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07.11.2018

Eishockey und vieles mehr: Die Kulturreise ist Kult

Knapp 40 Eissport-Enthusiasten aus Südbaden blicken auf ein Reise-Erlebnis der besonderen Art zurück: Die Eishockey- und Kulturreise des EHC Freiburg fand Anfang November bereits zum sechsten Mal statt - und bot abermals mehr als nur Sport.

Am Tag nach dem Halloween-Spiel gegen Ravensburg brachte der Steiert-Bus mit Fahrer Gerhard - selbst bekennender EHC-Fan - den Tross von Freiburg nach Prag, wo nach dem Einchecken im Hotel ein traditionelles tschechisches Abendmahl auf dem Programm stand: In einem Keller-Restaurant Altstädter Ring, einem der schönsten Plätze der 1,2-Millionen-Einwohner-Metropole, gab es Kartoffelsuppe, böhmischen Gulasch und Apfelstrudel. Eine perfekte Einstimmung auf einem - für die meisten Mitreisenden - noch längeren Abend in Prag und das unverwechselbare Flair der Tschechischen Republik. Und eine gute Grundlage für die nächsten Tage.

Denn jetzt standen drei Eishockeyspiele auf dem Programm: In Hradec Kralove, Kladno und Bad Nauheim. Hradec Kralove hatte allerdings noch mehr zu bieten als "nur" hochklassigen Eissport, denn die Stadt in Ostböhmen empfängt Gäste mit einer sehenswerten Altstadt voller Türme und hübscher Fassaden. Das "Kultur" im Wort Kulturreise ist schließlich mehr als ein Etikett: Die freien Vormittage in Prag und auch der Nachmittag in Hradec Kralove wurden von allen Breisgauern zum ausgiebigen Sightseeing genutzt.

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Herbstliches Prag (Foto: Dirk Metzeler)

Sportlicher Höhepunkt der Reise war ganz klar das Match zwischen Mountfield HK und den Gästen aus Zlin. Die 6500-Zuschauer-Arena in Hradec Kralove war mit mehr als 4500 Fans prima besucht, Stimmung, Spannung und das kulinarische Angebot ließen keine Wünsche offen. Mit 4:2 setzte sich das Heimteam durch. Und das Niveau der tschechischen Extraliga wusste zu begeistern.

Tags darauf empfingen die "Ritter" aus Kladno das Team von Slavia Prag: Ein echtes Derby mitsamt Choreo im Gästeblock und einer - im Schlussdrittel - überkochenden Stimmung. Zwei Abschnitte lang mussten die rund 3500 Heimfans noch darben, das Match war von Fehlern geprägt, Kladno lag mit 0:2 zurück. Dann aber drehten die Hausherren die Partie und gewannen schließlich mit 3:2 nach Verlängerung - und das, obwohl der bekannteste Sohn der Stadt noch verletzt war: Jaromir Jagr konnte zwar nicht mitmischen, stand aber auf der Bank und war somit immerhin leibhaftig zugegen. Die anvisierte Autogrammsession fiel leider ins Wasser, weil Jagr - als Clubbesitzer - bei Sponsorengesprächen unentbehrlich war.

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Hradec Kralove (Foto: Dirk Metzeler)

Der Schlussakkord am Sonntag ist bekannt: Nach einer langen Busfahrt konnten die Kulturreisenden einen 5:2-Auswärtssieg ihres Lieblingsvereins erleben - übrigens der erste EHC-Erfolg, den Teilnehmer der Vereinsreise jemals zu Gesicht bekamen.

Mit wunderbaren Eindrücken und vielen Erinnerungen an schöne Städte, leckeres Essen, gastfreundliche Menschen und hochkarätigen Sport ging es schließlich zurück nach Freiburg. Und viele Teilnehmer der Reise, egal ob Stammgäste oder Neulinge, haben sich bereits nach der Neuauflage des Trips in der Saison 2018/19 erkundigt. Die Eishockey- und Kulturreise des EHC Freiburg ist Kult. Und soll es auch bleiben.

Danke an alle Mitreisenden!

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Die Freiburger Reisegruppe in der Arena von Hradec Kralove (Foto: Karl Heidegger)


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