19.08.2007

Freiburg unterliegt Zweitligist Bietigheim

Nach dem Derby-Sieg über die Schwenninger Wild Wings begrüßten die Wölfe mit den Bietigheim Steelers den nächsten Zweitligisten aus Württemberg zu einem Testspiel. Bei den Gastgebern nahm Trainer Sergej Svetlov eine Änderung in der Aufstellung vor, für Christian Böcherer durfte sich Nachwuchsstürmer Timo Linsenmaier beweisen. Auch in der Reihenzusammenstellung gab es einen Wechsel, Tobias Kunz rückte in den vierten Sturm, dafür durfte Neuzugang Marc Wittfoth neben Karhula und Herman spielen. Steelers-Coach Christian Brittig musste derweil auf den finnischen Verteidiger Teemu Kesa sowie den kanadischen Torjäger Alexandre Jacques und Stürmer Matthias Hart verzichten.

Im ersten Drittel waren die Steelers vornehmlich die tonangebende Mannschaft, die Gäste aus dem Ellental strahlten mehr Torgefahr aus als die Wölfe. Folgereichtig war Bietigheim in der 6.Minute durch ein Tor von Peter Kathan in Führung gegangen. Nach einem Bullygewinn hatte der Verteidiger die Scheibe auf das Freiburger Gehäuse geschlenzt, Ronny Glaser war dabei die Sicht versperrt. Der Wölfe-Schlussmann zeichnete sich in der Folgezeit durch starke Paraden aus - so parierte er unter anderem einen Penalty von Paul Deniset (13.) - auf der Gegenseite verwehrte Marko Suvelo den Wölfe-Stürmern Zappe und Vozar einen Treffer. Die Steelers präsentierten sich in Unterzahl sehr gut, die Wölfe konnten fast sechs Minuten Powerplay am Stück nicht nutzen.

Im zweiten Drittel setzte sich die Dominanz des Zweitligisten zunächst fort und folgerichtig kam Bietigheim in doppelter Überzahl zum zweiten Treffer. Abermals hieß der Torschütze Peter Kathan, diesmal hatte er von der blauen Linie trocken abgezogen. Es dauerte bis zur 26.Minute, ehe Steelers-Goalie Suvelo wieder ernsthaft eingreifen musste, Herman hatte den Deutsch-Finnen geprüft. Die Wölfe kamen besser in Fahrt und hatten einige gute Chancen, ein Treffer für die Hausherren wollte aber noch nicht fallen. Dafür erhöhten die Steelers auf 3:0, René Schoofs nutzte defensive Nachlässigkeiten der Wölfe. Die Freiburger Anhängerschaft durfte erst in der 35.Minute erstmals jubeln. Bares hatte den Aufbau der Gäste sehr gut gestört und ermöglichte einen Konter mit Petr Mares. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und schob die Scheibe gekonnt mit der Rückhand zwischen den Schonern von Suvelo durch. Perfektes Timing bewiesen die Gastgeber schließlich in der Schlussminute, als man in Überzahl agieren durfte. Karhula und Herman legten für Kottmair auf, der wenige Meter vor dem Tor Maß nahm und den Puck in den Winkel setzte. Eine Sekunde vor der Pausensirene waren die Wölfe wieder dran.

Der Schlussabschnitt gestaltete sich relativ ausgeglichen, beide Mannschaften erarbeiteten sich weiterhin ihre Chancen. In der 49.Minute hatten die Wölfe in Person von Karhula die Riesenchance zum Ausgleich, der finnische Spielgestaltet verpasste das 3:3 allerdings. Knapp zwei Minuten später hätte Deniset auf 4:2 für Bietigheim erhöhen können, der Kanadier scheiterte mit seinem Alleingang allerdings an Glaser. In der 53.Minute sorgte ein Doppelschlag der Gäste für die Entscheidung. Die Gastgeber standen zu weit von ihren Gegenspielern weg, was die Steelers umgehend nutzten. Zuerst war Ex-Nationalspieler Alexander Serikow erfolgreich, 35 Sekunden später schließlich Martin Schweiger. Die Wölfe versuchten zwar in der Endphase, den Rückstand zu verringern, konnten ihre Chancen aber nicht mehr verwerten, so traf Kottmair in der 55.Minute nur das Außengestänge.

Am Ende gingen die Steelers als verdiente Sieger vom Eis. Zwar konnten die Wölfe spielerisch mit dem Zweitligisten mithalten, nach dem Spiel am Vortag gegen Schwenningen wirkten die Gastgeber jedoch müde. Die Freiburger waren nicht mehr so konsequent in der Defensive und oftmals nicht nah genug am Mann. Die Steelers waren frischer und einen Schritt schneller, dennoch zeigte sich Wölfe-Trainer Sergej Svetlov nach der Partie mit der gezeigten Leistung zufrieden.


Die Aufstellung der Wölfe Freiburg

1.Block: White-Bares / Mares-Vozar-Kottmair
2.Block: Virta-Wildgruber / Wittfoth-Karhula-Herman
3.Block: Ketter-Neumann / Billich-Zappe-Liebsch
4.Block: Frank-Schwab / Kunz-Koch-Linsenmaier


Statistik:

Wölfe Freiburg - Bietigheim Steelers 2:5 (0:1, 2:2, 0:2)

0:1 (05:17) Kathan (Grandmaitre)
0:2 (23:42) Kathan (Smazal) 5-3
0:3 (29:24) R.Schoofs (Deniset, Dotzler) 4-4
1:3 (34:55) Mares (Bares)
2:3 (39:59) Kottmair (Herman, Karhula) 5-4
2:4 (52:36) Serikow (R.Schoofs)
2:5 (53:11) Schweiger (Hagelberg, Grandmaitre)

Strafen: Freiburg 18 plus Diszi Vozar - Bietigheim 28 plus Diszi P.Schoofs und Körner
Schiedsrichter: Stascha Ninkov (Reutlingen)
Zuschauer: 800

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