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07.12.2018

Jimmy Hertel im Interview: „Den Fans einen Einblick geben, wer man ist“

Torhüter Jimmy Hertel spricht im Interview mit ehc::live unter anderem über sein Verhältnis zu den sozialen Medien.

Die Kollegen vom Stadionmagazin ehc::live haben Jimmy Hertel zum Interview getroffen und ihn unter anderem gefragt, wo er die Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem zieht.

ehc::live: Du bist recht aktiv in den sozialen Netzwerken.

Jimmy Hertel: Wirklich? Ich würde gar nicht sagen, dass ich sehr aktiv bin. Ich poste eigentlich nur ab und zu etwas, wie jetzt gerade aus dem Israel-Urlaub. Auch als ich Spieler des Monats geworden bin, habe ich mich auf diesem Weg bei den Fans bedankt. Ich fotografiere nicht jeden Tag mein Mittagessen, aber wenn ich etwas Schönes erlebt habe oder wenn etwas Besonderes passiert ist, dann teile ich das den Menschen gerne mit.

ehc::live: Was hat dich dazu bewogen?

Hertel: Das mache ich meistens ganz spontan. Es ist heute der einfachste Weg, um viele Menschen zu erreichen. Ich kann nicht jedem Einzelnen einen Brief schreiben. Ich weiß auch gar nicht, wer zum Beispiel für mich abgestimmt hat. Ich finde es schön zu zeigen, was ich erlebe. Aber ich stelle nicht täglich mein Leben zur Schau.

ehc::live: Wo ziehst du die Grenze zwischen öffentlich und privat?

Hertel: Das ist immer eine Gratwanderung. Ich würde beispielsweise nie ein Bild von meiner Tochter beim Baden hochladen oder eine Nahaufnahme von ihrem Gesicht. Das muss sie einmal selber entscheiden, und das kann sie im Moment nicht. Auch von anderen Menschen zeige ich keine Bilder, wenn die nicht einverstanden sind. Meisten poste ich Bilder von mir selbst. Ich passe auf, dass ich die Privatsphäre achte. Die Menschen, die mir folgen, sind wohl auch eher daran interessiert, was ich so mache und nicht was meine Familie oder sonst jemand gerade macht.

ehc::live: Gehört der Umgang mit der Öffentlichkeit im Internet heute für euch Sportler dazu?

Hertel: Ohne Fans könnten wir Sportler ja gar nicht davon leben. Ich glaube, für die Fans ist es interessant, auch einmal eine andere Seite von uns zu sehen. Sie kennen uns ja immer nur auf dem Eis, mit Helm, und lernen uns nicht wirklich kennen. Ich glaube schon, dass es dazu gehört auf diese Weise etwas zurückzugeben. Das ist sicherlich nicht ausschlaggebend dafür, dass man ein besserer Eishockeyspieler ist. Aber es ist eine schöne Möglichkeit, den Fans einen kleinen Einblick zu geben, wer man ist und was man so macht.

Wie Jimmy Hertel die bisherige Saison beurteilt, wie es ihm in Freiburg gefällt und wie das Team neue Mitglieder integriert, erfahrt ihr in der ausführlichen Version dieses Interviews in der Ausgabe 12 unseres Stadionmagazins ehc::live - erhältlich während des Heimspiels gegen die Heilbronner Falken am 9.12.2018.

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