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18.01.2023

Dritter Sieg in Folge!

Der EHC Freiburg hat sein Auswärtsspiel bei den Bayreuth Tigers mit 5:2 gewonnen

In unveränderter Aufstellung (aber mit Luis Benzing im Tor) setzten die Wölfe am Dienstagabend bei ihrer zweiten Auswärtsfahrt binnen 48 Stunden ihrem Sechs-Punkte-Wochenende noch eins drauf – der EHC gewann somit sein drittes Spiel innerhalb von vier Tagen und hat sich dadurch in der Tabelle vier Punkte hinter den 6. Platz befördert, der zur direkten Playoff-Teilnahme qualifiziert.

Garant für den Sieg war ein fulminantes letztes Drittel, in dem sich die Mannen von Robert Hoffmann zunächst von einem ernüchternden Gegentreffer zum 2:2-Ausgleich erholen mussten, diesen mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten zum 4:2 beantworteten und durch einen gehaltenen Penalty von Luis Benzing auf der Erfolgsspur blieben.

Dabei hatte dieser Eishockeyabend zunächst noch das von Robert Hoffmann „erwartet schwere Spiel“ hervorgebracht, in dem sich das Rudel – ebenfalls in den Worten seines Trainers – über 40 Minuten hinweg wenig Druck und wenig Chancen erarbeitet habe. Allerdings bewiesen die Offensiv-Cracks von Blau-Weiß-Rot ein ums andere Mal viel Geduld im gegnerischen Drittel und wurden für diese belohnt. Am 1:0 aus Wölfe-Sicht – dem ersten von zwei Powerplaytreffern in diesem Spiel, die dem EHC nun mit einer Erfolgsquote von genau 29% das beste Überzahlspiel der Liga einfuhren – waren beispielsweise gleich vier Spieler unmittelbar beteiligt: So verzögerte Konstantin Bongers einen Schlenzer, legte statt dessen auf Nikolas Linsenmaier ab, dessen Abpraller aufgrund der starken körperlichen Arbeit von Jackson Cressey am gegnerischen Tor durch einen Abstauber von Christoph Kiefersauer verwertet werden konnte (0:1, 3.).

Gegen Ende eines schweren zweiten Spielabschnitts spielten sich ähnliche Szenen ab. Zunächst hatte es gegolten einen bitteren Gegentreffer aus spitzem Winkel wegzustecken (1:1, 23.), bei dem Benzing die Sicht verdeckt war und die Schreckmomente eines Lattentreffers von Tobias Meier zu überstehen (29.). Die Wölfe vermochten es dann aber erneut, sich geduldig im gegnerischen Drittel zu etablieren und setzten dabei den später zum Doppeltorschützen avancierenden Shawn O’Donnell in Szene, der mit einem Schlenzer den EHC zum zweiten Mal mit einer Führung in die Kabine schickte (1:2, 37.).

Nach knapp fünf Minuten im Schlussabschnitt ereignete sich dann jedoch der eingangs erwähnte Moment, der laut Robert Hoffmann zur „Kopfsache“ hätte werden können: Freiburgs Defensive machte es Ville Järveläinen ein bisschen zu einfach, indem sie Bayreuths Stürmer-Ass ungehindert durch den Slot laufen ließ, wo dieser direkt vor dem Torraum einen Querpass zu seinem 14. Saisontreffer verwertete (2:2, 45.). Acht Minuten später fand der EHC jedoch in Form eines Doppelschlags eine Antwort auf diesen ernüchternden Rückschlag. So überbrückte zunächst ein Freiburger Trio in jeweils ungewohnter Position die Eisfläche binnen weniger Sekunden und wurde für seine Bemühungen mit dem dritten und entscheidenden Führungstreffer des Spiels belohnt: Tor Immo fand dabei von der eigenen Torlinie aus mit einem tiefen Pass Nikolas Linsenmaier an der gegnerischen blauen Linie, der dann wiederum Michael James Prapavessis in Szene setzte. Der über das Eis preschende Verteidiger verwandelte dabei in Manier eines Topstürmers seinen Marsch durch das gegnerische Drittel zum 3:2 aus Freiburger Sicht (53.).

Innerhalb der nächsten drei Minuten folgten dann der zweite Treffer von O’Donnell, der gleichzeitig auch den zweiten Powerplay-Treffer der Wölfe markierte und der gehaltene Penalty von Benzing, der seinerseits einen zweiten Torerfolg von Järveläinen vereitelte.

Selbst in den Schlussminuten spielten die Wölfe dann noch akribisch nach vorne und waren – insbesondere bei einer Großchance von Christian Billich – dem 5:2 näher als die Gastgeber es einem möglichen Anschlusstreffer waren. Ein solcher weiterer EHC-Treffer sollte dann jedoch Sebastian Hon vorbehalten sein, der mit seinem Schuss auf das leere Bayreuther Tor diesen Endstand markierte.

Mit dem nun fünften Sieg aus sechs Spielen im Kalenderjahr 2023 im Gepäck kehrte das Rudel in den Breisgau zurück und erwartet am Freitag in der Echte-Helden-Arena den EV Landshut. Für Spannung sollte erneut gesorgt sein, denn der bayrische Traditionsverein befindet sich nur zwei Tabellenpunkte hinter dem sich nun auf Rang 7 befindenden EHC Freiburg.

Tore:
0:1 (02:32) Kiefersauer (Linsenmaier) – PP1
1:1 (22:14) Ewanyk (Dietmann, Grosse)
1:2 (36:38) O’Donnell (Immo, Billich)
2:2 (44:21) Järveläinen (Bindels, Stephan)
2:3 (52:37) Prapavessis (Linsenmaier, Immo)
2:4 (54:29) O’Donnell (Billich, Sonnenburg) – PP1
2:5 (57:48) Hon (Prapavessis, Benzing) – EN

Schüsse: Bayreuth 27 (11/8/8), Freiburg 32 (8/9/15)
Strafen/Strafminuten: Bayreuth 3/6, Freiburg 4/6
Überzahleffizienz: Heilbronn 0-3, Freiburg 2-3
Schiedsrichter: Schadewaldt, Singer / Jürgens, Reinold
Zuschauer: 748

Aufstellung:
Cerveny (Benzing)
Immo, Linsenmaier, Billich / De Los Rios, Kaisler
Makuzki, Cressey, Orendorz / Sonnenburg, Pokorny
Hon, O’Donnell, Kiefersauer / Neher, Prapavessis
Bongers, Otten, Wittfoth / Hochreither

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