spielbericht kaufb
12.04.2021

Knappe Niederlage in Kaufbeuren

Der EHC Freiburg hat sein Auswärtsspiel beim ESVK mit 0:2 verloren

Chancen gab es am heutigen Freitagabend auf beiden Seiten - zählbaren Erfolg aber nur für die Gastgeber. Ein Tor von Sami Blomqvist in der 25. Minute sorgte für das 0:1 aus Freiburger Sicht, das bis zu einem späten Unterzahltreffer der Kaufbeurer in der 59. Minute das einzige Tor des Spiels blieb.

Beide Teams standen heute jeweils fünfmal im Powerplay - und auch wenn alle zehn dieser Spielphasen ohne Tor endeten, so sorgten sie doch das ein oder andere Mal dafür, dass sich die Spielanteile - auch über diese Zwei-Minuten-Abschnitte hinaus - verlagerten.

Während zu Beginn des Spiels Freiburg besser startete, so durfte sich nach dem ersten Kaufbeurer Powerplay dann Luis Benzing beweisen, der eine Aktion von Yannik Burghart klären musste, dessen frei liegender Puck dann vom am Boden liegenden Simon Danner geklärt werden musste. Die Wölfe andererseits kamen im Eröffnungsdrittel zu ihrer großen Chance, als David Makuzki im gegnerischen Drittel Christoph Kiefersauer fand. Dennoch ging das Spiel torlos in seine erste Pause.

Der Beginn des zweiten Drittels gehörte dem ESV Kaufbeuren, dessen Offensivdrang mit dem ersten Tor des Spiels belohnt wurde. Ausschlaggebend dafür war die gute Arbeit von Branden Gracel am Freiburger Torraum und dem daraus resultierenden Rückhandpass des Kanadiers auf seinen Reihenkollegen Sami Blomqvist, der zum - wie sich später herausstellen sollte - „Game-winning-Goal“ einnetzte.

Nun war es jedoch der EHC, der aus einer Strafzeit heraus - diesmal nahezu genau zur Mitte des Spiels - den Ton angab. Zählbarer Erfolg blieb den Wölfen am gesamten Abend jedoch verwehrt - und das auch in zwei Überzahlspielen, die sich über die zweite Drittelpause hinaus erstreckten und nahezu nahtlos ineinander übergingen. Das Fünf-gegen-vier der Wölfe wurde nun deutlich druckvoller, scheiterte in seinen Bestrebungen aber stets an Stefan Vajs und seinen Vordermannen.

Beide Teams gestalteten das letzte Drittel offensiv druckvoll - der EHC nahm sich jedoch mit Strafzeiten in der 8. und 17. Minute selbst etwas den Wind aus den Segeln. Nachdem das zweite dieser Unterzahlspiele durch einen Pfiff gegen Kaufbeuren beendet worden war und dem EHC seinerseits eine kurze Überzahl eingebracht hatte, kassierte das Rudel durch einen Konter jedoch ein Short-handed-Goal, das den Endstand von 0:2 aus Freiburger Sicht besiegelte.  

So endete also die Siegesserie von vier Spielen, die der EHC bis zum heutigen Abend aufs Eis gelegt hatte. Positiv hervorzuheben bleibt jedoch, dass man wie in diesen besagten vier Spielen erneut nicht mehr als zwei Gegentore kassierte (in drei der vier Siege hatte man sogar nur einen einzigen Treffer einstecken müssen). Aber auch offensiv legten die Mannen von Robert Hoffmann ein Spiel auf Augenhöhe mit ihrem Gegner hin, was sich nicht zuletzt in der ausgeglichenen Schussstatistik von 30:28 zu Gunsten von Kaufbeuren widerspiegelte. Die Kaltschnäuzigkeit - bzw. der letztlich entscheidende Treffer des Spiels - blieb jedoch der Kombination des Kaufbeurer Duos Gracel und Blomqvist vorbehalten, das nunmehr in der vierten Saison für die Joker Seite an Seite stürmt.
 
Am Sonntag möchte der EHC Freiburg den Grundstein für eine weitere Siegesserie legen - dann empfängt das Wolfsrudel um 18.30 Uhr die Lausitzer Füchse in der „Echte Helden Arena“.

Tore:
1:0 (24:54) Sami Blomqvist (Branden Gracel)
2:0 (58:41) Markus Schweiger (Phillipp Krauß)

Strafen/Strafminuten: Kaufbeuren 7/17, Freiburg 7/17
Überzahl-Effizienz: Kaufbeuren 0-5, Freiburg 0-5
Schüsse: Kaufbeuren 30 (10/4/16), Freiburg 28 (11/8/9)
Schiedsrichter: Martin Holzer, Ulpi Sicorschi / Oliver Schnabel, Norbert van der Heyd
Zuschauer: 329

Aufstellung, EHC Freiburg:
Benzing (Cerveny)
George, Allen, McLellan / Pageau, Neher
Linsenmaier, Finlay, Billich / Danner, Brückmann
Kiefersauer, Makuzki, Wittfoth / Kaisler, Pokorny
Tschwanow, Bräuner, Feist

(Foto: Benjamin Lahr)

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