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11.01.2017

Zocken um die Wette, Eishockey bei Minusgraden und jede Menge Spaß

Die EHC-Eishockeyreise in Zahlen: 1.738 Kilometer auf den Autobahnen Deutschlands und Tschechiens, drei Eishockey-Spiele in vier Tagen, -8 Grad beim WinterGame / Nicht messbar: Jede Menge Spaß gemeinsam mit Gleichgesinnten ;-)!!

Um 4 Uhr mitten in der Nacht klingelte bei den meisten Mitreisenden der Wecker. Rund sechs Stunden nach der Schluss-Sirene des EHC-Spiels gegen die Löwen Frankfurt starteten am 4. Januar 65 Freiburger Eishockeyfans die mittlerweile fünfte EHC-Eishockey- und Kulturreise nach Tschechien und Deutschland. Erste Station: Das Eisstadion in Jihlava/Iglau!

Dort stand als erster Programmpunkt der Besuch des Zweitliga-Spiels zwischen Dukla Jihlava und dem HC Slovan Usti nad Labem auf dem Programm. Trotz zwischenzeitlicher Vollsperrung auf der A6 schaffte es der EHC-Bus gerade rechtzeitig zum Auftakt der Partie ins altehrwürdige Dukla Stadion - gottseidank, denn die Hausherren spielten in den ersten Minuten die Gäste aus Nordböhmen förmlich an die Wand. Nach mehr als 10 Stunden Busfahrt musterten die EHC-Fans erstmal neugierig jeden Winkel, folgten dem Spiel, in dem Dukla klar den Ton angab und deckten sich mit flüssigem und festem Proviant ein. Schnell entdeckten einige den früheren EHC-Eismeister Petr Humlicek, der sich übers Freiburger Eishockey bestens informiert zeigte: "Warum habt ihr gestern gegen Frankfurt zwei Gegentore in Überzahl bekommen, was war da los ;-)?". Jihlavas Manager Bedrich Scerban samt Familie mischte sich unter die Freiburger Fans, es wurden Erinnerungen ausgetauscht und jede Menge Fotos geschossen. Der Empfang in Jihlava war außerordentlich herzlich - viele einheimische Fans staunten ungläubig, welch lange Strecke die EHC-Anhänger auf sich genommen hatten, um dieses Spiel in Jihlava zu besuchen. Der Klub selbst berichtete sowohl vor wie auch nach dem Spiel ausführlich über die EHC-Delegation. Und natürlich Klassiker: Pivo aus der örtlichen Brauerei, die praktischerweise direkt gegenüber dem Stadion liegt und dazu die typisch tschechische "Klobasa" mit Senf, die im verschneiten Park gegenüber dem Haupteingang auf offenem Feuer gegrillt wurde.

Nach dem Spiel ging es in die Unterkunft nach Prag, der ein oder anderer erkundete direkt nach der Ankunft noch das Prager Nachtleben, andere gönnten sich erstmal eine Mütze Schlaf. Der darauf folgende Tag stand zur freien Verfügung, sprich: Einkaufen, durch die verschneite Prager Altstadt bummeln und sich zwischendrin in einem klassischen Kaffeehaus aufwärmen. Um 17 Uhr machte sich die Freiburger Reisegruppe dann auf den Weg zum gemeinsamen Besuch der tschechischen Eishockey Ruhmeshalle - der "hall of fame". Wer dahinter eine Ausstellung staubiger Pokale und langweilige Vitrinen mit Schwarz-Weiß-Fotos vermutet: weit gefehlt! Interaktive Displays berühmter tschechischer Eishockey-Helden, eine echte Mannschaftskabine samt Ausrüstung zum Anprobieren und jede Menge Gelegenheiten, um selbst zum Schläger zu greifen .. die EHC-Fans waren nicht mehr von der Scheibe zu trennen ;-)! Man konnte Tischeishockey spielen, es gab einen Stickhandling-Contest und drei künstliche Eisflächen mit Wettbewerben zum Torwandschießen. Der ein oder andere Mitreisende war nach diesen sportlichen Herausforderungen völlig außer Puste, aber alle strahlten über beide Ohren. Eishockey-Fan-Paradies halt. Danach gab es in einem typisch tschechischen Restaurant um die Ecke - übrigens auf Vermittlung von Radek Duda - eine Stärkung, und man konnte auch den Flüssigkeitshaushalt nach den anstrengenden Spielen wieder etwas ausgleichen. Natürlich war der Abend damit noch lange nicht zu Ende, unbestätigten Gerüchten zufolge ging es bereits auf die Morgenstunden zu, als die letzten Mitreisenden in Feierlaune wieder zurück zum Hotel fanden.

Am nächsten Tag dann eine kurze Busfahrt nach Dresden, gerade einmal zwei Stunden benötigte der EHC-Bus über die tschechische Grenze in die sächsische Landeshauptstadt. Um 14 Uhr stand zunächst eine Stadtführung durch Dresden auf dem Programm: Brühlsche Terrasse, Semperoper und Frauenkirche wurden bei klirrenden Kälte besichtigt, bevor anschließend das Spiel des EHC bei den Dresdner Eislöwen auf dem Programm stand. Übrigens wurde auch hier den EHC-Fans Respekt gezollt: "Anderthalb Stunden Stadtführung bei -10 Grad. Wahnsinn, Eure Fans!", so der Dresdner SpradeTV-Kommentator über die frostresistenten Freiburger Anhänger. Vor der Partie gegen die Eislöwen nahm die EHC-Delegation übrigens noch an einer Stadionführung durch die EnergieVerbund-Arena teil und staunte über die hervorragenden Bedingungen, welche die Eislöwen mit ihrer Arena genießen. Der EHC musste sich Dresden anschließend zwar mit 2-5 geschlagen geben, wirklich enttäuscht war jedoch kaum ein Mitglied der EHC-Reisegruppe: Nach misslungenem Start hatten sich Niko Linsenmaier und Co. wieder zurück ins Spiel gekämpft, mit etwas Glück wäre ein Punktgewinn durchaus möglich gewesen. Die ein oder andere Spielszene und die Eindrücke des Tages wurden nach dem Match noch ausgiebig an der Hotelbar diskutiert.

Am nächsten Morgen tauchten 65 dick eingepackte, vermummte Gestalten am Freiburger Reisebus auf (der ohnehin als Kühlschrank auf Rädern tituliert wurde). Der Wetterbericht fürs DEL WinterGame versprach deutliche Minusgrade, und das in einem offenen Stadion, über schätzungsweise drei Stunden. Skiunterwäsche, mehrere Jacken übereinander, alles wurde verwendet, um sich irgendwie einzupacken - selbst das Choreomaterial der Adler Mannheim wurde als Wind- und Kälteschutz verbaut. Trotz aller Maßnahmen leerten sich Freiburger Reihen im Laufe des Spiels, nicht alle hielten den eiskalten Wind, Graupelschauer und die frostigen Temperaturen auf den Sitzplätzen aus. Diejenigen, die es bis zum Ende schafften, sahen ingesamt 10 Tore in einer einmaligen Atmosphäre - einem fortwährenden Fanduell zwischen den Adlern Mannheim und den Schwenninger Wild Wings. Auf Höhe von Offenburg tauten die Füße dann auch halbwegs wieder auf, so dass alle Mitreisenden nach der Rückkehr nach Freiburg die restliche Strecke nach hause ohne fremde Hilfe bewältigen konnten. Es waren wie immer erlebnisreiche, ereignisreiche und vor allem lustige Tage, in denen neue Freundschaften und auch neue Fansongs entstanden sind. Prag ist immer eine Reise wert, und wir werden bestimmt wieder zurück kehren, bei nächster Gelegenheit.

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