Zwenger+Loyal
24.02.2020

Crunchtime für Knaben

U13: EHC Freiburg – Heilbronner EC 2:5 (0:2, 1:2, 1:1) // ...

Am Ende einer Eishockey-Saison geht es rund. Was den Großen dann die Playoffs sind, sind dem Nachwuchs die Einladungsturniere – möglichst in selten gesehenen Hallen, gerne mit Gegnern, denen man nie zuvor gegenüber stand. Bei diesen Turnieren kann ein jeder Spieler zeigen, was er im halben Jahr seit Saisonbeginn gelernt, geübt, verbessert hat. Und weil die Tage länger und die Pausen zwischen den Turnierspielen von der Sonne erwärmt werden, schließen sich auch viele Eltern dem Tross ihrer Puckjäger an. Ist ja auch was Anderes, wenn ein Wochenende in Tirol ansteht statt der 44. Fahrt nach Mannheim (no front!). Innsbruck, Marly/Schweiz, Krefeld – das waren zuletzt die Turnier-Reiseziele unseres Knabenteams. Schwere Gegner, schöne Erinnerungen.

Auch diesmal hält die Crunchtime der Saison für unsere U13 heftige Herausforderungen bereit. Beim Alwa-Cup in Bietigheim am 4./5. April sind u.a. Bern, Rapperswil-Jona und die halbe DEL2 am Start. Mit dem Nachwuchs von gleich drei DEL-Clubs bekommen es unsere Knaben dagegen am kommenden Wochenende beim Wild-Wings-Future-Turnier in Schwenningen zu tun. Da warten Krefeld, Augsburg, die Gastgeber und zwischendurch die Talentschmiede aus Kaufbeuren.

In solch ein Turnier möchte man gerne gut vorbereitet gehen, und da muss man den Spielplan des EBW loben, der unserer U13 genau jetzt einen der stärksten Gegner im Südwesten beschert – und das gleich zwei Mal. Am Sonntag (23.2.) gastierte der Heilbronner EC in der Echte-Helden-Arena, diesen Mittwoch (26.2., 17 Uhr) kommt er gleich wieder. In ihrer aktuellen Zusammenstellung ist die U13 aus Heilbronn bärenstark: hinten kompakt, vorne ein Feuerwerk an Ideen. Umso höher einzuschätzen ist die Leistung, die die 17+2 EHC-Spieler unter Regie von Peter Salmik am Sonntag boten. Zu Saisonbeginn waren sie noch mehrfach zweistellig untergegangen, weil es an Mut im Zweikampf oder an Standfestigkeit auf den Kufen fehlte.

Mittlerweile sieht das viel stabiler aus! Wie Kämpferherz Silas Flamm am Sonntag mit letztem Einsatz Großchancen des Gegners verhinderte; wie sich Michael Zwenger inzwischen in jedes Gewühl hineinarbeitet und oft mit dem Puck am Schläger wieder herauskommt; wie Wirbelwind Lio Leichsenring kühlen Kopf bewahrt und geduldig wartet, bis sich die Lücke für die finale Vorlage öffnet; wie Luis Loyal selbst in Bedrängnis die Scheibe sichert und, vor die Wahl „Passen oder Schießen“ gestellt, für einen Zwölfjährigen außergewöhnlich oft die richtige Entscheidung trifft – all das kommt für die Mannschaft genau zum richtigen Zeitpunkt. All das wird beim Turnier in Schwenningen in jeder Spielminute benötigt. Und auf die beiden Säulen des Teams, Niclas Hempel und Leonard Glatz, ist ohnehin Verlass. Wenn Glatz dann auch mal nach vorne geht, überlistet er gleich die komplette Hintermannschaft des Gegners, netzt überlegt zum 1:2 ein (35. Minute) und lässt später den Pfosten noch zwei Mal beben.

So viele Erfreulichkeiten und trotzdem am Ende ein 2:5? Dass der EHC diese Partie deutlich verlor, lag unter anderem am „Mannheim-Doping“ des Gegners. Heilbronn hatte drei Ex-Spieler der Jungadler dabei, gegen die kein Kraut gewachsen war. Jedes Mal, wenn diese Jungs alleine oder zu zweit mit Tempo von hinten kamen, herrschte Alarmstufe Rot in der EHC-Verteidigung. Gelegentlich konnten die Verteidiger das Problem im Verbund lösen, mehrfach konnten sich auch die EHC-Goalies Jan Plöger und (ab der 30. Minute) Marko Uhrig auszeichnen. Fünf Mal waren sie aber gegen diese Gästewucht chancenlos.

Tore für den EHC: 1:2 Leonard Glatz (35.; Rafael Brug/Julius Wulf), 2:4 Julius Wulf (42.; Lio Leichsenring).

Text: Toni Klein / Foto: Citypress

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