
(wo) Nach 989 Profi-Einsätzen
ist Schluss:
Rudolf Gorgenländer hat seine Karriere im professionellen
Eishockey beendet. Stolze 20 Jahre war der Verteidiger im
Seniorenbereich aktiv gewesen, hat mehrere Spielzeiten in der Beletage
des deutschen Eishockeys absolviert und zählte lange zum Inventar der 2.
Bundesliga. Nun hat sich der 36-Jährige dazu entschlossen, ins „zivile“
Berufsleben zu wechseln.
Gorgenländer über seine Entscheidung:
„Ich bin nun doch in ein Alter gekommen, in welchem ich an meine weitere
Zukunft denken muss. Ich habe eine Familie und nach dem Eishockey ist
das Leben schließlich nicht vorbei. Vielleicht hätte ich noch ein oder
zwei Jahre weiterspielen können, aber als sich mir die Möglichkeit
geboten hat, einen neuen Beruf zu ergreifen, musste ich lange nicht
überlegen. So habe ich nach all den Jahren einen Schlussstrich unter
meine Profi-Laufbahn gezogen.“
Zur Saison 1991/92 war das damals
erst 17-jährige Talent in den Erstligakader des EHC Freiburg
aufgestiegen und hatte für die Wölfe, Schwenningen und Frankfurt in der
höchsten Spielklasse verteidigt. In der 2. Bundesliga wurde Gorgenländer
in diversen Spitzenteams – ob Bad Nauheim, Heilbronn, Bietigheim,
Regensburg oder Duisburg – aufgeboten. Insgesamt dreimal kehrte er in
den Breisgau zurück: 1997 für drei Zweitliga-Jahre, 2003 in die DEL und
zuletzt 2008.
430 Partien hat Rudolf Gorgenländer für Freiburg
bestritten – lediglich zwei Akteure, Ravil Khaidarov und Petr Mares,
können mehr Einsätze vorweisen. Nun verabschiedet sich ein verdienter
Wölfe-Veteran vom Profi-Sport. Künftig wird sich Rudolf Gorgenländer ein
neues berufliches Standbein aufbauen und im Versicherungsbereich in der
Schweiz tätig sein.
Die Schlittschuhe gänzlich an den Nagel
hängen will er aber noch nicht. „Wenn es die Zeit zulässt, werde ich
noch für die Amateurmannschaft oder die Alten Herren des EHC Freiburg
spielen“, so Gorgenländer. Die Wölfe bedanken sich bei „Rudi“ für sein
langjähriges Engagement und hoffen, dass er dem Eishockeysport weiterhin
verbunden bleibt.
Foto: Dirk Bersch