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17.12.2012

Teddy Bear Toss mit Heimsieg: EHC schlägt Erding

Der EHC Freiburg hat seine kurze Durststrecke in der Oberliga beendet. Nach zuletzt vier sieglosen Partien gewann der Aufsteiger am Sonntag mit 5:2 gegen die Erding Gladiators. Ein erfolgreicher Abend, gerade auch weil die EHC-Weihnachtsaktion gegen Kinderarmut ein voller Erfolg war.

Nachdem die Freiburger Reihen zuletzt recht dünn besetzt waren, kehrten gegen Erding mehrere Akteure wieder in das Aufgebot zurück. So musste EHC-Coach Thomas Dolak nur noch auf Benjamin Stehle (verletzt) und Steven Billich (beim Zweitligisten Heilbronn) verzichten. Gladiators-Trainer Markus Knallinger hingegen konnte in Südbaden nur eine dezimierte Truppe aufs Eis schicken, lediglich 14 Feldspieler standen zur Verfügung. Die Anfangsphase brachte die Gäste auch sogleich in die vermeintliche Bredouille, nach 21 Sekunden wurde die erste Strafzeit gegen Erding verhängt - und die erste Spielunterbrechung läutete zugleich den ersten Teddy Bear Toss in der Franz-Siegel-Halle ein! Von allen Seiten wurden Kuscheltiere aufs Eis geworfen und schließlich von den EHC-Bambinis eingesammelt. Nicht weniger als 551 Kuscheltiere flogen auf das gefrorene Parkett - Chapeau, liebe EHC-Fans!

Nach dem Teddy Bear Toss konzentrierte sich der Blick wieder auf das Spielgeschehen und das sollte dem Freiburger Lager zunächst weniger gefallen. Unmittelbar nach dem Bully erzwangen die Gäste einen Konter, den Florian Engel zum 0:1 abschließen konnte. Im Powerplay versuchten die Hausherren, das Missgeschick wieder auszugleichen, doch war man noch nicht zwingend genug gewesen. Das sollte sich jedoch schnell ändern, bereits in der vierten Minuten brandete in der Franz-Siegel-Halle Jubel auf. War Jeffrey Szwez aus halblinker Position noch an Erdings Schlussmann Timon Ewert gescheitert, setzte Nikolas Linsenmaier den Nachschuss in die Maschen. Der EHC kontrollierte fortan das Spielgeschehen, erarbeitete sich ein Chancenplus und in der 18. Minute auch die erstmalige Führung. Im Powerplay war es erneut Linsenmaier, der sich gekonnt gegen die Abwehrreihen der Gladiators durchsetzen und das 2:1 markieren konnte.

Im Mittelabschnitt gelang es der Freiburger Equipe, ihre offensive Durchschlagskraft noch zu erhöhen. Nach 64 Sekunden traf Szwez im Nachsetzen, in der 32. Minute baute Patrick Vozar den Vorsprung auf 4:1 aus. Die Gastgeber befanden sich auf bestem Wege, für eine frühe Entscheidung zu sorgen. Zumal sich weitere Möglichkeiten boten, die Führung konsequent auszubauen, während Erding nur selten für erhöhte Gefahr vor dem Gehäuse der Südbadener sorgen konnte. Ausgerechnet in Überzahl leistete sich der EHC aber einen fatalen Schnitzer, der Ryan Martens zu einem Solo einlud. Der kanadische Stürmer ließ Goalie Christoph Mathis keine Chance und verkürzte auf 4:2. Es blieb weiterhin eng und der knappe Vorsprung sollte bis in die Schlussphase Bestand haben.

In der Defensive stand Freiburg aber weitestgehend sicher, stellte auch im Penalty Killing seine Qualitäten unter Beweis. Im Angriff wirkten die Hausherren druckvoller als die Gladiators, verzeichneten mehr wie bessere Tormöglichkeiten. Während eines Powerplays war der EHC dem fünften Treffer sehr nah, doch ließ sich Ewert nicht mehr bezwingen. Die letzte Minute drohte anzubrechen, da setzten die Gäste schließlich alles auf eine Karte: Ewert verließ seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers. Doch kaum war der Goalie auf der Bank angekommen, da befanden sich die Gastgeber bereits im Vorwärtsgang. Philip Rießle traf 52 Sekunden vor dem Ende ins leere Erdinger Tor zum 5:2 und besiegelte den Freiburger Heimsieg. Ein verdienter Erfolg für den Aufsteiger, der offensiv gefährlicher und defensiv sicherer war als das dezimierte Aufgebot aus Erding. Am nächsten Freitag greift der EHC wieder ins Spielgeschehen ein, wenn Spitzenreiter Peiting zu Gast in Freiburg ist.


Aufstellung EHC Freiburg

Tor: Fabian Hönkhaus, Christoph Mathis
Abwehr: Alexander Brückmann, Michael Frank, Lutz Kästle, Toni Klante, Dennis Meyer, Jan Nemecek, Timo Linsenmaier
Sturm: Anton Bauer, Jonas Falb, Martin Jenacek, Jan Kouba, Tobias Kunz, Nikolas Linsenmaier, Robert Peleikis, Philip Rießle, Mike Soccio, Jeffrey Szwez, Patrick Vozar

Es fehlten: Steven Billich, Enrico Saccomani, Benjamin Stehle


Statistik

EHC Freiburg - Erding Gladiators 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)

0:1 (00:29) Engel (Gantschnig) 4-5
1:1 (03:52) N. Linsenmaier (Szwez, Meyer)
2:1 (17:18) N. Linsenmaier
3:1 (21:04) Szwez (Kouba, N. Linsenmaier)
4:1 (31:38) Vozar (Kunz, Nemecek)
4:2 (38:50) Martens 4-5
5:2 (59:08) Rießle (Soccio, Kästle)

Strafen: Freiburg 12 - Erding 12
Schiedsrichter: Michael Fischer (Hohenfurch)
Zuschauer: 1280

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