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12.02.2023

Dreipunktlandung in Bietigheim!

Der EHC Freiburg bezwang am Freitagabend den letztjährigen Erstligisten und nun Tabellenletzten durch einen Siegtreffer eine Sekunde vor Spielende mit 5:4

Der Treffer von Parker Bowles war der finale Akt frenetischer Schlussminuten in der Bietigheimer EgeTrans-Arena. Nachdem die Wölfe davor eine Fünf-gegen-Drei-Unterzahl überstanden hatten und dann acht Minuten vor Ende zum dritten Mal in diesem Spiel in Führung gegangen waren, mussten sie dreieinhalb Minuten vor Ende zunächst erneut einen Ausgleichstreffer hinnehmen. Doch mit einem letzten Verzweiflungshieb nahe der Bande in Richtung Bietigheimer Tor spielte Bowles dem Rudel dann aber doch noch die vollen drei Punkte aus diesem Baden-Württemberg-Derby ein.

Dabei sah es zwischenzeitlich noch so aus, als ob – wie so oft in den letzten Wochen – das zweite Drittel dem EHC zum Verhängnis werden würde. Erneut verspielte man nämlich eine Zwei-Tore-Führung, die man sich im in den ersten 20 Minuten erspielt hatte. In diesen zeigte sich Blau-Weiß-Rot nämlich äußerst druckvoll und mit einem effizienten Forechecking, das schon früh durch das 1:0 aus Wölfe-Sicht durch Nikolas Linsenmaier, der von Mick Hochreither mustergültig am langen Pfosten angespielt worden war, belohnt. Freiburg zeigte sich stets mit kontrolliertem Vorwärtsgang, brachte immer wieder Stürmer in den gegnerischen Slot und konnte dann in der 17. Minute nach einer Scheibeneroberung im gegnerischen Drittel in Person von Eero Elo und dessen ersten Tor im Wölfe-Dress auf 2:0 erhöhen.

Zur Hälfte des Spiels war diese Führung jedoch dahin, da Bietigheim im zweiten Drittel trotz des weiterhin vorhandenen Freiburger Forecheckings vermehrt ein stringenter Spielaufbau gelang. Dass nach dem Anschlusstreffer in der 23. Minute nicht schon gleich das 2:2 fiel, lag zwischenzeitlich auch an David Zabolotny, der – heute zum ersten Mal seit sechs Spielen wieder das Wölfe-Tor hütend – u.a. einen gefährlichen Konter der Gastgeber entschärfen musste.

Nachdem der Ausgleichstreffer für Bietigheim dann doch als Resultat eines satten Onetimers des in dieser Phase immer wieder gefährlich auftretenden Alexander Preibisch gefallen war, entlastete sich Blau-Weiß-Rot ebenfalls per Konter aus einer Druckphase des Gegners und konnte sich nur drei Minuten nach diesem 2:2 durch Ludwig Nirschl die Führung zurückerobern. In Folge dessen wurde Bietigheim jedoch die ersten beiden Powerplays dieses Spiels zugesprochen, die die Steelers beide äußerst druckvoll gestalteten und somit – wenn auch erst knapp eine Minute vor Ende des Drittels – das Spiel mit einem angemessenen Stand von 3:3 in den Schlussabschnitt schickten.

Dieser war zur Mitte hin von den Special-Teams geprägt und wäre aufgrund dessen beinahe komplett in Richtung Bietigheim gekippt. Der EHC etablierte sich in seinem zweiten Überzahlspiel dieses Drittels (und des Spiels insgesamt) zwar in der Bietigheimer Zone, zeigte sich jedoch wenig torgefährlich. Ähnliches lässt sich zwar auch über die eineinhalbminütige Fünf-gegen-Drei-Überzahl der Steelers sagen – der Unterschied bestand jedoch darin, dass sich diesem eine druckvolle und potentiell spielentscheidende Phase der Gastgebers anschloss, in der Zabolotny gegen Ex-Wolf Jackson Cressey wohl den Save der Partie aufs Eis legen musste – und aber auch bereits zehn Minuten vor Schluss Timo Saarikoski seine Auszeit einsetzen sah.

Passend zu diesem frenetischen Spielverlauf tauschten beide Teams dann doch noch einmal Tore aus – und das binnen vier Minuten. Freiburgs vierter Treffer des Spiels, für den Ludwig Nirschl bei seinem zweiten Tor des Spiels zunächst einen wild springen Puck am Torraum unter Kontrolle bringen musste, wurde dann erneut von Bietigheim zum 4:4 beantwortet, bevor schließlich Bowles vermeintlich aus dem Nichts mit dem 5:4 den Drei-Punkte-Erfolg von Blau-Weiß-Rot besiegelte.

Einen solchen möchten die Wölfe nun am Sonntag, 3.12. vor heimischer Kulisse gegen ihre Namensvettern aus Selb aufs Eis legen, gegen die man das Hinspiel denkbar knapp mit 3:2 gewann.

Tore:
0:1 (03:43) Linsenmaier (Hochreither, Bowles)
0:2 (16:32) Elo (O’Donnell, Billich)
1:2 (22:54) MacDonald (Zerter-Gossage, Lascheit)
2:2 (29:32) Preibisch (Doremus, Kuqi)
2:3 (32:50) Nirschl (Linsenmaier, Bowles)
3:3 (39:08) Naud (Mac Donald, Welychka) – PP1
3:4 (52:42) Nirschl
4:4 (56:37) MacDonald (Preibisch, Moser)
4:5 (59:59) Bowles (Hochreither, Pokorny)

Schüsse: Bietigheim 22 (6/10/6), Freiburg 36 (14/10/12)
Strafen/Strafminuten: Bietigheim 2/4, Freiburg 4/8
Überzahleffizienz: Bietigheim 1-4, Freiburg 0-2
SchiedsrichterInnen: Hoppe, Singaitis / Ernst, Menz
Zuschauer: 3753

Aufstellung:
Zabolotny (Benzing)
Nirschl, Linsenmaier, Bowles / Ventelä, Wachter
O’Donnell, Elo, Billich / Hochreither, Pokorny
Roach, Klos, Hahn / Neher, Gretz
Makuzki, Hon, Buchner

Foto: Timo Raiser

 

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