25.11.2007

Starke Leistung in Leipzig - Wölfe siegen 6:2

Die Wölfe Freiburg haben sich am Sonntagabend bei den Blue Lions Leipzig mit 6:2 durchgesetzt. Die Mannen von Peter Salmik zeigte eine hervorragende Leistung und beendete die Serie von fünf Auswärtsniederlagen in Folge. Im Aufeinandertreffen zweier starker Mannschaften entschieden die Gäste die Partie dank der geringeren Fehlerquote, den besseren Special Teams, des aggressiveren Zweikampfverhaltens sowie der höheren Effektivität zu ihren Gunsten.

Schon früh gingen die Wölfe durch Petr Mares in Führung. In der vierten Minute schlenzte der Wölfe-Torjäger die Scheibe flach ins lange Eck zum 1:0. Leipzig kam zwar in der achten Minute durch Kasper Kenig zum Ausgleich - der Finne schloss einen Konter erfolgreich ab - aber Freiburg lag zur Pause bereits wieder vorne. Kapitän Patrick Vozar hatte mit seinem ersten Saisontreffer das 2:1 erzielt. In der Offensive zeigten sich die Gäste kaltschnäuzig, in der Defensive stand man sicher.

Der Mittelabschnitt begann ungünstig für Freiburg, denn nach 77 Sekunden handelte man sich eine Strafe wegen eines Wechselfehlers ein. Doch aus dem Nach- sollte ein Vorteil werden. Die Gastgeber leisteten sich einen Fehler beim Aufbau, Kottmair setzte energisch nach, eroberte die Scheibe und passte auf den anderen Flügel zu Petr Mares. Und dieser fackelte nicht lange, zog direkt ab und traf mitten ins Leipziger Tor. Die Aufgabe für die Gäste sollte allerdings nicht einfacher werden. Ab der 28.Minute waren die Wölfe beinahe sechs Minuten lang in Unterzahl. Die Blue Lions übten enormen Druck auf das gegnerische Tor aus, doch Freiburg hielt dem stand. Die Mannschaft kämpfte energisch und hatte in Glaser einen starken Rückhalt.

In der 36.Minute kassierte man dann aber doch das 3:2. Bei Vier gegen Vier waren die Wölfe in der Defensive zu nachlässig und ließen Löwen-Stürmer Lars Hoffmann ungehindert auf Ronny Glaser zusteuern. Hoffmann ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte in den rechten Winkel. Freiburg demonstrierte seine Stärke nur 52 Sekunden später. Kaum war man in Überzahl, vollendete Tom Herman nach guter Übersicht von Antti Karhula zum 4:2. Die Wölfe hatten den Zwei-Tore-Vorsprung sofort wieder hergestellt.

Wie schon in Durchgang zwei, so fanden sich die Wölfe auch zu Beginn des dritten Drittels früh in Unterzahl. Abermals wussten sie das zu nutzen. diesmal in Person von Tom Herman. Der kanadische Angreifer überlief seinen Gegenspieler auf dem rechten Flügel und schoss aus spitzem Winkel aufs Tor - damit überraschte er Löwen-Goalie Varian Kirst, der die Scheibe ins eigene Tor prallen ließ. Die Wölfe führten mit 5:2 und für Kirst war der Arbeitstag beendet, Sebastian Staudt ersetzte ihn. Die Gastgeber versuchten noch einmal, mit einem dritten Treffer die Partie wieder spannend zu machen, nahmen bei einer Überzahl sogar den Torhüter vom Eis, doch Freiburg stand sehr gut und wusste die gegnerischen Angriffe zu entschärfen. Den Schlusspunkt setzte schließlich Patrick Vozar in der 59.Minute mit einem sehenswerten Tor zum 6:2 Endstand.

Die Wölfe sicherten sich verdient den Sieg und die drei Punkte. Abermals lieferten sie eine geschlossene Mannschaftsleistung ab. Stark war die Quote der Special Teams, allen voran des Penalty Killings. In neun Situationen blieb man ohne Gegentreffer und konnte dabei selbst zwei Tore erzielen. Freiburg nutzte die sich bietenden Chancen konsequent aus. In den Zweikämpfen präsentierten sich die Gäste aggressiver und entschlossener. Salmiks Team bestätigte den steten Aufwärtstrend erneut und konnte die mitgereisten Fans begeistern.

Am Dienstag steht bereits das nächste Spiel für die Wölfe an. In der Franz-Siegel-Halle wird dann Zweitliga-Absteiger und Nord-Tabellenführer Dresden erwartet. Spielbeginn ist um 20 Uhr.


Trainerstimmen

Zdenek Travnicek: "Das Spiel am Freitag in Bad Tölz [5:6 n.V.] hat uns viel Kraft gekostet, dazu kam sicher auch noch die lange Busfahrt zurück. Trotzdem muss ich sagen, dass unsere Verteidiger heute überfordert oder überlastet waren. Wir haben uns leichte Fehler geleistet, drei oder vier richtig schlimme. Unser Torwart Varian Kirst hat das erste mal seit längerer Zeit wieder gespielt, er hat nicht die nötige Spielpraxis gehabt. Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, die Jungs haben bis zum Umfallen gekämpft. Wir haben für uns 51 Schüsse gezählt, Freiburg nur 22 - und davon waren vielleicht noch zehn in Überzahl. Wir haben die Scheibe heute leider einfach nicht ins Tor gebracht - heute ging nichts."

Peter Salmik: "Wir haben zuletzt auswärts immer gut gespielt, aber leider keine Punkte geholt. Heute haben wir das Glück gehabt, praktisch alle Torchancen verwandelt und ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir wussten, dass Leipzig eine sehr gute und läuferisch starke Mannschaft ist. Vor allem die beiden Kenig-Brüder sind gut drauf und bringen viel Geschwindigkeit in das Spiel. Wir haben uns zunächst darauf konzentriert, defensiv sicher zu stehen und das ist uns ganz gut gelungen. Wir haben ein paar Konter gefahren und gleich Tore erzielt. Heute war das Glück auf unserer Seite, mehr gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen."


Personal
Vom Spiel der Junioren in Peiting kamen Backup-Goalie Christoph Mathis, Allrounder Marcel Koch und Angreifer Christian Böcherer nach Leipzig gereist. Marcel Koch kam bei den Wölfen in der Verteidigung zum Einsatz. Tobias Kunz, der nach seiner Verletzung erst wieder ins Team zurückgekehrt ist, konnte heute noch nicht mitwirken.

Kurvengeflüster
Insgesamt vier mitgereiste Wölfe-Fans hatten sich in der Leipziger Eishalle versammelt. Zwei in der Gästekurve, zwei auf der "Galerie". Ab und zu hüpfte es synchron - wobei man eines feststellen muss: Ein lauter euphorischer Schrei beim 6:2 kommt nicht bei allen gut an. Alles in allem hat sich die Reise für diesen kleinen Kreis mehr als gelohnt: Spiel, Spaß und Spannung sowie eine abgezockte Wölfe-Mannschaft bereiteten viel Freude.


Statistik:

Blue Lions Leipzig - Wölfe Freiburg 2:6 (1:2, 1:2, 0:2)

0:1 (03:30) Mares (Kottmair)
1:1 (07:41) K.Kenig (Bartell)
1:2 (13:17) Vozar (Virta) 4-4
1:3 (22:11) Mares (Kottmair) 4-5
2:3 (35:25) Hoffmann (Czajka) 4-4
2:4 (36:17) Herman (Karhula, Vozar) 5-4
2:5 (44:12) Herman (Virta, Karhula) 4-5
2:6 (58:40) Vozar (White, Karhula) 5-4

Strafen: Leipzig 18 - Freiburg 22
Schiedsrichter: Georg Jablukov (Berlin)
Zuschauer: 1062

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