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15.02.2020

Doppelspieltag gegen Frankfurt beginnt mit Heimniederlage

Die Wölfe unterliegen den Löwen Frankfurt mit 2-4

Nachdem der EHC Freiburg in der 26. Minute einen 0:2-Rückstand wettgemacht hatte, gelangen den Löwen Frankfurt dann letztlich doch noch zwei weitere Treffer, die den Wölfen eine 2:4-Heimniederlage einfuhren. Diese Niederlage ist erst die zweite in den letzten 14 Heimspielen.

Die Vorgeschichte
Es gibt durchaus Parallelen zwischen den beiden Mannschaften, die sich an diesem Wochenende gleich zweimal gegenüberstehen. Zum einen wäre da die Formkurve, die an beiden Orten nach oben zeigt: Nach drei Niederlagen in Folge in einer verheerenden „englischen Woche“ im Januar haben die Löwen Frankfurt im Anschluss sechs Spiele in Folge gewonnen – und der nicht minder euphorisch eingestellte EHC Freiburg durfte am heutigen Abend als Tabellenführer der zweithöchsten deutschen Spielklasse einen Gegner im Breisgau begrüßen.
Außerdem deuteten die beiden bisherigen Duelle der beiden Teams auf packende Spiele hin – beide Begegnungen hatten nämlich mit einem 3:1-Heimsieg geendet, bei denen jeweils lediglich ein spätes Empty-Net-Tor dafür sorgte, dass die Höchstspannung einer Ein-Tore-Führung nicht bis zur Schlusssirene andauerte.
Am heutigen Abend endete somit erneut eine Begegnung dieser beiden Teams mit einem Zwei-Tore-Abstand – diesmal jedoch für das Auswärtsteam aus Frankfurt und dem finalen Treffer bereits 12 Minuten vor Spielende.

So lief das Spiel
Im ersten Drittel spielten sich die meisten nervenaufreibenden Szenen im Angriffsdrittel des EHC ab – zum Leidwesen der Wölfe blieb zählbarer Erfolg jedoch den Gästen vorbehalten. Ein Kontertor (0:1; 6. Spielminute) und ein verdeckter Schlenzer (0:2; 12.) brachten Frankfurt trotz prekärer Situationen vor ihrem eigenen Tor eine etwas überraschende Zwei-Tore-Führung ein. Noch heißer wurde es in der Nordkurve, als der EHC dann für satte eineinhalb Minuten in einer Fünf-gegen-Drei-Überzahl auflaufen konnte (13./14.) – die Löwen sahen sich nun eingeschnürt… und einmal sogar den Puck frei im Torraum herumliegen; ein Tor für den EHC sollte es allerdings ironischerweise nur in Form eines Konters geben, den Marc Wittfoth zum Anschlusstreffer einnetzte (1:2; 19.).
Auch das zweite Drittel – das gleich zwei Spielsequenzen bot, in denen gleichzeitig Spieler auf beiden Seiten auf die Strafbank geschickt wurden – brachte zwei Überzahlspiele für den EHC gegen das zweitschlechteste Unterzahlspiel der Liga hervor (die Erfolgsquote von Frankfurts Gegnern lag vor dem Spiel bei 24,3%), die nun jedoch etwas harmloser ausfielen. Zwischen diesen Powerplays revanchierte sich Luke Pither für das zweite Frankfurter Tor im ersten Drittel, indem auch er mit einem verdeckten Schlenzer zum Torerfolg kam (2:2; 26.).
Der Euphorie in der Echte Helden Arena wurde dann aber keine fünf Minuten später ein Dämpfer gesetzt, als nach dem besagten zweiten Powerplay des EHC in diesem Drittel Frankfurt sich in Form eines souverän durchgeführten, schnörkellosen Angriffs die Führung zurückeroberte (2:3; 31.).
Mit dieser Führung im Rücken wirkte dann das Spiel der Frankfurter auch insbesondere zu Beginn des Schlussabschnitts souverän. Ab der 46. Minute spielten nun aber auch sie vermehrt nach vorne und wurden prompt mit einem weiteren Treffer belohnt (2:4; 48.). Der EHC brachte nun noch einmal alle Offensivkräfte zusammen und warf ab der 50. Minute alles nach vorne. Trotz körperzentriertem Spiel der Gäste erlebte das Spiel jedoch keine achte Strafzeit gegen die Löwen und die Begegnung endete somit mit einer 2:4-Heimniederlage aus Sicht der Wölfe Freiburg.

Die kritische Spielphasen...
… waren die ersten 14 Spielminuten: Zwei Pfostentreffer und ein langes Fünf-gegen-Drei – der EHC hatte zu diesem Zeitpunkt einige Chancen, das Spiel in eine völlig andere Richtung laufen zu lassen als die, die es letztlich einschlug. Dass diese Spielphase obendrein auch noch Frankfurt mit zwei Toren in Führung gehen sah, setzte dem Wolfsrudel mit Sicherheit einen ordentlichen Dämpfer.

Fernduelle um die Tabellenspitze
Gleich drei Mannschaften hätten am Ende des heutigen 47. Spieltags an der Tabellenspitze stehen können. Der Gewinner dieses Miniduells,waren am heutigen Abend die Kassel Huskies: Mit ihrem 6:3-Heimsieg gegen Kaufbeuren überholten Sie den EHC und eroberten sich somit die Tabellenspitze zurück. Frankfurt und Freiburg – die vor dem heutigen Spiel drei Punkte trennten – liegen nun mit jeweils 84 Punkten einen Punkt hinter Kassel.

So geht‘s weiter
Das drittletzte Wochenende der Hauptrunde bringt für den EHC den letzten Doppelspieltag dieser Saison mit sich – am Sonntag (16.2.) reist das Wolfsrudel nach Frankfurt und möchte sich für die heutige Niederlage revanchieren und dabei die Saisonserie gegen die Löwen auf 2:2-Siege ausgleichen. Spielbeginn in der Main-Metropole ist um 18.30 Uhr.


Tore:
0:1 (05:24) Eduard Lewandowski (Maximilian Eisenmenger, Martin Buchwieser)
0:2 (11:30) Martin Buchwieser (David Suvanto, Maximilian Faber)
1:2 (18:35) Marc Wittfoth
2:2 (25:53) Luke Pither (Scott Allen, Simon Danner)
2:3 (30:42) David Suvanto (Darren Mieszkowski, Mike Mieszkowski)
2:4 (48:01) Adam Mitchell (Luis Schinko)

Strafminuten: Freiburg 6, Frankfurt 14
Schiedsrichter: Florian Fauerbach, Sascha Westrich / Jan Lamberger, Dominik Pfeifer
Zuschauer: 3.155

Die Aufstellung des EHC Freiburg:
Meisner (Meder)
Allen, Pither, Billich / Spornberger, Pageau
Spiro, Linsenmaier, Christmann / Brückmann, Danner
Wittfoth, Ustorf, Saakyan / Rießle, Pruden
Betzold, Kolb, Kunz

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