U13 EHC Bietigheim 12 18 159772
18.02.2019

U20 fast am Ziel, 1B unterliegt in Mannheim und gegen Ravensburg

Letzter Platz besiegelt

1B: EKU Mannheim – EHC Freiburg 6:4 (2:3, 2:1, 2:0).

1B: EHC Freiburg – EV Ravensburg 3:11 (0:5, 1:4, 2:2).

Mit einem denkwürdigen Wochenende hat unsere 1B ihre Rückkehr-Saison in die Regionalliga beendet. In sportlicher Hinsicht haben zwei EHC-Niederlagen ihren letzten Platz im Neuner-Feld besiegelt.

 Das „Do-or-Die“-Spiel am Samstag (16.2.) beim Vorletzten EKU Mannheim setzte bei den 13+2 Spielern, die Trainer Peter Salmik mitgebracht hatte, ungeahnte Kräfte frei. Gleich drei Spieler – Luis Dischinger zum 0:1, Ramin Noorollah Zadeh zum 2:2 und Dennis Steinhauer zum 4:4 – erzielten ihren ersten Saisontreffer. Da mochten sich die etatmäßigen Torjäger Anton Bauer und Tobi Bräuner nicht lumpen lassen und trafen in Kooperation zum zwischenzeitlichen 2:3 (20. Minute). Nach Steinhauers Treffer zum 4:4 (33.) steuerte das muntere Spiel auf ein Resultat im Bereich von 8:8 zu. Doch nun zogen beide Teams die Handbremse an, denn eines war klar: Wer dieses Spiel verlieren würde, hätte am Saisonende die rote Laterne. Mehrere Situationen alleine vor dem EKU-Keeper ließen die Freiburger ungenutzt, und als sie zwei Minuten vor der Schluss-Sirene weit aufrückten, um endlich den Sieg klarzumachen, fingen die Hausherren ein unpräzises EHC-Zuspiel ab und setzten den entscheidenden Konter zum 5:4. Trotz guten Spiels standen die Freiburger mit leeren Händen da.

 24 Stunden, beim letzten Rundenspiel des EHC gegen Ravensburg, passierte dann etwas, was Herr Murphy bestimmt für die nächste Auflage seines gefürchteten Gesetzbuches notieren wird. Diesmal standen Peter Salmik nur noch 11+1 Spieler zur Verfügung; sein treuer Torwart Leon Meder, Nemesis so vieler Stürmer in dieser Saison, war zur ersten Mannschaft abkommandiert worden.

Constantin Haas, in Ravensburg aufgewachsen und seit 2015 im EHC-Tor aktiv, freute sich dagegen auf das Wiedersehen mit den alten Kumpels. Die Freude währte 1:45 Minuten – was für ein Eishockeyspiel deutlich zu kurz ist. Dann geschah Folgendes: Haas parierte den ersten Tor-Schuss der Gäste im Spiel, für den Nachschuss wollte er kraftvoll zur Seite gleiten, doch die damit beauftragte Muskelfaser im hinteren Oberschenkel machte Pling! Ein Geräusch, das niemand gerne in seinem Körper hört, und ein alleinstehender Goalie schon gar nicht.

Dass der Ravensburger Nachschuss zum 0:1 in seinem Tor landete, war fortan Constantin Haas´ geringste Sorge. Mühsam quälte er sich durchs erste Drittel, derweil die Gäste erbarmungslos auf jene Stellen des Tores zielten, an die ein Torwart nur mit der Kraft seiner hinteren Oberschenkelmuskulatur hinkommt. In der ersten Drittelpause schlüpfte dann EHC-Verteidiger Ramin Noorollah Zadeh in eine Torwart-Ausrüstung, die nicht die seine war, und stellte sich in ein Tor, das er bisher nie so nah kennen gelernt hatte. Die Ravensburger deckten den Neuling fortan mit Schüssen, und obwohl Ramin sich mit Todesmut und erstaunlich viel Erfolg dagegen wehrte, zischte doch ab und zu ein Puck in die Maschen.

Immerhin: Die Freiburger boten Paroli, so oft sie konnten. Zwar gehen zwei Regionalliga-Spiele innerhalb von 24 Stunden an einem kleinen Kader nicht spurlos vorbei. Dennoch gelangen mehrere sehenswerte Pass-Stafetten. Drei davon nutzte Alexander Kinderknecht, einst zuverlässiger Torlieferant des EHC in Junioren-Bundes- und Regionalliga, zu einem krachenden Hattrick. 

Toni Klein

Punkte für den EHC (beide Spiele): Aaron Kupzick -/1, Alexander Kinderknecht 3/-, Timo Linsenmaier -/1, Tobias Bräuner -/3, Luis Dischinger 1/-, Anton Bauer 1/1, Dennis Steinhauer 1/-, Denys Mylyanyk -/1, Ramin Noorollah Zadeh 1/-.

Zahl der Saisonspiele für die 1B: Tobias Bräuner und Luis Dischinger je 23, Timo Linsenmaier, Aaron Kupzick und Ramin Noorollah Zadeh je 21, Anton Bauer, Sebastian Vuoritsalo und Vladimir Brug je 20, Alexander Kinderknecht 19, Jakob Rütschle und Manuel Kunz 18, Denys Mylyanyk 17, Manuel Frattini 16 u.a.

Tabelle: 1. Bietigheim 24 Spiele/145:99 Tore/54 Punkte. 2. Zweibrücken 24/120:85/45. 3. Eisbären Heilbronn 24/96:79/44. 4. Hügelsheim 24/102:93/44, … 8. EKU Mannheim 24/76:129/19. 9. EHC Freiburg 1B 24/54:124/14

 

 

Meistertitel zum Greifen nah

U20: SG Freiburg/Hügelsheim – Stuttgart/Bietigheim 4:1 (1:0, 0:1, 3:0).

Unser Juniorenteam steht kurz davor, seinen EBW-Meistertitel vom Vorjahr zu verteidigen. Vier Spiele vor Saisonende ist sein Vorsprung dank des jüngsten Sieges über Verfolger Stuttgart/Bietigheim auf elf Punkte angewachsen. Erneut setzte die badische Spielgemeinschaft am Sonntag (17.2.) gegen die Schwaben auf Geduld. 45 Minuten lang war es eine Partie auf Augenhöhe, die 12 Feldspieler plus Goalie Leon Suljkic unter dem Kommando von Dirk Hensel brachte nur eine ihrer zahlreichen Chancen im Tor unter. Dann blies SG-Stürmer Justin Rich zur Schlussoffensive, in der dem Tabellenführer noch drei Treffer gelangen.

Nun bieten sich unseren Junioren noch drei Gelegenheiten, den letzten Punkt für den Titelgewinn zu holen: am 2. März in Stuttgart, am 10. März bei EKU Mannheim und am 23. März in Hügelsheim erneut gegen Stuttgart/Bietigheim. 

Toni Klein

Punkte für die SG: Justus Lehmacher -/2, Justin Rich 2/-, Philipp Denzer -/1, Dennys Mylyanyk 2/-, Boris Kharitonov -/1, Julian Wagner -/1.

Tabelle:1. SG Freiburg/Hügelsheim 9 Spiele/+26 Tore/25 Punkte. 2. Stuttgart/Bietigheim 8/+12/14, 3. EKU Mannheim 9/-38/0

 

 

Rammstein zum Frühstück

U13-Turnier in Schwenningen.

Turniere in Schwenningen sind immer etwas Besonderes, da war die jüngste U13-Ausgabe am vergangenen Wochenende (16./17.2.) keine Ausnahme. Bei 6 der 10 teilnehmenden Vereine dieses Turniers (Köln, Krefeld, Ingolstadt, Nürnberg, SERC, Augsburg) spielen die Großen in der DEL, und das spiegelte sich auch im Teamauftritt ihrer Kleinen, auf und neben dem Eis.

Doch zunächst staunt der Gast aus Freiburg.

Über die vorzügliche Organisation und das gute Essen.

Über das Badnerlied, das der Hallensprecher bei Toren gegen den EHC laufen lässt.

Über erstklassige Schiedsrichter, dann aber auch über Schiris aus dem Bayernland, die als Gutsherren auf Kufen herübergekommen sind, um den EBW-Vereinen mal zu zeigen, wie Eishockey eigentlich gedacht ist.

Über einen Overkill an bizarrer Musik. Rammstein zum Frühstück – darauf muss man erstmal kommen.

 Auch der Blick über die Tribünen wird reich belohnt. Von Kölner Puschel-Müttern, die sich in rot-weiß über die Tribünenstufen drapieren und als Cheer-Mariechen jedes Spiel ihrer Kinder zu einem opto-akustischen Erlebnis machen. Von Nürnberger Vätern, deren Lautstärke und Alkoholpegel schon am Samstagmittag eigentlich am Maximum ist, dann aber doch mit jedem Nürnberger Tor nochmals zunimmt. Und die Nürnberger schießen viele Tore.

 Wenn das eigene Team nicht spielt, gibt es Eltern-Kind-Chillen in der Februar-Sonne hinter einer der schönsten (und schönst gelegenen) Eishockey-Arenen in Deutschland. Aber das eigene Team spielt ziemlich oft. Und die 18+2 EHC-Spieler unter Regie von Peter Salmik, später Rudi Gorgenländer, geben oft ihr Bestes. Wie üblich ist es aber körperlich die kleinste Mannschaft, die hier im EHC-Leibchen an den Start geht. Allein ins Trikot des Kölner Torwarts würde der komplette dritte Block des EHC passen.

 Diese ungleiche Verteilung der Körper- und Muskelmasse schlägt sich in den Ergebnissen nieder. Gegen Köln (Endstand 1:9 – Puschelzeit für die Funken-Mütter!) ist unser Team genauso überfordert wie gegen Nürnberg (1:10 – noch einen Klaren, Väterchen!). Gegen Schwenningen (0:5) und gegen Basel (0:3) könnte was drin sein, doch dann bringt man sich nicht selbst um den Lohn der Mühen. Mehrere Gegentore fallen, weil unser Verteidiger beim Rückwärtslaufen über die blaue Linie stolpert. Oder weil ein EHC-Stürmer die Scheibe schon sicher hat, dann aber durch einen Querpass vor dem eigenen Tor die Vorlage zum Gegentreffer liefert.

 Und dann, als dieses Was-haben-wir-hier-eigentlich-zu-suchen-Gefühl an die Schädeldecke klopft, folgt das Spiel gegen Augsburg. Noch ein DEL-Club, noch eine Klatsche? Aber nein, der EHC wehrt sich diesmal mit mehr Geschick. Diesmal gelingen dem Gegner nicht früh zwei, drei Tore, auch weil Jan Plöger im EHC-Tor sein bestes Turnierspiel macht. Allmählich löst sich der EHC aus der Umklammerung. Er läuft Konter, setzt sich immer öfter vor dem AEV-Tor fest und trifft nun sogar in selbiges. Dem Freiburger Konter zum 1:0 (27. Minute) folgt ein abgefälschter Schlagschuss zum 2:0 (32:02). Mitten in die Freiburger Feierlichkeiten fällt – durch ein Eigentor – der Augsburger Anschlusstreffer (32:33). Aber diese Schrecksekunde dauert nur acht Sekunden lang, dann folgt vom Bully weg der nächste Breakaway-Konter und der nächste Rückhand-Lupfer über die Schulter des AEV-Goalies in den Torwinkel. Dieses Tor ist ein würdiger Schlussakkord: Der EHC hat die Knaben eines DEL-Clubs 3:1 besiegt und holt damit am Ende den achten Platz.

Im Finale holen die Kölner Knaben-Haie gegen Krefeld ein 0:0 heraus, trotz Krefelder Dauerdrucks, und sind dann im Penaltyschießen abgezockter. Der Rest geht im großen Gepuschel der Jubel-Mütter unter, die bei der Siegerehrung auch für die unterlegenen Krefelder tanzen und singen. Ein letztes Mal staunt der Gast aus Freiburg. 

Toni Klein

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