16.02.2013

Punktgewinn verpasst: Knappe Niederlage in Peiting

130215peitingkea.jpgHart umkämpft war die Partie in Peiting. (Foto: Achim Keller)

Der EHC Freiburg ist mit einer knappen Niederlage aus Oberbayern zurückgekehrt. Beim EC Peiting unterlagen die Südbadener mit 1:3. Ein Punktgewinn beim heimstarken Tabellenzweiten wäre für den Aufsteiger allerdings durchaus möglich gewesen.

Der Start in die Partie gestaltete sich für Freiburg ungünstig: Zwei frühe Strafen bescherten den Gästen nicht nur eine doppelte Unterzahl, sondern prompt den 0:1-Rückstand. Peiting hatte die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und Josh Gillam seine Farben in Front geschossen. Ohnehin gehörten die ersten zehn Minuten vorhehmlich den Hausherren, die schnell und druckvoll ihr Offensivspiel aufzogen und in der achten Minute bereits den zweiten Treffer nachlegen konnten. Florian Stauder war diesmal der Torschütze gewesen. Mit zunehmender Zeit fand der EHC zwar besser in die Partie, die beste Defensive der Liga wurde aber ihrem Ruf gerecht und so wurden den Südbadenern nur wenige Torchancen gestattet. Eine aber nutzten sie in der elften Minute zum Anschlusstreffer durch Timo Linsenmaier.

Im zweiten Drittel bot sich dem EHC mehrfach die Gelegenheit, das Ergebnis auszugleichen. Peiting kassierte nämlich mehrere Strafen nacheinander, am Ende auch eine Spieldauer gegen Anton Saal, so dass das Freiburger Powerplay nahezu im Dauereinsatz war. Doch während über zehn Minuten Überzahl verpassten es die Gäste, daraus Kapital zu schlagen. Eine Riesenchance wurde bei doppeltem Powerplay vergeben, ansonsten fehlte der Druck auf das Gehäuse von ECP-Goalie Florian Hechenrieder, der zudem von seinen Vorderleuten bestens unterstützt wurde. Offensiv mit zu wenig Durchschlagskraft, doch dafür stand der südbadische Abwehrverbund um Christoph Mathis meist gut und bot dem gefährlichsten Angriff der Liga die Stirn.

Im letzten Abschnitt blieb die Partie weiterhin lange offen, beide Mannschaften überstanden eine Unterzahl ohne Gegentreffer. Freiburg war um den Ausgleich bemüht, doch gelang den Hausherren in der Schlussphase die Vorentscheidung. Fünf Minuten vor der Schlusssirene markierte Gillam das 3:1 für Peiting. Zu einer Aufholjagd konnte der EHC schließlich nicht mehr starten, weil Konstantin Firsanov kurz darauf mit einer Spieldauer vom Eis geschickt wurde und die letzten Minuten in Unterzahl verbracht werden mussten. Die Oberbayern brachten ihren Vorsprung souverän über die Zeit.

Der ECP war schlussendlich auch die bessere Mannschaft an diesem Abend und somit der verdiente Sieger gewesen, zudem untermauerte man seine Heimstärke mit dem 17. Sieg im 19. Match. Freiburg allerdings hätte etwas Zählbares mitnehmen können, gerade die üppige Powerplayzeit im Mitteldrittel hätte zu einem Torerfolg führen müssen. Insgesamt blieben die Gäste bei acht Überzahlmöglichkeiten ohne Treffer - fatal, wenn man beim Tabellenzweiten punkten will. Nichtsdestotrotz zeigte der EHC eine ansprechende Leistung und überzeugte in der Defensive. Am Sonntag steht nun das wichtige Heimduell mit dem Tabellennachbarn Deggendorf an, allerdings ohne den gesperrten Firsanov. Spielbeginn in der Franz-Siegel-Halle ist um 18:30 Uhr.


Aufstellung EHC Freiburg

Tor: Fabian Hönkhaus, Christoph Mathis
Abwehr: Alexander Brückmann, Michael Frank, Lutz Kästle, Toni Klante, Dennis Meyer, Jan Nemecek
Sturm: Juraj Faith, Jan Kouba, Tobias Kunz, Nikolas Linsenmaier, Timo Linsenmaier, Philip Rießle, Enrico Saccomani, Mike Soccio, Jeffrey Szwez, Patrick Vozar

Es fehlten: Anton Bauer, Steven Billich, Jonas Falb, Robert Peleikis, Benjamin Stehle


Statistik

EC Peiting - EHC Freiburg 3:1 (2:1, 0:0, 1:0)

1:0 (02:57) Gillam (Weber, Borberg) 5-3
2:0 (07:22) Stauder (Simon)
2:1 (10:35) T. Linsenmaier (Rießle)
3:1 (55:14) Gillam (Biersack, Wittmann)

Strafen: Peiting 23 + 20 (Saal) - Freiburg 21 + 20 (Firsanov)
Schiedsrichter: Göran Noeller (Bad Muskau)
Zuschauer: 425

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