ravensburgSeeger
15.09.2019

Derbysieg gegen Ravensburg

Dem EHC Freiburg ist die Premiere in der neuen „Echte Helden Arena“ gelungen!

Gegen den amtierenden Meister aus Ravensburg konnte sich die Mannschaft von Peter Russell mit 3:2 (1:0, 1:2, 1:) durchsetzen. Das Game-Winning-Goal erzielte Neuzugang Cam Spiro per Penaltyschuss.

Vor Spielbeginn wurde mit einem symbolischen Eröffnungsbully die neue „Echte Helden Arena“ eingeweiht. Neben dem neuen Stadionnamen und diversen Umbaumaßnahmen in und um die Halle herum, präsentierte der EHC Freiburg auch das neue Wolf-Maskottchen sowie einen Einlauftunnel in Form eines Wolfkopfes für die Mannschaften bestaunen.

Nach einer so deutlichen Niederlage wie am vergangenen Freitag in Weißwasser fällt es meistens schwer, sich bereits zwei Tage später auf mentalem Höchstniveau zu befinden. Bei den Freiburgern schien dieses Spiel aber tatsächlich schon aus den Köpfen geschlagen zu sein. Nach nicht einmal fünf Minuten hatte Christian Bauhof den Führung auf dem Schläger, scheiterte jedoch knapp an Ravensburgs Goalie Olafr Schmidt. Chris Billich sorgte mit einem Nachschuss in der 8. Spielminute während einer Überzahlsituation für die erstmalige Wölfe-Führung. Die besonders offene Spielweise der Freiburger sorgte für viel Spaß auf den Zuschauerrängen, jedoch verpassten sie den Ausbau der Führung. Ravensburg kam besser aus der Pause und spielten einen schönen Angriff konsequent zum 1-1 Ausgleich (23.) aus. Der EHC Freiburg ließ dies aber nicht lange auf sich sitzen und nach starker Vorarbeit von Marc Wittfoth sorgte Nick Pageau mit einem gewohnt harten Schuss zur 2-1 Führung. Beide Mannschaften in der Folge mit offenem Visier und Eishockey vom feinsten. In Überzahl gelang dem amtierenden Meister nur drei Minuten später der erneute Ausgleich. „Safety first“ lautete wohl die Einstellung beider Mannschaften, die nun etwas gemächlicher zu Werke gingen. Chancen waren da – Aber hüben wie drüben hielten die Goalies ihr Team exzellent im Spiel. In der 50. Spielminute lief Jannik Herm alleine auf Schmidt zu und konnte nur noch durch ein Foulspiel gestoppt werden – Die Schiedsrichter entschieden auf Penaltyschuss. Und diesen hämmerte Cam Spiro so hart unter die Latte, dass das Tor erst durch den Videobeweis festgestellt werden konnte. In den letzten Minuten wuchs Ben Meisner über sich heraus und rettete den Heimsieg mit teils sehr spektakulären Paraden den Heimsieg über die Zeit.

Ein funktionierendes System:
Peter Russell steht für eine neue Spielphilosophie: aggressives Forechecking und eine kompakte Spielweise. Damit zeigt der EHC Freiburg ein ganz neues Gesicht. Früh wird der Gegner unter Druck gesetzt und nach Puckgewinn geht es ganz schnell und zielstrebig nach vorne. Aber auch in der Defensive – Insbesondere im Penaltykilling (Unterzahlspiel) – steht die Mannschaft wie eine Wand.

Der Dauerbrenner:
Neuzugang Luke Pither war auf dem Eis der wohl auffälligste Freiburger. Nicht nur aufgrund des neuen rot-weißen Topscorer-Helmes, sondern vor allem durch seine ständige Präsenz in Offensive und Defensive sowie der Hartnäckigkeit in jedem Zweikampf. Beinahe jeder Angriff seiner Reihe lief über ihn – in der 48. Spielminute scheiterte er nur ganz knapp an Schmidt.

Zum Spieler des Abends wurde bei den Freiburgern Goalie Ben Meisner gewählt. Am Freitag stand er noch als Pechvogel mit sechs Gegentreffern zwischen den Pfosten, heute konnte er unglaubliche 38 von 40 Torschüssen halten. Damit hatte der 29-jährige maßgeblichen Anteil am heutigen Heimsieg. Zum Spieler des Abends bei Ravensburg wurde Matias Haraanen gewählt.


Tore:

1-0 (07:32) Chris Billich (Gregory Saakyan, Luke Pither – PP1)
1-1 (22:09) Tero Koskiranta (Robin Just, Matias Haaranen)
2-1 (24:12) Nick Pageau (Marc Wittfoth, Christian Neuert)
2-2 (27:54) Davod Zucker (Matias Haaranen – PP1)
3-2 (49:24) Cam Spiro (Penaltyschuss)

Strafzeiten:

EHC Freiburg: 8 Minuten
Ravensburg: 6 Minuten + 10 Minuten Disziplinar

Aufstellung des EHC Freiburg:

Ben Meisner / Leon Meder
Spiro, Pither, Herm / Pageau, Spornberger
Saakyan, Linsenmaier, Billich / Brückmann, Kurz
Neuert, Balej, Wittfoth / Rießle, Neher

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