27.10.2012

Freiburg bezwingt Weiden im Penaltyschießen

Der EHC Freiburg hat den nächsten Sieg in der Oberliga Süd eingefahren! Vor knapp 1300 Zuschauern in der Franz-Siegel-Halle besiegten die Hausherren die Blue Devils Weiden mit 3:2 nach Penaltyschießen. Zuvor hatten sich die beiden Aufsteiger ein spannendes Duell geliefert.

Nach dem engen Hinspiel in der Oberpfalz, das die Blue Devils mit 3:2 für sich entschieden hatten, gelang den Gästen auch im Breisgau ein optimaler Start. Bereits in der dritten Minute war Simon Bogner im Slot sträflichst allein gelassen worden und konnte die Führung für Weiden markieren. Weil sich der EHC kurz darauf noch eine Strafzeit leistete, kamen die Gastgeber in der Anfangsphase noch nicht ins Rollen. Die Unterzahl überstand Freiburg aber äußerst souverän und verstärkte anschließend seine Offensivbemühungen. Zusätzlich befeuert wurden diese durch ein fünfminütiges Powerplay: Thomas Schreier hatte EHC-Stürmer Nikoals Linsenmaier mit seinem Stock im Gesicht getroffen - Linsenmaier musste blutend in die Kabine, Schreier unter die Dusche. Freiburg nutzte die Überzahl konsequent aus: Erst glich Martin Jenacek nach perfektem Diagonalpass von Michael Frank aus, dann brachte Kapitän Patrick Vozar seine Farben in Führung.

Die Hausherren hatten fortan mehr vom Spiel, obgleich die Blue Devils immer wieder gefährliche Angriffe fahren konnten und zeigten, warum sie sich zuletzt bis an die Spitze hochgearbeitet hatten. Großchancen gab es auf beiden Seiten, wobei allen voran der EHC es verpasste, gegen Ende des ersten Abschnitts sowie zu Beginn des zweiten Drittels seine Führung auszubauen. Großen Anteil daran hatte auch Weidens Schlussmann Daniel Huber, der zuweilen großartige Paraden zeigte. Sein Gegenüber Christoph Mathis stand ihm derweil in nichts nach und so konnten sich beide Abwehrreihen auf einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten verlassen. Mathis wie Huber strahlten Ruhe aus, agierten fehlerlos und machten sämtliche Möglichkeiten zunichte.

Nach einem Durchhänger im Mittelabschnitt ging es mit der knappen Freiburger Führung in das dritte Drittel. Die Hausherren waren zwar weiterhin die aktivere Mannschaft, doch erarbeitete sich Weiden immer wieder gute Ausgleichschancen. Der EHC hatte die Vorentscheidung aber immer wieder auf der Kelle, allerdings fehlte mal die letzte Präzision, mal stand Huber im Wege. Die mangelnde Chancenverwertung sollte sich schließlich rächen: In der 56. Minute liefen die Gastgeber in einen Konter und Florian Zellner traf freistehend zum 2:2 für Weiden. Freiburg bekam aber noch einmal die Möglichkeit auf drei Zähler und absolvierte die letzten beiden Minuten in Überzahl. Chancen erspeilte sich der EHC, das entscheidende 3:2 jedoch nicht. Auch in der Verlängerung leisteten sich die Oberpfälzer wieder eine Strafe, erneut drängte Freiburg im Powerplay auf den Siegtreffer. Doch selbst nach besten Chancen fand die Scheibe nicht den Weg ins Weidener Netz.

So ging es schließlich ins Penaltyschießen, dem die Torhüter ihren Stempel aufdrücken konnten. Auf Weidener Seite scheiterten Köbele, Andrasovsky und Musial an Mathis, beim EHC scheiterten Nikolas Linsenmaier, Jenacek (nach Riesensave von Huber) und Vozar, der bei seinem Pfostentreffer großes Pech hatte. So ging auch das Penaltyschießen in die Verlängerung, mit dem gleichen Bild: Huber parierte gegen Vozar und Kunz, Mathis behielt gegen Waldowsky und Andrasovsky die Oberhand. Der sechste Freiburger Penalty brachte endlich die Vorentscheidung: Martin Jenacek überwand Daniel Huber mit einem Handgelenkschuss! Auf der Gegenseite trat Florian Zellner an - und scheiterte an der Unterkante der Latte.

Der Sieg samt zweier Punkte blieb im Breisgau, die Blue Devils durften die Heimreise mit einem Zähler antreten. Anhand des Spielverlaufs eine gerechte Punktevergabe, denn in einem sehr fairen Match hatte sich der EHC mehr wie bessere Chancen erspielt. Herausragend waren auf beiden Seiten die Torhüter: Christoph Mathis, neben Jenacek bester Mann auf Freiburger Seite, und Daniel Huber zeigten starke Leistungen zwischen den Pfosten. Mit dem Erfolg konnte der EHC nicht nur die Weidener Siegesserie nach fünf Partien beenden und somit den Tabellenführer stürzen, sondern sicherte sich vor allem zwei weitere wichtige Zähler und stärkte seine Position im Mittelfeld der Oberliga Süd.


Aufstellung EHC Freiburg

Tor: Fabian Hönkhaus, Christoph Mathis
Abwehr: Alexander Brückmann, Michael Frank, Lutz Kästle, Toni Klante, Timo Linsenmaier, Dennis Meyer, Jan Nemecek
Sturm: Anton Bauer, Jonas Falb, Martin Jenacek, Jan Kouba, Tobias Kunz, Nikolas Linsenmaier, Philip Rießle, Benjamin Stehle, Jeffrey Szwez, Patrick Vozar

Es fehlten: Steven Billich, Robert Peleikis, Enrico Saccomani, Mike Soccio


Statistik

EHC Freiburg - Blue Devils Weiden 3:2 n.P. (2:1, 0:0, 0:1, 0:0)

0:1 (02:32) Bogner (Andrasovsky, Pertl)
1:1 (10:27) Jenacek (Frank, Vozar) 5-4
2:1 (13:47) Vozar (Kunz, Jenacek) 5-4
2:2 (55:42) Zellner (Flamik, Köbele)
3:2 PEN Jenacek

Strafen: Freiburg 4 - Weiden 4 + Matchstrafe (Schreier)
Schiedsrichter: Michael Fischer (Hohenfurch)
Zuschauer: 1268

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