Breitkreuz Kurz Billich
11.08.2020

Knappe Niederlage in Kassel

Der EHC Freiburg verliert am zweiten Spieltag denkbar knapp mit 1 zu 0 (1-0/0-0/0-0) Toren bei den EC Kassel Huskies.

Head-to-Head
Der EHC Freiburg konnte in der vergangenen Spielzeit 2019/2020 drei von vier Partien gegen die Kassel Huskies für sich entscheiden. Damit wendet sich allmählich der immer noch sehr dominante Trend der Hessen. Während Freiburg am Freitag beeindruckend mit 5-2 gegen die Heilbronner Falken gewann, gaben sich die Kassel Huskies bei Ligaprimus Frankfurt erst im Penaltyschießen mit 4-3 geschlagen.

Personelle Veränderungen
Neben Cam Spiro fehlten dem EHC auch Leihspieler Mirko Sacher und Christoph Kiefersauer, der am Freitag vorzeitig nach einem harten Check das Eis verlassen musste. Neuzugang Ryan Del Monte rückte für Kiefersauer in die dritte Sturmreihe, Hagen Kaisler bestritt sein erstes DEL2-Spiel für Freiburg als Verteidigungspartner von Marvin Neher. Kassel spielte personell unverändert.

Der Spielverlauf
Die Kassel Huskies haben das Spiel ihrerseits zu stürmisch begonnen und dem EHC Freiburg bereits früh in der zweiten Minute eine doppelte Überzahlchance eingeräumt. Trotz einiger guter Passstafetten konnte die Scheibe nicht im Tor untergebracht werden. In der Folge gab es einige sehenswerte Angriffe: Ryon Moser scheiterte in der vierten Minute an Ben Meisner, Jake Ustorf (5.) und Simon Danner (19.) nutzten die Fehler im Kasseler Aufbauspiel nicht konsequent aus. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs drängte Kassel auf die Pausenführung, Leihspieler Marcel Müller (Kölner Haie) netzte 6 Sekunden vor der Pause ein.
Ein später Treffer gilt bekanntlich als psychisch wichtig – Der EHC ließ sich davon nicht beeindrucken. Im Mittelabschnitt bot sich ein ähnliches Bild mit schönen Kombinationen, Torschüssen aber auch vielen individuellen Fehlern. Die Wölfe beendeten ihre starke Druckphase in der 36. Spielminute durch zwei Fouls, die zwar für eine doppelte Überzahl Kassels sorgte, das Freiburger Boxplay vereitelte jedoch manch gute Chance.
Im Schlussabschnitt rotierte Peter Russell seine Mannschaft: Chris Billich rückte in die Sturmreihe zu Linsenmaier und McKenzie, während Danner gemeinsam mit Ustorf und Wittfoth die dritte Sturmreihe bildete. Während die Freiburger Offensivbemühungen fruchtlos blieben, verpassten auch die Kasseler eine Vorentscheidung. Am Ende blieb es beim knappen 1-0 Endstand.

Stimmen zum Spiel

Peter Russel: "Erstmal Glückwunsch am Tim Kehler zum heutigen Sieg. Das war heute ein sehr gebrauchter Tag für mich persönlich. Heute Morgen bin ich um 8 Uhr aufgestanden, habe mir meinen Kopf am Kleiderschrank gestoßen. Nach der Morgendusche habe ich den Müll runtergebracht, dabei ist der Müllsack aufgerissen. Als ich mir die Zusammenfassung vom Freitag nochmal anschauen wollte, hat mein Computer nicht funktioniert. Das Spiel hingegen war super, wir haben eine sehr gute Defensivleistung beider Mannschaften gesehen. Im ersten Durchgang hatten wir 5 klare Torchancen vergeben und im weiteren Spielverlauf durch die vielen Strafzeiten unsere Offensive selbst geschwächt, wodurch wir immerhin das Unterzahlspiel trainieren konnten (lacht). Kassel hat mit nur 5 Verteidigern eine starke Performance abgeliefert und der Treffer von Marcel Müller ist der Beweis, weshalb er DEL spielt."

Tim Kehler: "Es war ein sehr gutes Spiel beider Mannschaften; Freiburg ist bekannt für eine starke Defensivleistung, die sie heute wieder einmal mehr abgerufen haben. Und wenn die Verteidigung sich geschlagen geben muss, steht mit Ben Meisner immer noch ein klasse Torhüter zwischen den Pfosten. Heute muss ich aber vor allem auch unseren Torwart Leon Hungerecker loben, der gerade seinen ersten Shutout in der DEL2 feiert.  Für uns war es wichtig, dass wir die frühe doppelte Unterzahl überstehen und dadurch ein Momentum erhalten haben. Wir haben das ganze Wochenende mit nur 5 Verteidigern gespielt, sie haben einen großen Anteil am heutigen Sieg."

So geht’s weiter
Am kommenden Freitag, den 13. November 2020, um 19:30 Uhr empfangen die Wölfe Freiburg zum nächsten Baden-Württemberg-Derby die Ravensburg Towerstars. Das Spiel findet aufgrund der aktuellen Situation leider ohne Zuschauer statt, stattdessen gibt es nur die Live-Übertragung auf SpradeTV.

Tore:
1-0 (19:54) Marcel Müller (Brett Cameron, Oliver Granz) GWG

Strafminuten:
Freiburg  7-14, Kassel 2-4
Überzahl: Freiburg 0-2, Kassel 0-7
Schüsse: Freiburg 30 (13/10/7), Kassel 30 (9/16/5)

Schiedsrichter: Fynn-Marek Falten, Jens Steinecke / John-Darren Laudan, Timo Voß

Aufstellung EHC Freiburg:
Meisner (Benzing)
McKenzie, Linsenmaier, Danner / Brückmann, Kurz
Allen, Hult, George / Spornberger, Pageau
Del Monte, Ustorf, Billich / Neher, Kaisler
Wittfoth, Ludin, Saakyan

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