15.09.2013

Ein Stängeli - EHC gewinnt 10:0

Sieben Tore im Schlussabschnitt

20130915 LindauSteven Billich mit dem 7-0 für den EHC (Foto: Patrick Seeger)

Bayernligist Lindau kassierte beim  Vorbereitungsspiel gegen den EHC Freiburg ein „Stängeli“, wie man in der Schweiz sagt – das Team von Leos Sulak war den Gästen vom Bodensee in allen Belangen überlegen und siegte nach einem fulminanten Schlussdrittel mit 10-0 (3-0,0-0,7-0).

Bereits vor den beiden vorangegangenen Spielzeiten hatte der EHC Freiburg gegen die Lindau Islanders getestet, beide Male waren es temporeiche Spiele, die über weite Strecken auf Augenhöhe geführt wurden. Im Unterschied dazu war Freiburg bei der Neuauflage 2013 eindeutig die tonangebende Mannschaft – sowohl läuferisch als auch spielerisch bot der EHC eine geschlossene Mannschaftsleistung, alle Spieler auf dem Spielberichtsbogen kamen dabei zum Einsatz.

Verzichten musste Leos Sulak weiterhin auf Lutz Kästle und auf David Appel, der nach einem ersten Versuch auf dem Eis in der vergangenen Woche nichts riskieren wollte: „Es ist zwar sehr, sehr ärgerlich, dass ich in der Vorbereitung nicht dabei sein kann. Aber ich möchte die Verletzung richtig auskurieren und zum ersten Punktspiel komplett fit sein. Am Dienstag im Training werde ich es aber wieder probieren und mal schauen, ob der Knöchel noch weh tut.“

Vor dem ersten Abschnitt zogen Nebelschwaden übers Eis, Dauerregen sorgte für beschlagene Scheiben und fröstelnde Zuschauer in der Franz-Siegel-Halle, die sich aber bereits nach 81 Sekunden über das erste EHC-Tor durch Rießle freuen durften. Ein Unterzahltreffer durch den glänzend aufgelegten Billich und ein Powerplay-Tor von Niko Linsenmaier sorgten für einen 3-0 Vorsprung des EHC zur ersten Pause, der angesichts der Spielanteile auch in dieser Höhe durchaus verdient war. Im zweiten Abschnitt zeigte Lindau mehr Biss, während Freiburg zum einen das Tempo schleifen ließ, zum anderen recht nachlässig mit den Chancen umging – dass keine weiteren Treffer im 2. Drittel fielen, lag aber auch an den beiden Schlussleuten Kirst und Mathis. Beide Teams tauschten zum letzten Drittel die Torhüter, wobei Lindaus Keeper Johansson wirklich nicht zu beneiden war: Bei den Gästen ließen die Kräfte nach, Lindau musste häufig in Unterzahl ran, Freiburg kam dagegen richtig in Spiellaune und erzielte in den letzten 20 Minuten sieben Tore. Die Treffer waren allesamt schön heraus gespielt, daher gab es zum Ende Partie jede Menge Applaus für die Hausherren – ganz besonders für Kapitän Patrick Vozar, der an seinem Geburtstag drei Treffer erzielte.

1-0 (2.) Philip Rießle (Patrick Vozar, Timo Linsenmaier)
2-0 (15.) Steven Billich (Timo Linsenmaier – 4:5)
3-0 (19.) Nikolas Linsenmaier (Steven Billich – 5:4)
4-0 (42.) Patrick Vozar (Tobias Kunz, Andrej Salzer)
5-0 (45.) Steven Billich (Jakub Wiecki, Nikolas Linsenmaier)
6-0 (46.) Patrick Vozar (Andrej Salzer)
7-0 (48.)  Steven Billich (Nikolas Linsenmaier, Jakub Wiecki)
8-0 (52.) Dennis Meyer (Steven Billich, Jakub Wiecki)
9-0 (57.) Patrick Vozar (Tobias Kunz – 5:4)
10-0 (60.) Tobias Kunz (Patrick Vozar, Andrej Salzer – 5:3)

Zuschauer: 487
Schiedsrichter: Michael Klein
Strafminuten: Freiburg 10, Lindau 32

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