24.01.2016

EHC muss sich Bad Nauheim mit 2-5 geschlagen geben

Freiburg verliert zuhause gegen den EC Bad Nauheim mit 2-5 / in allen vier Aufeinandertreffern zwischen beiden Teams in dieser Saison gab es Auswärtssiege / bester Spieler auf dem Eis: Gästekeeper Mikko Rämö

160124 Bad NauheimAn Einsatz mangelte es auf beiden Seiten nicht: Die Gäste aus Bad Nauheim waren jedoch übers gesamte Spiel hinweg die etwas bessere, aggressivere Mannschaft (Foto: Achim Keller)

Im Spiel gegen den EC Bad Nauheim griff Leos Sulak auf die gleichen Formationen zurück wie beim Freitags-Spiel bei den Eispiraten Crimmitschau, so pausierte Vladimir Kames erneut als überzähliger Kontingentspieler. Die Gäste aus der Wetterau legten in Freiburg starke ersten Minuten aufs Eis, gleich mit der ersten Schicht zeigten Nick Dineen und Co., was der EHC in diesem Spiel zu erwarten hatte: Aggressives Forechecking der Gäste, die Freiburg früh beim Spielaufbau stören und bei Scheibenbesitz schnell zum Abschluss kommen wollten. Der EHC brauchte fünf, sechs Minuten, um läuferisch im Spiel anzukommen - richtig in Fahrt kam der EHC-Express aber erst bei eigener Überzahl in der 12. Minute. Als Marc Kohl kurz nachdem die Gäste wieder vollzählig waren eine weitere Strafzeit nahm, kam das Highlight der ersten 20 Minuten: Tobi Kunz wurde am Pfosten freigespielt, der Außenstürmer drehte sich in Richtung Rämö und hob die Scheibe mit einem Handgelenkschlenzer millimetergenau unter die Latte. Beim Spielstand von 1-0 blieb es auch zur ersten Pause in einem flotten, ausgeglichenen Match bis dato.

Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gäste Schritt für Schritt das Kommando. In der 25. Minute beging Freiburg gleich vier Icings in Folge (und zum fünften hätte auch nicht viel gefehlt), der Spielaufbau klappte einfach nicht mehr und ohne Entlastung schien es nur eine Frage der Zeit, bis Bad Nauheim zum Ausgleich kam. In der 27. Minute traf dann Joel Keussen nach perfektem Zuspiel von Dusan Frosch hinter dem Freiburger Tor zum 1-1, und ganze 20 Sekunden später folgte das 1-2 durch Andreas Pauli. Der Nauheimer Stürmer hatte die Scheibe perfekt getroffen, sein Schlenzer passte genau ins rechte obere Toreck. Leos Sulak nahm anschließend eine Auszeit, aber sein Team brauchte einige Minuten, um wieder ein wenig Selbstvertrauen zu tanken und sich gefährlich vor dem Gästetor zu zeigen. Am besten klappte dies bei einem Überzahlspiel in der 33. Minute - in dem Marc Wittfoth einen Penalty zugesprochen bekam, Mikko Rämö jedoch nicht bezwingen konnte. Und so war es 10 Sekunden vor Drittelende erneut Andreas Pauli, der einen Schuss von Joel Keussen abfälschte und den 3-1 Pausenstand markierte. Es war kein guter Abschnitt des EHC, die Gästen nutzten ihre Chancen effizient und verstanden es, Freiburg weitgehend vom eigenen Tor fernzuhalten.

Im Schlussabschnitt versuchte Freiburg noch einmal alles und kam auch wieder besser ins Spiel, nachdem im Mittelabschnitt die läuferische Leistung des EHC unterdurchschnittlich war. Der Lohn für die Angriffsbemühungen war das 2-3 durch Marc Wittfoth - und Freiburg hatte anschließend bei eigener Überzahl durchaus die Gelegenheit zum Ausgleich. Doch dann der Fehler an der blauen Linie, Dustin Cameron startete durch und verwertete den Unterzahl-Alleingang zum 2-4. Das war der Unterschied an diesem Abend: Freiburg hatte durchaus Chancen, scheiterte aber immer wieder an Mikko Rämö, so hatte auch Ondrej Svanhal einen Unterzahl-Alleingang, konnte die Scheibe jedoch nicht im Gäste-Tor unterbringen. Am Ende riskierte Leos Sulak noch einmal alles und nahm Jonathan Boutin zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, im dritten Versuch brachte der frühere Freiburger Dusan Frosch die Scheibe zum 2-5 Endstand im leeren EHC-Gehäuse unter. 

Unterm Strich sicherten sich die Gäste dank der besseren Leistung über die kompletten 60 Minuten verdient drei Punkte. Freiburg war insbesondere im Mittelabschnitt nicht wirklich in der Partie und ließ darüber hinaus zu viele Großchancen liegen. "Es war keine schlechte Leistung meiner Mannschaft", konstatierte Leos Sulak nach dem Spiel auf der Pressekonferenz, "aber wir waren nicht clever genug, und die läuferische Leistung von Minute 20 bis 30 hat mir nicht gefallen." Die nächste Chance, es besser zu machen, bietet sich für den EHC am Freitag, dann empfängt Freiburg zuhause den SC Riessersee. Spielbeginn ist 19h30.

Tore:
1-0 (14:56) Tobi Kunz (Alex Brückmann/Niko Linsenmaier - 5:4)
1-1 (26:57) Joel Keussen (Dusan Frosch/Nick Dineen) 
1-2 (27:17) Andreas Pauli (Eugen Alanov/Harald Lange) 
1-3 (39:50) Andreas Pauli (Joel Keussen/Harald Lange - 5:4)
2-3 (48:26) Marc Wittfoth (Lutz Kästle/Dennis Meyer) 
2-4 (52:41) Dustin Cameron (Jonas Gerstung/Nick Dineen - 4:5)
2-5 (59:38) Dusan Frosch (Dustin Cameron - Empty Net Goal) 

Zuschauer: 2.251
Schiedsrichter
Michael Klein
Strafminuten
Freiburg 6; Bad Nauheim 24

Die Pressekonferenz und Stimmen zum Spiel finden Sie nach der Partie auf EHCF-TV.

Die Freiburger Aufstellung:
Boutin
Rießle, Brückmann / Kunz, Linsenmaier, Vrbata
Vavrusa, Schusser / Herm, Svanhal, Haluza
Meyer, Kästle / Wittfoth, Bräuner, Karachun
Frank / Henry, Hynes, Rupp

EC Bad Nauheim:
Rämö
Laurila, Gerstung / Cameron, Dineen, Frosch
Kohl, Keussen / Pauli, Lange, Alanov
Ketter, Baum / Aab, Helms, Hofland
Kaisler / Strauch, Lascheit

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