Dämpfer in der Wetterau
Nur zwei Tage nach dem Punktgewinn in Düsseldorf trat der EHC, erneut auswärts, beim EC Bad Nauheim an und unterlag deutlich mit 0-6. Erstmals seit Wochen konnte dabei Headcoach Juraj Faith vier komplette Sturmreihen aufbieten, stand doch Paul Bechtold nach Verletzungspause wieder zur Verfügung, ebenso wie Travis Ewanyk, der gegen die DEG noch angeschlagen passen musste.
Zwar begannen die Wölfe die Partie gegen den Tabellennachbarn hinten stabil, vorne gefällig, gingen jedoch nach zwanzig Minuten mit einem deutlichen Rückstand in die Kabine.
Innerhalb von gut 5 Minuten trafen die Hausherren drei Mal und schossen so einen 3-0 Pausen-Vorsprung heraus. Nach dem dritten Treffer der Roten Teufel nahm Headcoach Juraj Faith sowohl eine Auszeit als auch Patrik Cerveny vom Eis. Fabian Hegmann übernahm ab sofort für den Rest der Partie.
Beim ersten Gegentreffer ließen sich die Wölfe von Ex-EHC-Crack Parker Bowles überlisten, der vom Flügel energisch vors Tor zog, Patrik Cerveny umkurvte und locker einschob (8.). Ähnliches Bild vor dem 2-0: Wieder kamen die Hausherren mit Tempo ins Freiburger Drittel, scheiterten zunächst mit einem Abschluss am EHC-Goalie, gewannen aber die Scheibe zurück. Ein darauf folgender Distanzschuss veredelte Jordan Hickmott mittels Rebound aus der Drehung (12.). Bei Gegentreffer Nummer drei verloren die Wölfe erneut die defensive Ordnung. Den sich im Rückraum anschleichenden Simon Gnyp übersahen sie, dieser traf nach Bowles-Querpass platziert in den Winkel (13.).
Wie eingangs geschrieben hatte auch der EHC seine offensiven Momente, speziell in der ersten Hälfte des Eröffnungsabschnitts, kam aber zu keinem Torerfolg (Linsenmaier, Elo). Der Rest des Drittels gehörte klar den Hausherren, die weiterhin einige Abschlüsse aufs Freiburger Tor brachten, die aber allesamt von Fabian Hegmann entschärft werden konnten.
Zu Beginn des zweiten Drittels fand sich Tomas Schwamberger an der Seite von Eero Elo und Niko Linsenmaier wieder. Goldhelm Fabian Ilestedt blieb fortan in der Kabine.
Davon zunächst unbeeindruckt suchten die Wölfe, gestützt auf ein verbessertes Laufspiel, nun beherzter den Weg nach vorne und konnten die Mehrzahl der Torchancen für sich verbuchen. Bad Nauheim blieb aber mit Gegenstössen gefährlich und stand weiterhin defensiv meist stabil.
Wurden im ersten Drittel noch alle Treffer bei numerischer Gleichheit erzielt, so brachten im Mittelabschnitt die Special Teams den zählbaren Unterschied. Bad Nauheim traf im Powerplay (Bengtsson, 40.), Freiburg nicht.
Ergo ging es mit einem 4-0 in die Kabinen, auch, weil dem EHC das Glück an diesem Nachmittag einfach nicht hold war. Christian Kretschmann traf im zweiten EHC-Powerplay der Partie mit seinem Handgelenkschuss nur Latte und Pfosten (37.).
Nachdem Bad Nauheim in Person von Parker Bowles – überragender Mann des Spiels mit zwei Toren und drei Assists - früh im letzten Drittel das 5-0 nachgelegt hatte (42.), war die Partie entschieden und die Luft endgültig raus. Zwar versuchten die Wölfe weiterhin zum Torerfolg zu kommen, doch beispielsweise Julian Airich als auch Fynn Ludwig, beide im Powerplay, konnten nicht verwerten.
Der sechste Nauheimer Treffer hatte nur noch statistischen Wert.
Nach der intensiven Feiertagsphase haben die Wölfe nun Zeit etwas zu verschnaufen. Weiter geht es „erst“ am kommenden Freitag mit einem Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse.
Tore:
1:0 (07:14) Bowles (MacPherson, Gnyp)
2:0 (11:48) Hickmott (MacPherson, Volek)
3:0 (12:18) Gnyp (Bengtsson, Bowles)
4:0 (30:11) Bengtsson (Bowles, Koch) – PP1
5:0 (41:32) Bowles (Bengtsson, Erk)
6:0 (46:35) Bengtsson (MacPherson, Bowles)
Schüsse: Bad Nauheim 36 (17/5/14), Freiburg 33 (6/15/12)
Strafminuten: Bad Nauheim 6, Freiburg 6
Überzahleffizienz: Bad Nauheim 1-3, Freiburg 0-3
Schiedsrichter: Seedo Janssen, Jeroen Klijberg / Moritz Bösl, Yannick Müller-Osten
Zuschauer: 2.633
Aufstellung:
Cerveny (Hegmann)
Elo-Linsenmaier-Ilestedt / Hempel-Ventelä
O‘Donnell-Ewanyk-Mühlbauer / De Los Rios-Kühnhauser
Airich-Kretschmann-Airich / Trinkberger-Heider
Ludwig-Bechtold-Majher
Foto: A. Chuc























