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29.12.2022

Hart erkämpfter Heimsieg

Am Mittwochabend gelang dem EHC ein verdienter 5-3 Heimsieg gegen starke Regensburger Eisbären und zieht nach Punkten mit den Oberpfälzern gleich

Auch im 30. Saisonspiel musste EHC-Chefcoach Robert Hoffmann wieder auf zahlreiche Akteure verzichten. Immerhin kehrte Patrik Cerveny als Back-up in die Mannschaft zurück. Youngster Keanu Salmik startete nach seinem Shut-Out in Weißwasser das vierte Spiel in Folge und zeigte ein weiteres Mal eine starke Partie.

1. Drittel: Zerfahren aber intensiv
In den ersten 20 Spielminuten bekamen die 2.945 Zuschauer in der Echte Helden Arena ein ziemlich zerfahrenes Spiel zu sehen. Beide Teams machten es sich gegenseitig schwer das Spiel geordnet aufzubauen und somit waren ausgefeilte Spielzüge eher Mangelware. Vor den eigenen Torhütern agierten die Verteidiger kompromisslos, stets nah am Gegenspieler. Dennoch erarbeiteten sich die Wölfe die Mehrzahl der Torchancen, trafen aber bis 18 Sekunden vor Drittelende nicht. Dann war es Chris Billich, der einen zentimetergenauen Immo-Pass im einzigen Freiburger Powerplay des Drittels einschob. Bereits in der zweiten Spielminute gingen die Gäste mit dem ersten Torschuss in Führung. Bei diesem einfach vorgetragenen Angriff fand die Scheibe den Weg aus dem Regensburger Verteidigungsdrittel in die Rundung des Freiburger Verteidigungsdrittel, nach energischem Nachsetzen der Gäste zurück an die blaue Linie und von dort per Weber-Schlagschuss ins Tor.

2. Drittel: Regensburg wird aktiver, Freiburg trifft drei Mal binnen 4 Minuten
Aus spielerischer Sicht knüpfte das zweite Drittel zunächst an das erste Drittel an. Schlußendlich richtungsweisend für den weiteren Verlauf des zweiten Drittels war eine Doppelchance des EHC in der 22. Spielminute: Zunächst lief Viktor Buchner alleine auf Eisbären-Goalie Williams zu, wurde regelwidrig in letzter Sekunde gestoppt bevor Shawn O’Donnell den daraus entstandenen Nachschuss nicht verwerten konnte. Das folgende Powerplay nutzte der EHC schließlich zur erstmaligen Führung, die er bis Drittelende weiter ausbauen sollte. Zunächst tat sich die erste Powerplay-Welle um Tor Immo schwer gegen das aggressive Regensburger Unterzahlspiel, ehe die zweite Welle in Person von Alex De Los Rios mittels abgefälschtem Schlagschuss zum 2-1 erfolgreich war. Nur wenig später führte ein energisches Nachsetzen an der Bande hinter dem Regensburger Tor zum 3-1 durch Lennart Otten. Lukas Heger konnte die Scheibe aus dem Gewühl fischen, rechnete aber nicht mit dem plötzlichem Auftauchen von Marc Wittfoth, der die Scheibe zu Otten ausstach und Williams von hinterm Tor kommend überraschte. Dieser war bereits auf dem Weg in die andere Ecke. Dies war das Startsignal für einige wütende Gäste-Angriffe, die allesamt erfolglos blieben. Entweder wegen aggressivem Freiburger Defensivspiel, oder dank eines wieder stark haltenden Keanu Salmik. Bemerkenswert wie der junge Freiburger Goalie speziell in dieser Phase der Turm in der Schlacht war. Um ein Haar wäre ihm gar ein Assist gelungen: Seine Befreiung über die Bande fand Tor Immo, der im 1 gegen 1 aber an Williams scheiterte (35.). Zuvor nutzte der EHC in Person von Niko Linsenmaier einen weiteren Regensburger Fehler: Trivino leistete sich einen Fehlpass, den die Freiburger Nummer 9 abfangen konnte und im direkten Duell Williams keine Chance ließ (28.). Dieser hatte daraufhin genug und machte Platz für Ersatzgoalie Patrick Berger. Drittelfazit: Die Wölfe nutzten auch das zweite Powerplay, bestraften zwei Regensburger Fehler eiskalt und kämpften aufopferungsvoll in der Defensive. Da die Gäste insgesamt offensiv aktiver und risikofreudiger wurden, ergab sich für den EHC die eine oder andere Konterchance.

3. Drittel: Regensburg kommt zurück, O’Donnell trifft ins leere Tor
Erwartungsgemäß kamen die Regensburger mit Schwung aus der Kabine, schließlich galt es, einen Drei-Tore-Rückstand aufzuholen. Und zunächst schien es so, daß dies gelingen könnte. Denn bereits nach vier Minuten verkürzte Goldhelm Corey Trivino nach schöner Vorarbeit von Piipponen auf 2-4. Allerdings waren es in der Folge die Wölfe, die einige gute Torchancen verzeichneten und die Gäste großteils vom eigenen Tor fern hielten. Allerdings scheiterten Immo, Makuzki und Orendorz immer wieder an Berger. In der 54. Spielminute wurde die Wahrscheinlichkeit, daß der EHC das Eis als Sieger verlassen würde, größer. Xaver Tippmann konnte Tor Immo nur mit einem Foul bremsen. Somit spielten die Wölfe erneut in Überzahl. Einzig, ein drittes Powerplay-Tor gelang nicht. Nur kurze Zeit später entschieden die Schiedsrichter nach Videobeweis auf 2+2 Strafminuten gegen Jackson Cressey. Selbiger hatte seinen Gegenspieler mit dem Schläger im Gesicht getroffen. Schaffte es der EHC nicht im vorangegangenen Powerplay die Entscheidung zu erzielen, so gelang den Regensburgern durch Gajovsky während der zweiten Cressey-Strafe der Anschluss (59.). Der Treffer hielt einer Überprüfung durch Videobeweis stand. Zwar wurde das Tor mit dem Schlittschuh erzielt, eine regelwidrige Kickbewegung war aber nicht erkennbar. So war alles angerichtet für eine dramatische Schlussphase. Dieser Dramatik bereitete Shawn O’Donnell, der seinen Vertrag bis 2025 verlängert hat, mittels Empty-Net-Tor ein Ende.

Fazit: Großer Kampf
Effizienz und Kaltschnäuzigkeit im zweiten Drittel ebneten den Weg zum Heimsieg. Grundstein des Sieges war aber der über sechzig Minuten große Kampfgeist und Siegeswille. So hat der EHC diesen Heimsieg förmlich „nach Hause gearbeitet“, wie Robert Hoffmann in der Pressekonferenz lobte.

Tore:
0:1 (01:31) Weber (Tippmann, Schembri)
1:1 (19:41) Billich (Immo, Sonnenburg) - PP1
2:1 (23:26) De Los Rios (Linsenmaier, Prapavessis) – PP1
3:1 (24:18) Otten (Hon, Wittfoth)
4:1 (27:42) Linsenmaier (Immo, Billich)
4:2 (43:35) Trivino (Divis, Piipponen)
4:3 (58:30) Gajovsky (Bühler, Trivino) – PP1
5:3 (59:26) O’Donnell (Orendorz, Linsenmaier) – EN

Schüsse: Freiburg 27 (7/10/10), Regensburg 31 (14/11/6)
Strafen/Strafminuten: Freiburg 3-6, Regensburg 3-6
Überzahleffizienz: Freiburg 2-3, Regensburg 1-3
Schiedsrichter: Michael Klein, Thorsten Lajoie / Dominik Pfeifer, Jan Lamberger
Zuschauer: 2.945

Aufstellung:
Salmik (Cerveny)
Immo, Linsenmaier, Billich / Sonnenburg, Kaisler
Feist, Cressey, Makuzki / De Los Rios, Hochreither
Orendorz, O’Donnell, Buchner / Prapavessis, Neher
Wittfoth, Otten, Hon

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