heimsieg ravensburg
10.09.2021

Freiburg gelingt der erste Saisonsieg

Der EHC Freiburg besiegt die Ravensburg Towerstars im zweiten Heimspiel der Saison mit 5:1 und sichert sich damit den ersten Saisonsieg

Am Freitagabend trat der EHC im dritten Saisonspiel der regulären Saison gegen die Ravensburg Towerstars an und schaffte mit 5-1 den ersten Saisonsieg. Cheftrainer Robert Hoffmann, der diesmal nicht auf Verstärkungen aus Schwenningen zurückgreifen konnte, hatte die Reihen Reihen gehörig durcheinander gewirbelt. So lief beispielsweise Simon Danner als Center in Reihe eins auf, Marcel Kurth spielte in der dritten Verteidigungsreihe an der Seite von Hagen Kaisler.

Das erste Drittel – Cerveny stark, Pageau trifft
Ein abwechslungsreiches, teils etwas zerfahrenes erstes Drittel bekamen die ... Zuschauer zu sehen, wenngleich die Gäste aus Ravensburg, begleitet von rund 50 Fans, besser ins Spiel kamen als die Wölfe. Quasi im Zwei-Minuten-Takt kamen sie zu Torchancen, scheiterten aber wiederholt selbst an mangelnder Präzision im Abschluss oder am stark haltenden Wölfe-Goalie Cerveny (12 Saves in Drittel eins). Es fiel auf, daß einige Male Spieler der Towerstars völlig frei vor Cerveny auftauchten, was auf gewisse Abstimmungsprobleme in der Freiburger Defensive schließen läßt. Die erste nenneswerte Torszene erspielte sich der EHC in der 7. Minute, als Christoph Kiefersauer gefährlich aufs Tor von Towerstars-Goalie Langmann schoss, dieser jedoch sicher abwehren konnte. Chancenlos war er in der 9. Spielminute: Nach guter Vorarbeit vom unermüdlichen Scott Allen und dem quirligen Jordan George traf Nick Pageau passgenau in die vom Goalie rechte obere Ecke zum umjubelten ersten Heimtreffer der neuen Saison. Spätestens ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Partie ausgeglichener. So hatten sowohl die Towerstars als auch der EHC in Person von Marcel Kurth und Sofiene Bräuner weitere gute Möglichkeiten. Die wohl beste Chance, ein zweites Tor zu erzielen eröffnete sich in der 19. Minute im Powerplay. Allerdings gelang dies – trotz guter Ansätze – vor der Drittelpause nicht.

Das zweite Drittel – Freiburg trifft zwei Mal
Waren die Ravensburg Towerstars in Drittel eins über weite Strecken das überlegene Team, so drehten die Wölfe dies im zweiten Drittel zu ihren Gunsten. Personifiziert wurde dieses sich wendende Blatt von den beiden Goalies. Während Patrik Cerveny anzusehen war, daß das Selbstvertrauen mit jedem gehaltenen Schuss wuchs, streute auf der Gegenseite Jonas Langmann die eine oder andere (ungewohnte) Schwäche ein. So sprang ihm in der 37. Minute beim 2-0 die Scheibe nach einem Kurz-Distanzschuss aus der Fanghand. Linsenmaier stand goldrichtig und vollendete in Baseballmanier volley aus der Luft. Rund 90 Sekunden später ließ Jordan George aus kürzester Distanz das 3-0 folgen als er schlicht schneller reagierte als sein Gegenspieler und ins verwaiste Tor traf. Überhaupt zeigten die Wölfe in diesem Drittel eine disziplinierte Defensivleistung wie man es aus vergangenen Saisons kannte, getragen von ihrem souveränen Rückhalt zwischen den Pfosten. Ziemlich konsequent hielten sie die gegnerischen Angreifer in der Peripherie – im gefährlichen Bereich vor dem Tor waren sie (meist) Herr im Hause. Exemplarisch hierfür war auch das bis dahin einzige Überzahlspiel der Towerstars, in dessen Verlauf sie zwei Mal ins Abseits liefen und keine nennenswerte Torchance zu Stande brachten.

Das dritte Drittel – Freiburg lässt nichts mehr anbrennen und das ganze Stadion hüpft
In der 42. Spielminute erhielt Calvin Pokorny die zweite Strafzeit der Wölfe in dieser Partie. Somit bot sich den Towerstars die große Gelegenheit den Anschlusstreffer zu erzielen und wieder ins Spiel zu finden. Zwar gelang es den Gästen aus Oberschwaben einige gefährliche Situation heraufzubeschwören, zu einem Tor reichte es aber eben nicht. Somit kann getrost behauptet werden, daß dieses Unterzahlspiel der Wölfe der finale Knackpunkt des Spiels war. Denn in Folge ließen die Spieler von Headcoach Robert Hoffmann nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Sie trafen ihrerseits noch zwei Mal. Zunächst vollendete Calvin Pokorny ein Powerplay (das dritte des Spiels für die Wölfe) mit einem fulminanten Direktschuss über Jonas Langmanns Fanghand. Zwei Minuten später erzielte Scott Allen ebenfalls per trockenem Direktschuss das 5-0 – unmittelbar nachdem er sich nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler wieder aufgerappelt hatte. Dem ex-Freiburger Saakyan gelang 11 Sekunden vor der Schlusssirene noch der Ravensburger Ehrentreffer, was aber an der Feierlaune der Freiburger Anhänger nichts mehr ändern konnte.

Fazit:
Auf schwierige erste zehn Spielminuten, in denen der EHC Glück und einen stark aufgelegten Patrik Cerveny zwischen den Pfosten hatte, folgten fünfzig überzeugende. Der EHC nutzte seine Chancen konsequent, traf ein Mal im Powerplay, ließ selbst kein Gegentor in Unterzahl zu und steigerte sich defensiv entscheidend im Verlauf des Spiels. Spieler des Spiels auf Seiten der Wölfe wurde Nick Pageau, dem das erste EHC-Saisontor auf heimischem Eis gelang. Weiter gehts am Sonntag, 10. Oktober in Crimmitschau.

Tore:
1:0 (10:47) Nick Pageau (Jordan George, Scott Allen)
2:0 (36:04) Nikolas Linsenmaier (Patrick Kurz, Tyson)
3:0 (37:28) Jordan George (Simon Danner, Scott Allen)
4:0 (47:39) Calvin Pokorny (Jordan George, Nick Pageau) PP1
5:0 (49:48) Scott Allen (Jordan George, Nick Pageau)
5:1 (59:49) Georgiy Saakyan (Denis Pfaffengut, David Zucker)

Strafminuten: Freiburg 4, Ravensburg 6
Überzahl-Effizienz: Freiburg 1-3, Ravensburg 0-2
Schüsse: Freiburg 30 (5/18/7), Ravensburg 34 (12/7/15)
Schiedsrichter: Markus Schütz, Aleksander Polaczek / Yannik Koziol, Christian Höck
Zuschauer: 1524

Aufstellung:
Cerveny (Benzing)
Allen, Danner, George / Kurz, Pageau
McLellan, Linsenmaier, Billich / Brückmann, Pokorny
Makuzki, Tschwanow, Wittfoth / Kurth, Kaisler
Kiefersauer, Otten, Bräuner

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