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12.05.2022

Auswärtssieg auch am zweiten Advent

Am zweiten Adventssonntag lief der EHC vor 2134 Zuschauern beim EC Bad Nauheim auf und siegte mit 5-4

Adventssonntage scheinen dem EHC zu liegen: Nach dem Auswärtssieg am ersten Adventssonntag in Ravensburg legten die Wölfe am zweiten Adventssonntag einen weiteren Auswärtssieg in der Wetterau obendrauf. Dabei musste das Team wie bereits am Freitag gegen Heilbronn Topscorer Tor Immo verzichten, der nach wie vor mit einer Oberkörperverletzung nicht zur Verfügung steht. Außerdem stand Simon Danner ein weiteres Mal nicht im Kader. Luca Trinkberger und Konstantin Bongers fehlten ebenfalls.

1. Drittel: Bad Nauheim dominiert, trifft sechs Sekunden vor Drittelende zum 2-1
Der gastgebende EC Bad Nauheim fand sichtbar besser ins Spiel und dominierte die Wölfe von Beginn an in punkto Passgenauigkeit und Laufbereitschaft in einem temporeichen Spiel. So gelang es den Roten Teufeln meist gut organisiert und zielstrebig die neutrale Zone zügig zu überbrücken, was wiederum der Freiburger Defensive Schwierigkeiten bereitete, das Eindringen der gegnerischen Angreifer ins Verteidigungsdrittel zu unterbinden. Sobald die Wölfe in Scheibenbesitz kamen, setzten die Hausherren den scheibenführenden Spieler aggressiv mit zwei Angreifern im Forechecking unter Druck. So war der EHC meist zu langen Aufbaupässen gezwungen, die leider allzu häufig zu ungenau gespielt wurden. Diese Fehlpässe resultierten logischerweise in einer Freiburger Chancenarmut. Der erste Treffer der Partie gelang ergo den Hausherren dank einer schön ausgespielten Passstafette, die schließlich der im Slot freistehende Christoph Körner verwertete (9.). Etwas überraschend gelang den Wölfen in der 15. Spielminute der Ausgleich: Ein von zwei Verteidigern und einem Stürmer (!) vorgetragener Drei-auf-Eins-Konter schloß Hagen Kaisler nach Pass von Lennart Otten direkt ab. Sechs Sekunden vor Drittelende hatte Pollastrone einen Geistesblitz und bediente per No-Look-Pass Christoph Körner, der Cerveny per Direktabnahme aus kurzer Distanz keine Chance ließ und seinen zweiten Treffer des Abends markierte. In Summe also eine verdiente Führung, wenngleich auch der EHC in den letzten fünf Minuten die eine oder andere gute Torchance hatte und durchaus mit etwas Glück auch selbst in Führung hätte gehen können.

2. Drittel: Der EHC trifft vier Mal, davon zwei Mal in Überzahl
Das zweite Drittel begann recht ausgeglichen was die Spielanteile anging. Beite Teams begegneten sich nun läuferisch auf Augenhöhe. Dennoch lag die Mehrzahl der Torchancen zunächst bei den Hausherren (23. und 27.) ehe Chris Billich einen schnell vorgetragenen Angriff im Nachschuss nach energischer Vorarbeit von Shawn O’Donnell und Christoph Kiefersauer zum 2-2 abstaubte (30.). Zeigten sich die Referees bis hierhin sehr zurückhaltend mit dem Aussprechen von Strafen, so traf es die Hausherren in der Folge gleich zwei Mal nacheinander. Und beide Male schlug das EHC Powerplay zu. Zunächst bediente ex-Montreal Canadien Martin Réway mit einem Querpass durch die Box Calvin Pokorny, der per Direktabnahme Felix Bick nicht den Hauch einer Chance ließ (32.). Nur eine Minute später traf Réway höchst selbst: sein präziser Handgelenkschuss schlug halbhoch auf der Stockhandseite von Bick ein. Und die Freiburger Nummer 92 hatte nicht genug: Zeichnete die Nauheimer in Drittel eins noch ihr präzises Passspiel aus, so war es ausgerechnet ein unsauber gespielter Pass im Freiburger Verteidigungsdrittel, der zu einem Turnover führte. Niko Linsenmaier schnappte sich die Scheibe und bediente den am langen Pfosten wartenden Réway, der mit einem erneuten Direktschuss Bick bezwang.

3. Drittel: Freiburg kriegt den Deckel nicht drauf
Wie zu erwarten war versuchte der EC Bad Nauheim von Beginn weg den Drei-Tore-Rückstand möglichst schnell zu verkürzen. Dies gelang vorerst nicht, da der EHC nach wie vor läuferisch und körperlich entscheidend dagegenhalten konnte. Spielerisch verlegten sich die Wölfe darauf, vor allem defensiv sicher zu stehen und selbst über Konter gefährlich zu werden. Leider konnte keiner dieser vielversprechenden Angriffe erfolgreich abgeschlossen werden, was die Partie vermutlich frühzeitig entschieden hätte. Im Gegenteil. In Minute 46 nutzten die Hausherren ein weiteres Mal eine numerische Überlegenheit zum 3-5. In der Folge entwickelte sich das zu erwartende enge Spiel mit vielen Zweikämpfen, gelegentlichen gefährlichen Freiburger Kontern und immer wieder anrennenden Nauheimern. Zwar überstand der EHC eine weitere Strafzeit gegen Hagen Kaisler (54.) unbeschadet, konnte das 4-5 durch den ex-Freiburger bzw. -Schwenninger David Cerny nach einem Turnover in der neutralen Zone dann aber doch nicht mehr verhindern (57.). Folgerichtig wurde es nun noch brenzliger für das von Patrik Cerveny hervorragend gehütete Tor, auch weil Bad Nauheim mit sechs Feldspielern agierte. Die Spannung gipfelte bei 58:58: Coffman traf aus kurzer Distanz nur die Latte.

Fazit:
Dem EHC gelingt ein hart erkämpfter Auswärtssieg, dessen Grundstein in Drittel zwei gelegt wurde, als die Wölfe in der Offensive sehr präzise und effizient agierten und unter anderem im Powerplay zwei Mal trafen. Über die gesamte Spielzeit kämpfte die Mannschaft beherzt für die drei Punkte und legte im Verlauf der Partie – nach Abschütteln der Busbeine – auch läuferisch entscheidend zu und verbesserte die Qualität des eigenen Passspiels. Der EC Bad Nauheim verlangte den Wölfen in diesem äußerst schnell geführten Match alles ab und war am Ende die unglücklichere Mannschaft.

Tore:
1:0 (08:19) Körner (Coffman, Herrmann) – PP1
1:1 (14:37) Kaisler (Otten, Feist)
2:1 (19:54) Körner (Coffman, Herrmann)
2:2 (29:28) Billich (O’Donnell, Kiefersauer)
2:3 (31:20) Pokorny (Réway, De Los Rios) – PP1
2:4 (32:40) Réway (De Los Rios, Pokorny) – PP1
2:5 (37:53) Réway (Linsenmaier, De Los Rios)
3:5 (45:09) Vause (Pollastrone, Köhler) – PP1
4:5 (56:41) Cerny (Pauli)

Schüsse: Bad Nauheim 31 (12/6/13), Freiburg 23 (8/10/5)
Strafen/Strafminuten: Bad Nauheim 2-4, Freiburg 1-2
Überzahleffizienz: Bad Nauheim 1-1, Freiburg 2-2
Schiedsrichter: Nikolas Neutzer, Eugen Schmidt / Dominic Borger, David Tanko
Zuschauer: 2134

Aufstellung:
Cerveny (Benzing)
Orendorz, Linsenmaier, Réway / Pokorny, De Los Rios
Kiefersauer, O‘Donnell, Billich / Sonnenburg, Kaisler
Wittfoth, Cressey, Hon / Prapavessis, Hochreither
Makuzki, Otten, Feist

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