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31.12.2022

Niederlage gegen den Tabellenführer

Zum letzten Spiel des Jahres 2022 trat der EHC am Freitagabend bei Klassenprimus Kassel Huskies an und unterlag mit 1-5

Erstmals nach überstandener Krankheit stand Patrik Cerveny von Beginn an zwischen den Pfosten, Keanu Salmik fungierte als Back-up. Ebenfalls mit von der Partie war Hagen Kaisler, der im letzten Heimspiel vorzeitig verletzt ausschied. Simon Danner gab sein Comeback in der Verteidigung, auch Christoph Kiefersauer konnte wieder mitwirken.

1. Drittel: Der EHC spielt mit, gerät aber entscheidend in Rückstand
Der 3-0 Drittelzwischenstand suggeriert, daß den Kassel Huskies in den ersten zwanzig Spielminuten eine nahezu perfekte Leistung geglückt ist. Allerdings sah die Realität durchaus anders aus und der EHC sah sich nach Ende des ersten Abschnitts unter Wert geschlagen. Denn Chancen hatten nicht nur die Hausherren sondern auch der EHC. Wesentlicher Unterschied: Die Huskies schlugen aus den sich bietenden Freiburger Abwehrfehlern und den daraus resultierenden Chancen Kapital, der EHC umgekehrt nicht. Gleich in der ersten Spielminute fand sich Philipp Feist nach einem Kasseler Puckverlust alleine vor Goalie Kielly wieder, konnte selbigen im eins-gegen-eins aber nicht überwinden. Zahlreiche weitere gute Torchancen blieben im Verlauf des ersten Drittels ebenfalls ungenutzt. Auf der anderen Seite nutzten die Nordhessen ihre erste Drangphase der Partie in der 4. Spielminute prompt aus als Arniel einen Nachschuss in Zeitlupentempo über die Linie schob – zuvor hatte Patrik Cerveny bravourös gehalten. 6 Minuten später ging es für die Wölfe zu schnell: Die tief gespielte Scheibe sprang von der Bande zurück, Querpass, Doppelpack Arniel. Tor Nummer drei erzielte Sykora aus dem Gewühl heraus und überwand Cerveny durch die Beine (17.). In Summe wurde also nach den ersten 20 Minunten deutlich: Der EHC kann die Huskies durch aggressives Forechecking und konsequente Chancenverwertung in Verlegenheit bringen, muß aber gleichzeitig ob der Offensivpower der Schlittenhunde defensiv immer maximal auf der Hut sein.

2. Drittel: Dem EHC gelingt der einzige Treffer des Drittels
Die Geschichte des zweiten Drittels ist schnell erzählt: Kassel konnte in der ersten Hälfte des Abschnitts... Überzahlspiele – darunter auch 38 Sekunden fünf-gegen-drei – trotz zahlreicher bester Chancen nicht nutzen. Mit Kampfkraft, einer großen Portion Spielglück und einem starken Patrik Cerveny gelang es, weitere Gegentreffer zu verhindern. In der zweiten Hälfte des Drittels fanden die Wölfe wieder vermehrt den Vorwärtsgang. Auf der anderen Seite traf in der zweiten Hälfte des Drittels Tor Immo mit einem seiner gefürchteten Handgelenkschüsse trocken zum 3-1 Anschluss in doppelter Überzahl (31.) und der EHC witterte im weiteren Verlauf Morgenluft. Aber auch in diesem Abschnitt unterliefen beiden Teams einige Stockfehler, Fehlpässe und in der Konsequenz Turnover.

3. Drittel: Der EHC müht sich, Kassel trifft
Die ersten zehn Minuten des dritten Drittels gehörten dem EHC und ein weiterer Freiburger Treffer lag mehrmals in der Luft. Kassel verlegte sich einerseits darauf, möglichst sicher zu stehen, der EHC versuchte andererseits vehement den Rückstand weiter zu verkürzen und konnte den Großteil der Spielanteile für sich verbuchen. Drei, vier gute Chancen sprangen dabei heraus, einzig es wollte kein weiterer Treffer gelingen. Anders, ganz ähnlich wie im ersten Drittel, lief es auf der Gegenseite. Ein Distanzschuss von Oberliga-Leihspieler Samuel Dotter schlug hinter Cerveny ein und bedeutete die Entscheidung in der 52. Minute. Dennoch ließen sich die Wölfe nicht entmutigen und suchten weiterhin die Offensive. Bereits rund 5 Minuten vor Schluss nahm Robert Hoffmann Patrik Cerveny vom Eis, wenige Sekunden später traf Jake Weidner ins leere Tor zur endgültigen Entscheidung.

Fazit:
Die Chancenverwertung war der offensichtlichste Unterschied zwischen beiden Teams. Der EHC schaffte es, Kassel immer wieder zu Fehlern zu zwingen und daraus Torchancen zu kreieren. Einige Male wählte man den einen Pass zu viel, noch öfter hielt Kielly stark. Umgekehrt nutzten die Huskies Freiburger Fehler konsequent aus und übten phasenweise großen Druck aus auf das Freiburger Tor – vor in den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels. Unterm Strich steht auf Grund der Kasseler Kaltschnäuzigkeit und Routine ein verdienter Heimsieg für die Nordhessen.

Tore:
1:0 (01:42) Arniel (Spitzner)
2:0 (07:51) Arniel (Spitzner, Weidner)
3:0 (16:19) Sykora (McGauley, Reuß)
3:1 (29:28) Immo (O’Donnell, De Los Rios) – PP1
4:1 (31:20) Dotter (Tschwanow, Keussen)
5:1 (32:40) Weidner (Seigo, Faber)

Schüsse: Kassel 41 (11/17/13), Freiburg 28 (12/19/7)
Strafen/Strafminuten: Kassel 4-8, Freiburg 5-10
Überzahleffizienz: Kassel 0-4, Freiburg 1-3
Schiedsrichter: Markus Schütz, Tony Engelmann / Frederic van Himbeeck, Tobias Merten
Zuschauer: 5113

Aufstellung:
Cerveny (Salmik)
Immo, Linsenmaier, Billich / Neher, Prapavessis
Makuzki, Cressey, Feist / Danner, De Los Rios
Orendorz, O’Donnell, Kiefersauer / Kaisler, Hochreither
Wittfoth, Otten, Hon / Bongers

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