26122020 RavensburgTowerstarsgegenFreiburg6
26.12.2020

Comeback-Sieg nach Penaltyschießen in Ravensburg

Durch zwei Tore im Schlussdrittel konnte der EHC einen 1:3-Rückstand wettmachen und schließlich mit 4:3 im Penaltyschießen gewinnen

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison wurde der Sieger der Partie zwischen dem EHC Freiburg und den Ravensburg Towerstars am heutigen zweiten Weihnachtsfeiertag erst im Penaltyschießen ermittelt. Wie auch schon am 13. November sicherte sich der EHC durch ein spätes Ausgleichstor einen Tabellenpunkt – doch heute galt es gleich zwei Treffer aufzuholen… und der Game-Winner von Jordan George im Shootout brachte den Wölfen dann auch noch einen zweiten Punkt ein.

Eine Kombination aus kollektivem Kampfgeist und Führungsqualitäten Einzelner – so EHC-Trainer Peter Russell nach dem Spiel – verhalfen dem EHC zunächst gleich zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand (0:2 und 1:3) zu verkürzen und schließlich auszugleichen. Eine geschickt eingesetzte Auszeit von Russell, die ein Powerplaytor einleitete und zwei Kontertore im letzten Drittel sorgten dabei für die Treffer des EHC.

Das Freiburger Personal
Zu den Ausfällen der jüngeren Vergangenheit – Scott Allen und Nikolas Linsenmaier – mussten sich für das heutige 14. Spiel der Saison auch Luis Ludin und Simon Danner gesellen. Aufgrund einer Verletzung des Kapitäns trug heute Christian Billich das „C“ auf seinem Trikot.

Doch es gab zu Spielbeginn auch eine gute Nachricht zu vermelden: Jake Ustorf kehrte aufs Eis zurück und bestritt heute zum ersten Mal seit knapp einem Monat (29.11.) eine Partie für den EHC. Er lief mit Marc Wittfoth und Gregory Saakyan in der nominell dritten Sturmreihe auf, die Garant für den ersten der zwei Aufholtreffer im Schlussabschnitt war (3:2, 47.).

Der Spielverlauf
Das erste Drittel erfuhr um die Acht-Minuten-Marke herum seine entscheidende Wende: Nach einem guten Start des EHC verlegte sich das Spiel nun nämlich ins Freiburger Drittel und stellte den Wölfen ihren zumindest in dieser Phase großen Antagonisten Robbie Czarnik vor. Nachdem man zwei seiner Großchancen noch standhalten konnte, bereitete eine dritte einen trockenen Schlagschuss von Blueliner Patrick Seifert vor. Abgefälscht von eben wieder Czarnik fand die Scheibe über den Innenpfosten ihren Weg ins Tor (1:0, 9.).

Die sich nun anschließenden Druckphasen der Towerstars brachten zwei Strafzeiten gegen den EHC herbei (11., 16.). Während insbesondere in der zweiten des öfteren Ben Meisner per Fanghand zur Stelle war, führte ein souveräner Tip-in von Andreas Driendl am langen Pfosten dann doch zum 2:0 für Ravensburg (17.).

Das dritte Unterzahlspiel des EHC, das fünf Sekunden vor Ende des ersten Drittels begonnen hatte, prägte die Eröffnungsphase des zweiten Drittels. Ähnlich wie zu Beginn des Spiels – nur diesmal in vertauschten Rollen – vermochte nun der EHC Spielanteile zunächst dadurch für sich zu gewinnen, dass der Gegner sich vermeintlich zu oft auf der Strafbank wiederfand. So wurde der Mittelabschnitt des Spiels zum Drittel der Special-Teams für den EHC: Durch drei sich aneinander reihende Strafen gegen Ravensburg wurden gut fünf der sieben Spielminuten zwischen der 29. und 36. Minute in Freiburger Überzahl gespielt.

Die größten Chancen ergaben sich dabei zwischenzeitlich, als nach einem Pfostenschuss von Nick Pageau der gerade von der Strafbank zurückgekehrte Mathieu Pompei einen Eins-auf-null-Konter laufen konnte, jedoch an Ben Meisner scheiterte (31.).

Als in dem nun dritten Überzahlspiel des Drittels (und insgesamt vierten des Spiels) für den EHC den Wölfen der Anschlusstreffer immer noch nicht gelungen war, gelang Peter Russell ein taktischer Meisterzug: Nach 36 Sekunden in diesem Powerplay nahm der Freiburger Trainer die einzige ihm zustehende Auszeit – und nur 33 Sekunden später gelang Chad Bassen dann der Treffer zum 1:2 aus Freiburger Sicht (36.). Aus der Auszeit kommend hatte sich Bassen immer wieder als Anspielstation im Slot präsentiert – und als er dort zum zweiten Mal von Christian Billich gefunden wurde, gelang dem EHC somit der Anschlusstreffer.

Das dritte Drittel begannen beide Teams cleverer – zumindest dahingehend, dass sie der Strafbank fernblieben und somit keine der Phasen einleiteten, die in den ersten beiden Spielabschnitten einschneidende Spielverlagerungen verursacht hatten. Somit entwickelte sich ein hart umkämpftes offensives Spiel auf beiden Seiten.

Zunächst konnte Ravensburg seine Führung erhöhen, indem Mathieu Pompei in einer turbulenten Sequenz per Drehung im Freiburger Slot die Scheibe annahm und einen verdeckten Schuss an Ravensburger Mitstürmern und Freiburger Verteidigern vorbei hinter Ben Meisner einnetzte (3:1, 45.). Pompei war nun – wie auch sein Assistent bei diesem Treffer, Andreas Driendl – an allen fünf Treffern der Towerstars gegen den EHC in dieser Saison beteiligt (zwei Tore, drei Assists).

Mit dem Druck eines Zwei-Tore-Rückstands im Nacken setzte der EHC nun aber Akzente im Spiel. So präsentierten sich die Kombination Cam Spiro und Nick Pageau (52.) und kurz darauf Jake Ustorf per Tip-in-Versuch (54.) gefährlich vor dem Ravensburger Tor. Zählbarer Erfolg kam aber über Konter: So zunächst in der Kombination der dritten Reihe – Gregory Saakyan nach Assists von Marc Wittfoth und Ustorf (3:2, 47.) und Bassen nach einem Scheibengewinn an der eigenen blauen Linie durch einen trockenen Schlenzer (3:3, 56.).

Die Verlängerung, die nach zwei Strafen kurz vor Ende der 60 Minuten im Vier-gegen-Vier begann und nach einer Spielunterbrechung im üblichen Drei-gegen-Drei fortgesetzt wurde, wurde offen ausgetragen, brachte aber keine hochkarätigen Chancen hervor. Somit musste der „Zusatzpunkt“ – wie auch schon im Hinspiel am 13. November – im Penaltyschießen ausgespielt werden. Erneut behielten beide Torhüter zunächst eine weiße Weste – als letzter der drei regulären Schützen des EHC konnte Jordan George dann aber den Wölfen diesen hart erkämpften Auswärtssieg einfahren.


Tore:
1:0 (08:48) Robbie Czarnik (Mathieu Pompei, Andreas Driendl)
2:0 (16:05) Andreas Driendl (Mathieu Pompei, David Zucker) – PP1
2:1 (35:11) Chad Bassen (Christian Billich) – PP1
3:1 (44:09) Mathieu Pompei (Andreas Driendl, Robbie Carnik)
3:2 (46:01) Gregory Saakyan (Jake Ustorf, Marc Wittfoth)
3:3 (55:18) Chad Bassen
3:4 (Shootout) Jordan George

Strafminuten: Ravensburg 10, Freiburg 8
Überzahl: Ravensburg 1-4, Freiburg 1-5
Schüsse: Ravensburg 26 (11/7/7/1), Freiburg 35 (9/12/13/1).
Schiedsrichter: Stephan Bauer, Martin Holzer / Christopher Milling, Michael Sauer

Aufstellung, EHC Freiburg:
Meisner (Salvarani)
Spiro, Schiemenz, George / Spornberger, Pageau
Hult, Bassen, Billich / Brückmann, Kurz
Saakyan, Ustorf, Wittfoth / Neher, Rausch
Tschwanow, Trinkberger, Kaisler

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