der EHC energisch dagegen hielt, schaffte es aber dennoch nun auch hin und wieder zu gefährlichen Angriffen zu kommen. Drei Strafen gegen den EHC stellten das Spielgeschehen dann aber auf den Kopf. Denn zwei von drei Powerplays nutzte Dresden um das Spiel zu drehen und vor der Drittelpause auf 2-1 zu stellen. Und die Eislösen schienen das perfekte Rezept gefunden zu haben: Fernschüsse von der blauen Linie führten beide Male zum Erfolg. Fazit: Bei fünf-gegen-fünf war der EHC die überlegene Mannschaft.

2. Drittel: Dresden zieht entscheidend davon
Im zweiten Drittel setzte sich fort, was in Drittel eins bereits Phase war: Der EHC war bei gleicher Anzahl Spieler auf dem Eis das bessere Team. Dennoch verstanden es die Dresdner, einen der wenigen Abwehrfehler des EHC bei fünf-gegen-fünf in der 23. Spielminute zum 3-1 durch Rundqvist auszunutzen. Nur zwei Minuten später bot sich Kevin Orendorz die wohl größte Freiburger Torchance des zweiten Durchgangs als er von Martin Réway herrlich alleine auf die Reise geschickt wurde, aber leider Schwendener im eins-gegen-eins scheiterte. Nur eine Minute später folgte die vierte EHC-Strafe des Abends: Diesmal traf es Captain Chris Billich. Und wieder schlugen die Eislöwen in Überzahl zu. Erst traf Porsberger noch den Pfosten, wenig später staubte aber Timo Walther zum 4-1 ab (28.). War der EHC bis hierhin bei gleicher Anzahl Spieler auf dem Eis ohnehin schon das bessere Team, so legte da Team nun aber nochmal zu und verstärkte den Druck auf das Dresdner Tor nochmals deutlich. Angriffswelle um Angriffswelle rollte in Richtung Hausherren-Tor. Und zwei Mal waren die blau-weiß-roten Cracks erfolgreich. Erst Traf Niko Linsenmaier schlitzohrig von hinterm Tor zum 2-4 (29.), sechs Minuten später profitierte Christoph Kiefersauer von Konfusion in der Dresdner Verteidigung als er einen tollen Querpass von Shawn O’Donnell trocken zum 3-4 verwertete.

3. Drittel: Der EHC drängt auf den Ausgleich
Die kurioseste Szene des Spiels in der 59. Spielminute sollte schlußendlich die Entscheidung bringen. Und aus Freiburger Sicht hätte sie nicht unglücklicher fallen können. Ein Freiburger Querpass hinter (!) dem EHC-Tor sprang so unglücklich von der Bande vors Tor, daß die Scheibe sich plötzlich hinter Luis Benzing im Freiburger Tor wiederfand. Nach Videobeweis entschieden die Schiedsrichter auf Tor, Yannick Drews wurde dieser kuriose Treffer zugesprochen. Zuvor bot sich das gewohnte Bild: Freiburg rennt an, ist bei gleicher Anzahl Spieler auf dem Eis das dominierende Team, scheitert aber immer wieder an Schwendener. Orendorz (53.) und Billich (58.) boten sich die größten Chancen auf den Ausgleich, sie verzweifelten aber jeweils am Eislöwen-Goalie.

Fazit: Special Teams machen den Unterschied
Aus taktischer, läuferischer, spielerischer und kämpferischer Sicht zeigte der EHC ein sehr gutes Auswärtsspiel. Einmal mehr zeigte sich die Wichtigkeit der Special Teams. Spielentscheidend war, daß Dresden diese Situationen rundherum erfolgreicher gestaltete: bei vier Überzahlsituationen gelangen den Sachsen drei Tore, drei von vier Freiburger Überzahlspiele wurden unbeschadet überstanden.

Tore:
0:1 (04:33) O‘Donnell (Linsenmaier, Sonnenburg) – PP1
1:1 (11:15) Suvanto (Andres, Filin) – PP1
2:1 (18:57) Andres (Suvanto, Rundqvist) – PP1
3:1 (22:05) Rundqvist (Petersen, Filin)
4:1 (27:20) Walther (Filin, Rundqvist) – PP1
4:2 (28:46) Linsenmaier (Orendorz, Réway)
4:3 (34:17) Kiefersauer (Prapavessis, O‘Donnell)
5:3 (58:46) Drews

Schüsse: Dresden 26 (12/9/5), Freiburg 22 (5/7/10)
Strafen/Strafminuten: Dresden 4-8, Freiburg 4-8
Überzahleffizienz: Dresden 3-4, Freiburg 1-4
Schiedsrichter: Bastian Steingross, Daniel Harrer / Marcurs Höfer, Vincent Brüggemann
Zuschauer: 2009

Aufstellung:
Benzing, (Cerveny)
Orendorz, Linsenmaier, Réway / Pokorny, De Los Rios
Kiefersauer, O‘Donnell, Billich / Sonnenburg, Kaisler
Wittfoth, Cressey, Hon / Prapavessis, Trinkberger
Makuzki, Otten, Bongers

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