01.05.2013

EHC unterliegt auch Weiden

130104weidenkea.jpgZu selten bewies der EHC gegen Weiden den direkten Zug zum Tor. (Foto: Achim Keller)

Der EHC Freiburg wartet auch im neuen Jahr weiterhin auf ein Erfolgserlebnis. Gegen die Blue Devils Weiden erlitten die Südbadener am Freitagabend die nächste Niederlage. In einem mäßigen Duell der beiden Aufsteiger setzten sich die Gäste mit 1:3 durch.

Beide Teams waren nicht frei von Ausfallsorgen, doch wenigstens hatte sich auf Freiburger Seite die Liste auf die beiden Stammspieler Michael Frank und Benjamin Stehle sowie Förderlizenzspieler Steven Billich reduziert. Auf dem Eis entwickelte sich eine Oberliga-Partie auf weniger berauschendem Niveau, unterbrochen von einer frühen Schrecksekunde. Devils-Defender Florian Domke war bei einem Check unglücklich getroffen worden. Für kurze Zeit lag er bewusstlos auf dem Eis und musste mit der Trage vom Spielfeld gebracht werden. Wie Gäste-Trainer Josef Hefner nach der Partie aber mitteilen konnte, hatte sich Domke offenbar "nur" eine Gehirnerschütterung zugezogen - gute Besserung an dieser Stelle.

Auch nach diesem Unterbruch wollte kein rechter Spielfluss aufkommen, zumal sich beide Teams nicht auf die ominöse Linie des Unparteiischen einstellen konnten. Die Folge waren zahlreiche Strafen auf beiden Seiten, doch Kapital daraus konnte weder der EHC noch Weiden schlagen. Allen voran das Freiburger Powerplay präsentierte sich viel zu statisch. Wie man es letztlich besser macht, demonstrierten die Gäste im zweiten Abschnitt. Binnen einer Minute münzten die Blue Devils zwei Überzahlmöglichkeiten in zwei Tore um. Das Erfolgsrezept: Schnelles Spiel, viel Bewegung im Slot und ein treffsicherer Boris Flamik. EHC-Schlussmann Christoph Mathis, der seinen Farben mit starken Paraden einmal mehr ein sicherer Rückhalt gewesen ist, war bei den verdeckten Distanzschüssen ohne jede Abwehrchance gewesen. Derweil hat Flamik nunmehr vier Saisontreffer erzielt - alle gegen Freiburg.

Als die Hausherren im Mitteldrittel ein Powerplay zugesprochen bekamen, bot sich eigentlich die Möglichkeit zum Anschluss. Doch wenn es schon mal nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu. Ein Aufbaupass hinter dem eigenen Tor landete nicht wie geplant bei einem Freiburger Schläger, sondern prallte direkt in den Slot ab. Felix Köbele stand goldrichtig und netzte unter die Latte zum 0:3 ein. Dass sich im letzten Abschnitt etwas ändern musste, war schließlich auch der südbadischen Equipe klar. Der Start gelang den Hausherren auch, im Nachsetzen traf Nikolas Linsenmaier zum 1:3 für den EHC. Freiburg übernahm zwar die Spielgestaltung, aber Weiden stand nicht nur defensiv gut, sondern konnte auch immer wieder für offensive Gefahr sorgen. Zwischenzeitlich hatten die Gäste den vierten Treffer auf dem Schläger, doch wusste der Pfosten dies dankenswerterweise zu verhindern.

Auch der EHC verzeichnete noch sehr gute Einschussmöglichkeiten, aber im Abschluss war man nicht effektiv genug und zudem bot Devils-Goalie Daniel Huber eine tadellose Leistung. So konnte Freiburg den Anschluss nicht mehr herstellen und musste eine bittere Niederlage hinnehmen. Weiden hatte seine Powerplaychancen genutzt, während das südbadische Überzahlspiel den Ansprüchen nicht gerecht wurde. Zudem fehlte bei den Hausherren der Zug zum Tor, sei es mit oder ohne Scheibe. Immer wieder spielte man um das Gäste-Gehäuse rum, entwickelte aber keinen direkten Druck auf den gegnerischen Kasten. Mit vielen Fehlern und unnötigen Strafen machte sich der EHC das Leben auch selbst schwer und den Gegner stark. Eine vermeidbare, letztlich aber verdiente Niederlage. Nun wartet am Sonntag das Auswärtsspiel in Selb auf den Aufsteiger aus Freiburg.


Aufstellung EHC Freiburg

Tor: Fabian Hönkhaus, Christoph Mathis
Abwehr: Alexander Brückmann, Lutz Kästle, Toni Klante, Timo Linsenmaier, Dennis Meyer, Jan Nemecek, Robert Peleikis
Sturm: Anton Bauer, Jonas Falb, Martin Jenacek, Jan Kouba, Tobias Kunz, Nikolas Linsenmaier, Philip Rießle, Enrico Saccomani, Mike Soccio, Jeffrey Szwez, Patrick Vozar

Es fehlten: Steven Billich, Michael Frank, Benjamin Stehle


Statistik

EHC Freiburg - Blue Devils Weiden 1:3 (0:0, 0:3, 1:0)

0:1 (27:54) Flamik (Musial, Schreier) 5-4
0:2 (28:43) Flamik (Musial, Andrasovsky) 5-4
0:3 (35:25) Köbele 4-5
1:3 (41:18) N. Linsenmaier (Szwez, Kouba)

Strafen: Freiburg 12 + 10 (Kunz) - Weiden 10
Schiedsrichter: Andreas Aumüller (Ottobrunn)
Zuschauer: 1193

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