EHC Freiburg - Bayreuth Tigers 1-2

Freiburg musste im Match gegen die Bayreuth Tigers auf drei Stammkräfte verzichten: Milos Vavrusa fiel mit einer Knöchelverletzung aus, Steven Billich hatte sich in Peiting an der Rippe verletzt und musste dieses Wochenende ebenfalls pausieren. Dazu fehlte der gesperrte Julian Airich. Leos Sulak musste also wieder einmal Änderungen in seiner Aufstellung vornehmen, wobei dem Vavrusa-Ersatz Jan Melichar fast ein Debüt nach Maß gelungen wäre. Gleich zwei Mal lauerte er im ersten Drittel in Überzahl am langen Pfosten und stand dort Tigers-Goalie Julian Bädermann völlig frei gegenüber, allerdings wurde in beiden Szenen der Winkel zu spitz. Bayreuth bot eine starke Partie im Breisgau, Ivan Kolozvary und Marcus Marsall hatten gute Gelegenheiten, die Tiger in Führung zu bringen. Das Tor fiel jedoch auf der Gegenseite: Mit einem blitzschnellen, überraschenden Move in Überzahl zog Tobias Kunz von der Grundlinie vors Bayreuther Tor und versenkte die Scheibe hinter Bädermann. Mit 1-0 ging es dann auch in die erste Pause, Freiburg verteidigte gut und letztlich stand Christoph Mathis allen Bayreuther Versuchen im Wege.

In Abschnitt 2 waren vor allem die Gäste aus Bayreuth am Drücker. Christoph Mathis im Freiburger Tor konnte die meisten Versuche entschärfen, gegen den vom Ex-Freiburger Michal Bartosch abgefälschten Schuss war er jedoch machtlos. Das Überzahltor zum 1-1 in der 29. Minute wurde dem Kräfteverhältnis auf dem Eis mehr als gerecht: Die Tiger brachten den EHC vor allem beim Spielaufbau immer wieder in Bedrängnis, gegen das mit zwei Stürmern vorgetragene Forechecking konnte sich Freiburg zu selten spielerisch befreien. 

Im Schlussdrittel ging Bayreuth in der 42. Minute mit 2-1 in Führung und wie schon beim Ausgleich saß dabei ein Freiburger auf der Strafbank. Andreas Geigenmüller kam frei zum Abschluss und setzte die Scheibe ins rechte obere Eck. Freiburg versuchte in der Folge, Druck aufs Bayreuther Tor auszuüben - aber dies gelang nur phasenweise. Einer guten Schicht folgten zwei weniger druckvolle Wechsel, der EHC kam nicht in den gewohnten Angriffsrhythmus. Man kann es natürlich auch aus Sicht der Gäste formulieren: Bayreuth stand gut in der Defensive, macht kaum Fehler und konnte sich auf einen guten Schlussmann verlassen. Symptomatisch die letzten beiden Minuten: Freiburg versuchte mit einem zusätzlichen Feldspieler den Ausgleich zu erzwingen, verlor die Scheibe jedoch an der blauen Linie, Wiecki zerbrach beim finalen Versuch Sekunden vor Schluss der Schläger. Unterm Strich kam die Freiburger Offensive zu wenig zum Zuge, die Gäste zeigten eine starke Leistung und holten durchaus verdient drei Punkte in diesem Match. Leos Sulak konstatierte auf der anschließenden Pressekonferenz: "Wir werden das Match wie gewohnt analysieren und nächste Woche wieder angreifen". 

Tore:
1-0 (11:14) Tobias Kunz (Chris Billich/Michael Frank - 5:4)
1-1 (28:55) Michael Bartosch (Josef Potac - 5:4)
1-2 (41:50) Andreas Geigenmüller (Michal Bartosch/Josef Potac - 5:4)

Zuschauer: 1.602
Schiedsrichter: Rainer Kottstörfer
Strafminuten: Freiburg 10; Bayreuth 10

Die Aufstellung des EHC:
Mathis
Meyer, Frank / Wiecki, C. Billich, Kunz
Melichar, Rießle / Herm, Bräuner, Deveri
T. Linsenmaier, Brückmann / Wittfoth, N. Linsenmaier, Saccomani
Kästle / Peleikis, Henry, Rösch